Thursday, November 27. 2008
Ich muss ja zugeben, dass ich mit Star Trek-Classics nicht so viel anfangen kann. Klar, früher habe ich sie auch geschaut, aber vielleicht doch ein wenig zu häufig und mittlerweile kann ich sie nicht mehr wirklich sehen. Mich hat "Next Generation" immer mehr fasziniert und auch anfangs "Deep Space Nine". Aber dass die Classics nun in einem neuen Film von Abrams aufgelegt werden, das hat mich erst einmal dezent gähnen lassen. Die Besetzungen sahen durchaus passend aus (besonders Spock), aber dennoch hat sich bei mir kein "Yay"-Gefühl eingestellt. Bis ich den neuen Star Trek-Trailer dazu gesehen habe, denn der macht tatsächlich Lust auf... mehr!
Es wird sicherlich viel Gejammer dazu geben: "Das ist kein Star Trek!" oder "Das sind nicht die Classics neu verfilmt! Das ist ganz Anders!" - Doch, doch und nein! Natürlich kann ich das alles noch nicht mit Bestimmtheit sagen, denn ich habe bisher nur den Trailer gesehen, aber das hier sind meine Hoffnungen. Doch, das ist ein Star Trek, so wie er sein könnte und damit auch näher am "richtigen" Star-Trek nämlich "Firefly" (au, ich weiß, das tat jetzt jedem Trekkie weh, aber das zu begründen wäre ein eigener Blog-Beitrag). Doch, das sind die Classics neu verfilmt und zwar eben "neu", das beinhaltet auch eine Änderung und nein, das ist nicht ganz anders, nur eben "neuer" und sowieso spielt er vor den Classics. Ich vermute, dass sich der neue Star Trek zu den Classics verhält, wie der Daniel-Craig-Bond zu den alten Bonds.
Ich habe nun schon viel Gejammer über den neuen Bond gehört. "Casino Royale" fand ich überraschend großartig, den neuen jetzt im Kino will ich mir auch noch ansehen und freue mich drauf, obwohl er angeblich so schlecht sein soll (Zitat: "Die Kritiker fanden ihn ganz toll, aber alle, die ich kannte, die drin waren, fanden ihn schlecht." Oha... zum Glück ist das mal nicht subjektiv). Der neue Bond ist nun einmal anders - er ist schneller, er ist moderner, er ist dreckiger, er ist unsympathischer. Eben ein "neuer" Bond und so war es doch wirklich mit jedem Bond, denn die waren immer anders, wenn der Schauspieler wechselte. Der Sean Connery-Bond unterschied sich auch massiv vom Roger Moore-Bond und ich mag beide wirklich sehr. Und ich denke, dass der neue Star Trek ähnlich "anders" sein wird und nach dem Trailer sieht es mir auch so aus, als ob das wirklich Spaß machen könnte.
Übrigens hat der gute Wil Wheaton ganz passend zum Thema auch etwas Nettes ausgegraben.
Wednesday, November 12. 2008
Da ich es gerade beim Bewerbungsschreiben und Aufräumen per Zufall im Shuffle meiner MP3-Liste wieder hatte, wurde mir wieder einmal bewusst, dass Loreena McKennit eine der besten Musiken für diese Jahreszeit ist. Mag sein, dass es daran liegt, dass ich so richtig ausgiebig das erste Mal Loreena McKennit um Weihnachten herum gehört habe, aber für mich passt die McKennit nicht in den Sommer, eher in den Herbst oder Winter, wenn es draußen so ein wenig bunter und gleichzeitig trister wird, wenn die Wolken gewaltig am Himmel hängen und von der Sonne dahinter erleuchtet werden, wenn man drinnen einen beheizten Raum hat und draußen der Wind fegt und die bunten Blätter vor sich her treibt.
Daher hier mein musikalischer Tipp für diese herbstlichen Tage: Loreena McKennit - Live in Paris and Toronto; die Live-CD ist meiner Ansicht nach den anderen CDs ziemlich überlegen, da da mit die besten Stücke drauf sind und häufig in einer hübscheren Version. Das sieht nach wenigen Tracks aus, aber die 20 Euro für die CD sind mehr als gerechtfertigt, da es zwei CDs sind und die Tracks jeweils sehr lang sind. Und zum Reinhören: La Serenissima, Mummer's Dance und Highwayman.
Monday, November 10. 2008
Großartig! Nicht so großartig, wie das hier, aber schon bemerkenswert.
Saturday, November 1. 2008
NaNoWriMo beginnt heute. Ich bin natürlich nicht ganz bis gestern mit meinem Derleth-Artikel fertig geworden, aber eben gerade, so dass ich ihn im kommenden Monat nur immer einmal wieder überarbeiten muss und das schaffe ich ohne Probleme bis zur Deadline Ende November, so dass ich mich ab heute dann dem NaNoWriMo widmen kann. Ich bin gespannt, ob das hinhaut, denn heute Nacht ist Städte-Raid in WoW angesagt und Mitte des Monats wirft das Addon schon gefährliche Schatten. Ob ich dennoch den Schreibmarathon durchhalte, bleibt abzuwarten. Es kann also sein, dass ich hier im Blog in nächster Zeit mich eher kurz fassen werde, vielleicht auch einmal einen Tag ausfallen lasse, um den täglichen 1700 Wörtern hinterher zu kommen, die ich nun im November schreiben will.
Ein wenig stutzig macht mich, dass das Wortzähl-Feld bei mir noch extrem grau ist und ich irgendwie nicht das Gefühl habe, dass ich da einen Text reinkopieren kann. Aber das werde ich dann wohl heute Abend einmal probieren, sobald ich mal ein wenig was geschrieben habe.
Monday, October 20. 2008
Apropos "You are not alone": Das hier habe ich vor kurzem bestellt und dürfte bald eintrudeln - Anime-Kult! Weniger eine Mecha-Serie, als eine dystopische SF-Charakterstudie und dann klappt es auch sehr gut mit dem von vielen nicht verstandene Ende.
Das Video bei Amazon zu NGE unterstützt übrigens meine These (vielleicht ungewollt), dass NGE weniger eine Mecha-Serie, als vielmehr eine Charakterstudie ist. Natürlich wird auch gekämpft, natürlich kommen Mechas vor, aber die wirklich spannenden Momente in NGE sind episch zwischenmenschlicher Natur. Da läuft es mir eiskalt den Rücken runter und ich bekomme richtig Lust, einen NGE-Rerun wieder zu machen. Wobei die deutschen Stimmen wieder einmal ... zu sein scheinen.
Bis vor kurzem gab es sogar noch eine Vorankündigung im Kinopolis, dass die den dort zeigen wollten. Aber irgendwie habe ich das nun nicht mehr gefunden. Sehr schade. Zur Einstimmung auf NGE:1.01 das tolle, alte Opening - hoffentlich haben sie das nicht geändert. Epik!
Sunday, October 19. 2008
Meiner Ansicht nach gibt es kaum einen Anime, bei dem die Openings und Endings so gelungen den Inhalt darstellen wie bei Kamikaze Kaito Jeanne. Zugegeben, das 1. Opening ist da das schwächste, aber sowohl das 2. Opening als auch beide Endings sind einfach großartig. Das 1. Ending fängt sogar den Anime mit am besten ein.
Besonders schön dabei ist die Szene, wenn Maron die Treppe hinunter geht, denn da vermischt sich der schleppende Rhythmus der Musik mit den schleppenden Schritten, was mich ungemein an eine meiner Lieblings-Stellen (ab 22:00 erst bis 34:20) aus Final Fantasy 9 erinnert, wenn Zidane beginnt, an sich selbst und seiner Identität zu zweifeln - eine großartige Szene.
Sowohl das aus FF9 wie auch dieser Schluss bei KKJ beschreiben schön diesen schleppenden Kampf, den man mit sich führt, dass man sich dennoch irgendwie aufrafft und weiter macht, einen Schritt voran geht und noch einen und noch einen und das obwohl es so viel Kraft kostet. Das steckt sowohl im KKJ-Ending wie auch in der FF9-Szene.
Friday, October 3. 2008
Es ist mir schon häufig passiert und es wird mir immer wieder passieren: Wer eine unbequeme Meinung direkt und ehrlich sagt, erntet Schläge. Sei dies, dass man querdenkt und dies unbequem ist, sei dies, dass man Sachen ausspricht, die andere nur denken, aber sich nicht trauen, sei dies, weil man für etwas eintritt, woran man glaubt. Ich werde es auch immer wieder machen. Und dennoch bin ich immer wieder am Zögern. Ist es das wirklich wert? Das ist immer die Frage, die ich mir davor stelle.
Früher war die Antwort auf diese Frage eindeutig: Ja, das ist es. Ich bin pluralistisch und demokratisch aufgewachsen. Es ist gut, eine Meinung zu haben, sie zu sagen und dafür einzutreten. Doch ganz ehrlich: Das machen sehr wenige Menschen heutzutage. Ich habe dann schon häufig allein auf weiter Flur gestanden. Natürlich habe ich im Vorfeld dann Versicherungen bekommen: "Ja, ja, du machst das richtig so. Wir sehen das auch so." Und dann stürzt man sich in den Kampf und denkt, dass man Leute im Rücken hat - but Rogues do it from behind. Denn viel zu häufig kam von dort dann nichts. Kein bisschen Unterstützung kam und häufig nur Kopfschütteln und Achselzucken und plötzliches Seitenwechseln.
Mittlerweile ist die Antwort auf diese Frage nicht mehr ganz so eindeutig, aber eigentlich immer die gleiche: Ja, das ist es - aber vielleicht lasse ich den Stress diesmal doch. Gerade diesen Zusatz habe ich mittlerweile häufig. Einfach noch einmal eine Nacht darüber schlafen, einfach noch einmal auf sich ruhen lassen und sich vor Augen führen: "Wenn du es nicht sagst, sagt es sonst keiner und nur, weil du so doof warst, das zu sagen, was Andere denken, bekommst du dann wieder die Prügel." Aber das ist genau der Punkt: Wenn ich es nicht sage, sagt es keiner, denn die Leute sind feige. Da wird dann falsche Freundlichkeit vorgespielt, Nettigkeit geheuchelt, obwohl man doch deutlich zwischen den Zeilen Anderes verstehen kann - wenn man einigermaßen die Augen offen hält und wach mitdenkt. Aber wer macht das heute denn schon? Gerade im Internet? Aber nicht nur dort...
Ich denke mir häufig: "Nein, diesmal nicht. Das ist es nicht wert. Ignoriere es einfach. Es gibt andere Sachen, wichtigere Sachen." Aber was ist wichtig? Was ist wichtiger, als einfach auch frei und ohne Angst seine Meinung zu sagen und sagen zu können? Es gibt nichts Wichtigeres. Zur Meinungsfreiheit gehört eben auch, damit zu leben, dass man für seine Meinung Prügel einsteckt; besonders wenn diese Meinung unbequem ist - aber wenigstens ist sie dann ehrlich. Nur das muss man ertragen können, wenn man schon seine unbequeme Meinung sagt. Das ist nicht schön und vermutlich auch nicht so richtig im Sinne der Meinungsfreiheit, gehört aber dazu, denn in einer perfekten Welt leben wir nur in unserer eigenen. He has to endure it.
Thursday, October 2. 2008
Mittlerweile ist "mimimi" ein geflügeltes Wort geworden, auch wenn es so richtig nur in der WoW-Community, denn außerhalb davon scheinen es kaum welche zu kennen. Daher hier einmal ein paar veranschaulichende Links, damit auch der Rest weiß, woher es kommt und warum es ein Synonym für ständiges Herumjammern ist; das kann die WoW-Community bekanntermaßen ja besonders gut und inbrünstig, kein Wunder also, dass sie dafür sogar ein eigenes Wort haben.
Tuesday, September 23. 2008
Man muss ja schon sagen, dass die frühere Werbelandschaft einfach besser war. Na gut, sie war nicht immer besser. Aber da gab es beispielsweise so tolle Spots wie diese Allianz-Werbung, die hat sogar was Versöhnliches, oder auch die andere Allianz-Werbung, bei der ein Kleinwagen durch ein italienisches Dorf fährt und volle Kanne in einen Tomatenstand kracht - am Ende gibt (dank Allianz) für jeden Tomatenbrote. Das fand ich ganz tolle Werbespots und wenn man die mit den heutigen Versicherungs-Spots vergleicht, dann wird in den heutigen wirklich nur Angst gemacht und zwar so richtig. Klar, auch in den alten Werbespots wird gezeigt, wann man das brauchen könnte. Aber im Vergleich zu den heutigen Werbespots ist das wirklich äußerst harmlos und sogar einfach nett gemacht.
Aber es kam nicht von ungefähr, dass ich früher als Kind gerne Werbung geschaut habe und zu meinen Eltern immer sagte: "Eine Werbung noch." Da gab es auch nette Zwischenspieler. Ich glaube, die gibt es zum Teil sogar immer noch mit dem Otto beispielsweise, aber zum Großteil sind diese Einspieler doch verschwunden. An was ich mich letztens erst wieder erinnerte mit meiner Frau zusammen, waren Äffle und Pferdle. Ich weiß nicht mehr, wie wir drauf kamen, aber meine Frau ist ja Schwäbin und sagte irgendwann dann "...Äffle und Pferdle..." und ich hatte direkt das Bild der Beiden vor mir. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die wirklich "Äffle und Pferdle" und nicht "Affe und Pferd" nannte.
Einer jener Einspieler mit den Beiden war der Hafer und Bananenblues, den ich auch nach all den Jahren noch auswendig mitsprechen konnte. Ich wusste sogar jede Betonung und jede Dialekt-Stelle im Vorraus. Aber als Kind war mir anscheinend nicht bewusst, dass das Schwäbisch ist, was die Beiden da sprechen. Für mich war das ganz natürlich und gehörte einfach zu den Beiden. Allerdings habe ich diesen Einspieler auch noch gefunden, den ich noch von früher kannte und da habe ich witzigerweise das vom Affen am Schluss nicht verstanden; heute natürlich kein Problem mehr und damals war mir der auch der Witz der Situation nicht entgangen. Aber Kinder scheinen da einen recht spannenden Zugang zu Dialekten zu haben, wenn mir das nicht wirklich bewusst war damals.
Und zum Abschluss noch ein Video, das ich bei all dem Stöbern gefunden habe und ein Querschnitt durch die Werbung der 80er/90er zieht: Werbung der 80er und 90er und hier dann sogar nochmal mit Äffle und Pferdle von 1987.
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Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)