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Tuesday, March 25. 2008
Heute war ich auf der Uni, um mir neue Studien-Bescheinigungen für das jetzige Wintersemester nochmal ausdrucken zu lassen, da meine Krankenkasse bekanntermaßen absolut unfähig ist und mir schon zig Mal gesagt hat, ich hätte ihnen die nicht geschickt, was aber auch nur bedingt stimmt. Also schuftete ich mich heute durch den Schneesturm auf die Uni, in das "Studierenden Service Center", wie unser Studenten-Sekretariat mittlerweile nach dem Umzug heißt.
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Tuesday, February 26. 2008
Dreist: Heute war ich auf der Uni wegen meinem Indianer-Artikel für den Amerika-Band und hatte meinen Laptop dabei. Laptop hingestellt, Bücher hingelegt, nach einiger Zeit aufgestanden, um Bücher wegzustellen und neue zu holen. Den Laptop habe ich abgemacht und mitgenommen - sicher ist sicher. Eines meiner Bücher, die da blieben, habe ich auf den (leeren) Platz vom Laptop gelegt. Als ich nach 5 Minuten wieder komme, sitzt ein Student vollkommen über den Tisch gekauert an diesem Platz - meinem Platz! Er rührte sich kein bisschen, auch als ich näher kam. Da mir das zu doof war und der Student so aussah, als ob menschlicher Kontakt ihn verschrecken würde, habe ich einfach dann meine Sachen einen Platz weiter nach rechts geräumt.
Eigentlich hätte man sehen können und sollen, dass der Platz bereits belegt ist. 6 Bücher, die da quer am Tisch lagen, ein Stift, ein Akku für den Laptop sowie eine abgeschlossene Maus hätten zeigen können: "Da ist jemand, der hat nur seinen Laptop gerade mitgenommen." Und das Tollste an der ganzen Sache: Er hat nur ein paar Sachen aus einem Buch abgeschrieben. Abgeschrieben - wohl gemerkt! Und zwar eine Seite. Das hätte man für 5 Cent auch draußen am Kopierer innerhalb von 10 Sekunden kopieren können, wenn die gerade frei sind. Also nicht nur dreist, sondern auch ineffektiv - die studentische Generation von morgen.
Saturday, February 2. 2008
Diesmal habe ich keinen Ärger mit irgendeiner Lotto-Mafia gehabt, sondern mit meiner Krankenkasse: Die wollten von mir nämlich meine Studien-Bescheinigung von diesem Semester. Eigentlich schon merkwürdig, dass die die überhaupt noch brauchen, denn ich bezahle sowieso schon höhere Beiträge, weil ich das 28. Lebensjahr vollendet habe und immer noch Student bin - wozu brauchen die dann noch meine Studien-Bescheinigung? Ich bekomme sowieso keine Studenten-Vergünstigungen mehr.
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Wednesday, January 16. 2008
Heute war ich mal wieder seit längerer Zeit in unserer Instituts-Bibliothek, um für meinen Artikel im Amerika-Band noch ein paar letzte Sachen nachzuschlage und: Sie ist umgebaut! Ganz grässlich! Man will ganz normal durch den normalen Eingang reingehen und ... dann geht es nicht! Denn die ganzen Bibliotheken im Philosophicum wurden nun zusammen gesteckt mit einem Haupt-Eingang - den man aber auch erst einmal finden muss. Denn an den ganzen Türen, die man vorher passieren konnte, hingen zwar nun Zettel, dass man hier nicht mehr durch könne und den Haupt-Eingang benutzen sollte, aber wo der ist? Fehl-Anzeige - stand nirgendwo.
Das war im Prinzip nicht so schwer zu finden, aber trotzdem nervig und ein deutliches Zeichen davon, dass irgendjemand sich da ganz schön viele Gedanken um Nichts gemacht hatte. Sowieso ist das alles nun reichlich verwirrend und erschreckend schlecht ausgeschildert drinnen. Außerdem kann man nun Jacken und Taschen mit in die Bibliothek reinnehmen; und das obwohl andernorts pingelig darauf geachtet wird, dass man Jacken und Taschen woanders deponiert. Aber im Philosophicum hat man das wohl nicht mehr nötig und zu viel Geld.
Richtig spannend ist auch eine neue Durchsage-Anlage. Keine Ahnung, ob da auch wirklich wichtige Sachen durchgesagt werden, aber einmal hörte ich jemanden sagen: "5-4-3-2-1." - Meins? Das kam innerhalb von einer viertel Stunde zwei Mal und dann nicht mehr wieder. Und innerhalb von einer halben Stunde kam "Rock DJ" von Robbie Williams für 10 Sekunden über die Lautsprecher. Sauber ... so eine Bibliotheks-Atmosphäre braucht man. Fühlt man sich auch gar nicht mehr gestört. Was für ein Glück bin ich kein Student mehr...
Monday, December 31. 2007
Die letzten Sylvester habe ich damit verbracht, keine Vorsätze für das nächste Jahr zu haben. Was das Ergebnis ist, wissen viele sicherlich: Ein gemütliches und ein wenig zu langes Studium, das aber dennoch endlich zu Ende ist. Und im Zuge des Umkrempelns meiner bisherigen Trägheit, will ich jetzt für mich die Tradition der "guten Vorsätze zum neuen Jahr" wieder einführen, wie Marc es auch schon vorgemacht hat. Welche guten Vorsätze habe ich? Ich dachte mir, ich probiere es mal mit 10 Vorsätzen:
1. Meine Mails wieder regelmäßig beantworten
Wer mich kennt und mir schon einmal geschrieben hat, der weiß, dass ich leider sehr spärlich antworte. Wenn ich antworte, dann antworte ich meist viel. Das ist aber, was mir auch häufig das Genick bricht, denn ich will dann "richtig" antworten und nichts Hinschludern. Das führt aber dazu, dass meine Antworten sich ganz schön hinziehen. Während meiner Magister-Arbeit hatte ich dann da wieder einigermaßen meinen Hintern hoch bekommen und regelmäßig Mails beantwortet, doch während meiner mündlichen Prüfungen ging das wieder unter und seither habe ich es schleifen lassen. Schluss damit! Ab nächstem Jahr werden hier wieder neue Saiten aufgezogen!
2. Einen Comic schreiben
Bei City of Heroes habe ich einen Charakter gebastelt, der mir vom Konzept her so ungeheuer gut gefällt, dass mir schon seit längerer Zeit die Idee für ein paar kürzere und auch ein paar längere Comics damit einfallen. Witzigerweise war das vom Konzept her ein Charakter, wie ich mir immer dachte, dass ich sowas nicht mag: Technik-Hintergrund, Sturmgewehr/Mechanismen. Dennoch habe ich den Charakter mittlerweile ungeheuer lieb gewonnen: Meine kleine Gadgette. Ich habe keine Ahnung, wie man einen Comic zeichnet, aber seitdem ich in dem CoH-Fanzine einen wirklich guten Comic gesehen habe, spukt mir diese fixe Idee im Kopf herum. Das werde ich im nächsten Jahr auch machen - oder sowas ähnliches zumindest.
3. Einen Artikel für die Cthuloide Welten schreiben
Ich wollte dieses Jahr eigentlich noch einen Artikel für die CW schreiben. Zwar habe ich mit dem Artikel über Frank Belknap Long einen Artikel geschrieben, auf den ich auch schon recht stolz bin, aber eigentlich wollte ich noch mehr machen. Das ließ dann aber mein Abschluss und noch so ein paar Kleinigkeiten nicht zu. Auch hier will ich zum nächsten Jahr meinen Hintern besser hoch bekommen. Denn immerhin habe ich mit der CW meinen Einstieg bei Pegasus gefunden und bin da auch stolz darauf; das will ich nicht schleifen lassen, zumal ich da durchaus auch einiges an Qualität beisteuern kann.
4. Ein Cthulhu-Abenteuer für Cthulhu-Now schreiben
Ähnliches auch hier: Ich habe mittlerweile 3 fixe Ideen zu Cthulhu-Now-Szenarien, die alle schon wieder sehr schwammig in meiner Erinnerung geworden sind, so dass es eine ziemliche Arbeit wird, das wieder aus dem grauen Stübchen der Erinnerung hervor zu kramen. Aber mindestens eine davon will ich im nächsten Jahr ausarbeiten und dann einmal schauen, was damit passiert. Vielleicht nur für meinen eigenen Gebrauch, vielleicht auch mehr. Da will ich mir die Ziele nicht zu hoch setzen.
5. Ein LARP wieder besuchen
Lange habe ich nicht mehr geLARPt, doch das kommende Jahr will ich wieder einen LARP-Con besuchen. Ich habe keine Ahnung mehr, wie die derzeitige LARP-Landschaft aussieht, aber ich habe mächtig Lust wieder, auf einen LARP zu gehen. Mit was für einem Charakter? Auf was für einen Con? Ich weiß es nicht. Ich spiele sogar mit dem Gedanken, meinen Kender Fineas Federfuß vielleicht wieder auszupacken - ein wenig älter geworden und gesetzter. Vielleicht könnte also ein "erwachsener Kender" auch mal ganz spaßig, spannend und vor allen Dingen interessant werden. Aber dann gibt es auch noch meinen Hofnarren bei den Oschenheimern, den ich gerne wieder auspacken würde. Oder meinen Tyr-Priester/Richter ... oder meinen Ceriden-Priester Laurentius. Was es davon werden wird oder ob vielleicht sogar mehrere, das werde ich nächstes Jahr schauen. Mindestens eines davon wird es auf jeden Fall werden.
6. Meinen Geburtstag feiern
Ich bin ein Geburtstags-Muffel; schon seit längerem. Ich glaube, seit meinem 16. Geburtstag. Auch damit will ich nächstes Jahr aufräumen. Wie ich meinen Geburtstag feiern werde? Ich weiß es noch nicht. Aber ich will ihn nächstes Jahr nicht ganz so muffelig wie die letzten Jahre durch schlichtes Ignorieren verbringen.
7. Zur Ehemaligen-Feier meiner Schule gehen
Die letzten Male hatte ich nie wirklich Lust, auf die Ehemaligen-Feier meiner alten Schule zu gehen. Dieses Jahr steht mein 10-jähriges Abi-Jubliäum an, aber da das sicherlich niemand organisieren wird, wenn ich das nicht in die Hand nehme, und ich auf das Organisieren keinen Bock habe, werde ich ganz simpel zur Ehemaligen-Feier gehen. Vielleicht starte ich dann aber vorher doch noch einmal einen Rundruf oder so und mache wenigstens eine "kleine Organisation", damit es doch ein "fast 10-jähriges Abi-Jubiläum" ist; nur eben nicht mit allen, denn allen Adressen hinterher zu rennen, habe ich echt keine Lust.
8. 5 kg weniger wiegen
Dieses Jahr habe ich einen guten Ansatz gemacht, indem ich regelmäßig während meiner Magister-Arbeit gejoggt bin, doch auch hier habe ich es dann wieder zu meinen mündlichen Prüfungen hin schleifen lassen. Daher will ich dieses Programm jetzt zum Neujahr in alter Frische neu aufnehmen. Zuerst hatte ich hier 10 kg stehen, aber ich denke, man sollte sich nicht übernehmen. 5kg sollte machbar und auch keine Hetze sein. Ich sehe ja dann einfach, wie sich das so entwickelt nach einem Jahr.
9. Eine Arbeit finden
Viel hierum sagen muss ich sicherlich nicht: Dieses Jahr habe ich meinen Abschluss endlich gemacht und ab dem nächsten Semester werde ich dann auch ganz offiziell kein Student mehr sein - also Februar oder März, ich weiß es nicht genau. Mein wichtigster Vorsatz dieses Jahr ist also, dass ich dieses Jahr nicht vertrödeln will, sondern das nun folgende Jahr eine Stelle gefunden haben will. Wo, was und wie? Das werde ich sehen.
Und: 10. Ein geheimer Vorsatz
Hier werde ich natürlich nichts dazu sagen, aber einen kleinen, geheimen Vorsatz habe ich auch natürlich. Was das genau ist, werde ich dann aber vermutlich erst zu gegebener Zeit genauer beschreiben - wenn die Sterne richtig stehen.
Soweit meine 10 Vorsätze für das nächste Jahr. Ich hoffe, ich habe mich mit denen nicht übernommen und hoffe, dass es nicht zu viele Vorsätze sind. Wenn es zu viele Vorsätze sind, werde ich nächstes Jahr ein wenig weniger machen. Wenn es aber alles gut geklappt hat, dann werde ich diesen Brauch beibehalten. Es gibt zwar noch jede Menge anderer Sachen, die ich eigentlich vor habe, aber man soll sich nicht übernehmen und 10 Vorsätze sind schon ... jede Menge Holz; da ... muss ... eine alte Frau lange für stricken und ich bin schließlich nicht Jesus und mir wächst kein Gras aus den Ohren.
Aber ich bin guter Dinge, dass ich beispielsweise meine Buffy-Runde im nächsten Jahr trotzdem wieder aufgreifen werde, oder endlich die Harry Potter-Bände zu lesen und auch mittlerweise His Dark Materials, den Felix, den Frank und den Tobi in ihrer neuen Wohnung jeweils besuchen (also einmal Halle, dann Tübingen und einmal ... irgendwo im Norden) und überhaupt, obwohl ich das hier nicht bei den Vorsätzen erwähnt habe. Da sind die anderen Vorsätze wichtiger, um sie einfach genannt zu haben, damit man gar nicht mehr drumherum kommt, sie zu erfüllen - aber dazu hat Marc ja auch schon was geschrieben.
Ich wünsche euch allen ein frohes Neues und ... ja, diesen Artikel habe ich natürlich nicht um 23.59 Uhr gerade geschrieben, denn ich bin vermutlich gerade im Wohnzimmer mit Marc und meiner Freundin und wir stoßen sicherlich gerade an - bzw. in einer Minute. Aber ich fand diese Uhrzeit eine gute Uhrzeit, um meine Vorsätze in meinem Blog auftauchen zu lassen.
Dive into Shine!
Sunday, December 23. 2007
Irgendwie scheint Weihnachts-Zeit für mich die "Geständnis"-Zeit zu sein, denn vor kurzem habe ich mich als Yui-Horie-Fan geoutet und irgendwie kam mir heute die Idee, mich als Dawson's Creek-Fan zu outen. Ja, wirklich. Ich habe allerdings noch nicht alle Staffeln gesehen und vermutlich kam mir diese Idee auch nur, weil ich derzeit die letzte Staffel von Dawson's Creek schaue. Das ist einfach ganz praktisch, wenn ich hier unten im Schwabenland bin und daran habe ich mich irgendwie gewöhnt, dass wenn meine Freundin hier an den Laptop will, ich nebenbei dann eben immer mal wieder 1-2 Folgen Dawson's Creek schauen kann - was den netten Neben-Effekt hat, dass meine Freundin automatisch immer mal wieder ein paar Folgen mitschaut, denn dazu bekomme ich sie sonst nie. Ja, ja, verkehrte Welt: Der Mann liebt Dawson's Creek, will seine Freundin immer wieder dazu bringen, aber die lässt sich selten dazu überreden.
Continue reading "I don't wanna wait"
Thursday, November 29. 2007
Verstopfung nun auch im Supermarkt; und zwar direkt nach der Kasse. Allerdings in der "ich stehe im Weg herum"-Form und nicht, wie manch anderer vielleicht denken würde. Was denken sich manche Leute eigentlich, direkt nach dem Bezahlen nur 2 Schritte weiter zu gehen und dann zu tratschen und den Weg zu blockieren? Vermutlich gar nichts und das ist das Problem. Ist ja nicht so, dass andere Leute nicht ihre Sachen da einpacken wollen oder auch mal entlang wollen.
Das Phänomen habe ich auch schon zu häufig auf der Uni erlebt: Seminar zu Ende, man geht raus und die Leute, die vor einem rausgegangen sind, bleiben dann direkt stehen, sobald sie einen Schritt aus dem Raum sind. Fast als ob man selbst nun draußen ist und der Rest einen nicht schert. Dadurch gab es dann immer ganz nervige Verstopfungen im Türrahmen. Die Leute, die zum nächsten Seminar rein wollten, kamen nicht rein, die, die raus wollten, nicht raus - tolle Sache.
Ist es wirklich zu viel verlangt, da einen Schritt weiter zu denken im wahrsten Sinne des Wortes? Offensichtlich. Mir wird es jedoch auf ewig ein Rätsel bleiben. Bei diesen Sachen wird einem die Tragweite der Erfindung des Subjektes in der Renaissance bewusst. Ich glaube, das war dann damals auch die Geburt der Egozentrik. Die Neben-Produkte von großen Erfindungen waren aber schon immer die Penetrantesten, Gefährlichsten und auch Nervigsten, wie man hier einmal wieder sieht.
Wednesday, November 28. 2007
Der Marc hat Geburtstag! Ich hatte zwar überlegt, ob ich ihm nicht in der "Team Nuklear"-Shoutbox gratulieren soll, aber da wäre die Gefahr gewesen, dass es zu schnell weiter scrollt und in seinem Blog wollte ich dann nicht unpassenderweise und vollkommen unthematisch einfach einen Beitrag damit belästigen. Was wäre da also besser, als mir meinen Quoten-Beitrag für heute ganz einfach hierdurch zu holen? Das Nützliche mit dem Nötigen verbinden - oder so ähnlich.
Der Marc hat Geburtstag! Alles Gute zum Geburtstag, Marc! Und wer hier aufmerksam mitliest, der weiß an Hand meiner mehrfachen Verweise auf den guten Herrn Beckhaus, dass man mit kaum jemandem so angenehm ins Kino gehen kann, dass man mit kaum jemandem so nette Video-Abende machen kann oder auch sich online die Zeit um die Ohren schlagen kann. Aber nicht nur das, immerhin kenne ich den guten Marc jetzt sicherlich auch schon bald 15 Jahre - wie die Zeit vergeht! Altes Urgestein der Müllerschen Rollenspiel-Runde! Mit-LARPer und Mit-Drsrm-leser (denn immerhin hat mich der Marc zur drsrm gebracht)! Oschenheimer der fast ersten Stunde! Lexikon der Namen, der Pop-Kultur, der Comics und sonstigen Wissens! Erstaunlich, was der Herr alles weiß! Und nicht zuletzt sollte man erwähnen, dass er mir nicht nur im Prinzip Anstoß dazu war (neben dem Herrn Veith), dass ich Amerikanistik usw. studiert habe, nein, er hat mir auch all zu häufig bei Hausarbeiten und jetzt auch am Ende sprachlich zur Seite gestanden! Und natürlich hat er mir auch in manch schwerer Stunde beigestanden. Danke für all das, Marc! Und wenn ich jetzt weiter nachdenken würde, würden mir da sicherlich noch viel mehr Sachen einfallen, aber diese kleine Geburtstags-Laudatio sei hiermit beendet, denn ich muss zur Arbeit.
Kurz und knapp: Alles Gute, Marc!
Thursday, November 15. 2007
Es ist wieder so weit und dieses Mal zum letzten Mal: meine letzte Prüfung heute um 12.15 Uhr; diesmal in PoWi. Und da habe ich ein recht passendes Opening rausgesucht. Drückt mir die Daumen, es hat schon das letzte Mal ganz gut geklappt. Und sofern keine Katastrophe passiert, bin ich dann in ein paar Stunden ... frei!
Tuesday, November 6. 2007
Die Mainzer Uni wird durch einen Fluss getrennt; zumindest im symbolischen Sinne. Auf der einen Seite ist das Philosophicum - der Bereich, in dem ich mich den Großteil meines Studiums aufgehalten habe. Dort ist man meist als Geisteswissenschaftler. Dort sind die Germanisten und Anglisten, die Amerikanisten und Romanisten, die Japanologen und Sinologen, die Buchwissenschaftler und Historiker und so weiter. Natürlich findet man auch immer einmal wieder eine andere Spezies dort, aber die sieht dann häufig sehr verloren aus. Das Philosophicum ist meine Welt, da fühle ich mich zu Hause.
Doch wenn ich diesen Fluss überschreite über jene Brücke, die am ReWi (Rechts-Wissenschafts-Gebäude) und irgendeinem naturwissenschaftlichen Ding (ich glaube, Chemie oder Biologie) vorbeiführt, dann fühle ich mich, wie wenn ich in eine andere Welt trete. Nur leider musste ich das manchmal und muss es derzeit immer wieder, denn Politik-Wissenschaft ist im SB-II-Gebäude und das ist jenseits dieses Flusses aus Rewi-Gebäude und Naturwissenschafts-Ding. Diese andere Welt ist ... anders. Dort sind die Politologen und Soziologen,die Anthropologen und auch eine nicht geringe Menge an Juristen, BWLern und VWLern. Dort fühle ich mich fremd.
Was ist es, was mich so fremd fühlen lässt? Schon allein solche Nebensächlichkeiten wie das Äußere. Jenseits des Flusses da tragen viele einen Anzug, dort ist man blondiert; besonders die Frauen, aber erschreckend häufig auch die Männer. Dort ist man geschniegelt und gebügelt. Dort sieht man aus, als ob man direkt von einem Meeting kommt, hat man einen Akten-Koffer in der Hand und das Handy jederzeit griffbereit, am besten am Bat-Gürtel so positioniert, dass es auch jeder sieht. Dort wird die Zeitung (meist die FAZ) zum Schild, um sich in seine eigene Zelle zurück zu ziehen.
Doch nicht nur das Äußere lässt mich dort sich fremd fühlen, auch das Innere. In der Insituts-Bibliothek dort - jenseits des Flusses - darf man Trinken mitnehmen, aber nur Wasser. Bei "uns" in der Instituts-Bibliothek darf man auch Cola mitnehmen. Dort ist alles hell und irgendwie auch ein wenig klinisch in der Bibliothek. Bei "uns" gibt es Holz-Vertäfelungen und es ist insgesamt ein wenig dunkler, uriger. Dort hört man das Gesäusel und den erschreckenden Singsang von platin-blondierten Sirenen im Mini-Rock, während man bei uns das alt-sonore Tuscheln von höchstens Öko-Emanzen zu hören bekommt.
Wer diesen Fluss überquert, der hat meist eine Queste zu erfüllen im klassischen Sinne. Und die Epik dieser Queste beläuft sich meist auf ein Seminar in "der anderen Welt" oder wie in meinem Fall derzeit: "Die letzte Prüfung". Die Regeln, die Ordnung und die Struktur dieser anderen Welt verunsichern und entfremden einen und man fragt sich, ob man wirklich die letzten Jahre überhaupt das Fach studiert hat, wenn man sich hier so fremd fühlt. Und doch weiß man dann die Antwort: Ja, das hat man, denn das war, was einen auch schon die letzten Jahre gestört hatte. Nur dass es einem jetzt am Ende dieser Reise so überaus bewusst wird, wie unterschiedlich diese beiden Welten doch sind.
Ob man zu beiden gehören kann? Ich bezweifle es - zumindest, wenn man sich nicht selbst aufgeben will. Welche Welt die bessere ist? Darauf ist meine Antwort natürlich klar und zeigt sich auch deutlich in meinem kleinen epischen Abgesang. Bei uns gibt es auch blöde Sachen und Sachen, die ich schrecklich finde und die mich aufregen; aber selbst diese Sachen fühlen sich richtiger an auf eine bizarre Art und Weise. Fragt man jedoch jene in der anderen Welt, jenseits des Flusses, so ist die Antwort auch klar und noch viel logischer. Denn dort kann man einwandfrei und argumentativ vollkommen wissenschaftlich belegen, warum man diesseits des Flusses (also hier im Philosophicum) nur Schwafelei und Gelaber vorfindet, während man jenseits des Flusses (also bei denen im SB-II) Wissenschaftlichkeit und auch Wahrheit findet.
Da kann man nur schwer etwas entgegen halten, denn man könnte es nur im selben Diskurs machen und außerdem lässt sich der Wahrheit so schwer widersprechen, denn alles was der Wahrheit widerspricht, ist automatisch unwahr. Dieser Diskurs definiert und immunisiert sich über genau die Sachen, die er der anderen Welt vorwirft und bemerkt noch nicht einmal, dass nicht nur ein Fluss, sondern auch ein Diskurs beide Welten trennt.Ich denke, jenseits des Flusses ist die Welt zu arrogant. Dort ist die Welt selbstverliebt und unkritisch, nicht reflektiv. So waren zumindest immer meine Erfahrungen, wenn mich wieder eine Queste über den Fluss führte. Und das brachte mich auch immer wieder dazu, so schnell als möglich zurück zu kehren. Natürlich ist diesseits des Flusses auch nicht alles gold, was glänzt - manches ist auch Katzengold und manches mehr Schein als Sein. Und doch fühle ich mich hier heimischer und will eigentlich doch gar nicht dort hinüber. Doch ich muss - aber nicht mehr lange ... und dann ... nie mehr.
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Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)