Wednesday, May 28. 2008
Häufig wird am Haste kritisiert, dass es eine Mana-Schleuder ist, aber dieses Argument lässt mich immer wieder die Stirn runzeln, denn es stimmt einfach nicht. Natürlich kann man durch Haste zur absoluten Mana-Schleuder werden; wenn man denn will! Aber man kann immer noch Casts abbrechen, was man in vielen Situationen sowieso als Option haben sollte. Dass das nicht bei jedem Kampf geht, ist selbstverständlich, aber dass man mit Haste lediglich mehr Mana verbraucht und es daher unnütz ist, dem kann ich einfach nicht zustimmen. Haste lässt einem einfach mehr Möglichkeiten, flexibler zu reagieren. Man kann ganz normal wie eh und je heilen und muss sein Mana nicht rauswerfen. Aber dennoch kann man - so es die Situation erfordert - auf immense HPS-Werte kommen und in diesen speziellen Situationen ist das immer von Vorteil, denn da ist die Kacke sowieso meist am Dampfen. Das heißt: Ich kann mich innerhalb von sehr kurzer Zeit komplett leer pumpen, wenn ich denn will.
Und der "Wille" ist hier die entscheidende Komponente, sowohl im Sinne von "wollen" als auch im Sinne von "Willenskraft", denn durch ersteres verhindert man willenloses Rauspumpen, mit letzterem kommt man wieder schnell zu Mana; und man verzeihe mir die kleine Wort-Spielerei an dieser Stelle. Es liegt immer noch bei mir, wann ich mich leer pumpe und wie. Mein Charakter, mein Mana, meine Verantwortung! Da kann ich mich nicht über einen +Haste rausreden, denn ich kann jederzeit abbrechen, wenn ich will. Dazu muss ich nur aufmerksam auf den Bildschirm schauen. Und selbst wenn ich leer bin, bin ich dank hoher Willenskraft schnell wieder da und das kann auch für einen CoH-Priester nicht verkehrt sein. Ich bin da nämlich immer wieder überrascht, warum diese hohe Ausdauerfähigkeit nur dem Wk-Priester zugesprochen werden soll und nicht auch dem CoH-Priester. Vermutlich, weil der Wk-Priester eben den Wk-Buff hat.
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Friday, May 23. 2008
Seit einiger Zeit wollte ich ein paar Gedanken zu dem "Gem"-Post von Sleth und darüber hinaus beisteuern, aber, alas!, die Zeit:
Prinzipiell kann ich Sleth da zustimmen, besonders in dem Punkt, dass es nicht "die" eine spezielle Gemmung gibt, genauso wenig, wie es "die" eine Skillung gibt. Wobei gerade beim Priester ist das immer so eine Sache. Ich bin ein großer Feind von "der" ultimativen und einzigen Skillung, die es bei allen Klassen irgendwie geben soll, wenn man ein paar selbst erkorene Ober-Rul0r fragt. Was für mich bei einer Skillung wichtig ist und auch dann eben bei der Gemmung wichtig wird: Ein roter Faden - der sollte zu erkennen sein.
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Friday, April 25. 2008
Wir hatten die letzten zwei Wochen immer einmal wieder einen Parkett-Leger hier, da unser Parkett sich wegen Wasserschaden ein wenig angehoben hat. Und ich bin nun froh, dass das mittlerweile vorbei ist, denn ich war danach immer so immens schlecht gelaunt. wieso? Das war ein älterer Mann, vermutlich schon Rentner, der das eben immer mal wieder wohl macht, um seine Rente aufzubessern. Und der jammerte und jammerte und jammerte. Bitte nicht falsch verstehen, denn ich jammere schließlich auch gerne; nicht umsonst ist "rant" in meiner tag-Wolke recht groß. Aber das war ... anders.
Das war so die Sorte von Mensch, die einem die Welt erklärt - so erklärt, wie sie ist und kein Stückchen anders. Und mit solchen Menschen habe ich sowieso tierisch Probleme. Das war ein Mensch, der ständig auf den Staat schimpft, auf die Zukunft, auf das, was gerade passiert, auf das was gestern passiert ist und das, was passieren wird. Das war ein Mensch, der über alles wirklich nur meckern konnte und in keinem irgendwie was Positives sehen. Das fällt einem vielleicht schwer im Lebens-Abend, aber ich hoffe, dass es mir nicht so geht, denn dann kann man sich doch gleich erschießen anstatt den jungen Leuten dann auch noch den Spaß am Leben zu nehmen.
Beispielsweise berichtete er von seiner Enkelin, dass die mit der Schule fertig geworden wäre und dann Tier-Ärztin lernen wollte - oder Assistentin eines Tier-Arzt oder wie auch immer. Und er regte sich darüber auf, wie sie so einen Beruf wählen kann, denn das bringe ja nichts! Tiere sind die ersten Sachen, die man weg gibt, wenn es einem schlechter ginge und daher wäre der Tier-Arzt-Beruf keine Zukunfts-Investition, davon könne man ja nicht leben! Sie sollte lieber was Richtiges lernen. So wie er? Zimmermann? Wo er mir dann keine paar Tage später dann vorjammerte, wie die ganzen Zimmermann-Betriebe hier in Ginsheim kaputt gegangen sind und es von anfangs 3 hier in Ginsheim keinen einzigen mehr gibt? Seine Wahrheit schwankte da stets einfach mit seiner Grund-Intention: Meckern. Alles war scheiße, alles war Mist, man musste es nur aus dem "richtigen" Blickwinkel sehen - und darum bemühte er sich und er bemühte sich auch redlich, mich auf diesen Standpunkt auch zu stellen.
Nun könnte man natürlich ganz einfach sagen: "Stell dich nicht so an, ignoriere es." Würde ich gerne, kann ich aber schwer, wie sicherlich viele wissen, die mich kennen. Irgendwann habe ich es dann einfach wirklich probiert, zu dem ganzen Schwachsinn von ihm einfach zu nicken und meine Ohren auf Durchzug zu stellen; dennoch fiel es mir ungeheuer schwer. Denn ich habe einfach ein Problem mit solchen Leuten, die die Welt erklären. Nicht, weil das stimmt, was die erzählen oder weil ich zu leichtgläubig bin. Ich glaube, das Problem ist komplexer.
Ich nehme erst einmal alle Leute ernst und damit auch das, was sie sagen. Wahrheit ist für mich nicht fix, Wahrheit ist fließend. Es gibt nicht eine Wahrheit, es gibt Wahrheiten - stets im post-strukturalistischen Plural. Daher gehen mir solche Leute gegen den Strich, die nur eine Wahrheit sehen. Aber wieso stört es mich dann, wenn es sowieso für mich nicht eine Wahrheit gibt, sondern viele? Ich könnte das doch dann aber einfach als eine jener Wahrheiten sehen und gut ist. Leider geht das nicht so einfach, denn die Grundhaltung hinter dieser einen Wahrheit widersetzt sich diesem Gedanken. Diese eine Wahrheit lässt sich bei solchen Menschen so ungeheuer schwer in die Pluralität an Wahrheiten assimilieren. Widerstand ist zwecklos? Hier leider nicht, denn diese Wahrheit widersteht.
Das liegt noch nicht einmal so sehr an den guten Argumenten, an den tollen Beispielen - denn beides ist meist eher mäßig. Das liegt eigentlich fast immer nur an dem Selbstbewusstsein und dem Ego des Menschen mit Horizont-Beschränkung dahinter. Das ist, wie einen störrischen Esel bewegen zu wollen, das ist, wie mit einer Parkuhr zu reden - und manchmal kostet es Geld, sowohl im übertragenen Sinne wie auch im wörtlichen. Dadurch, dass dieser eine Mensch so felsenfest an seine Wahrheit glaubt, noch nicht einmal bereit ist, irgendwie über eine andere Wahrheit nachzudenken, sie auch in Betracht zu ziehen, mit einem Selbstbewusstsein, das einem Don Quixote gleicht, macht es mir Agnostiker, mit pluralistischem Post-Strukturalisten ohne dieses Selbstbewusstsein schwer, am eigenen Weltbild festzuhalten. Es ist ein wenig wie das Aufeinandertreffen von Papier und Schere im Schnick-Schnack-Schnuck - das Eine sticht das Andere, aber das Andere hat keine Möglichkeit zurück zu stechen.
Das Problem wird sogar noch größer, je mehr Leute daran glauben und gerade bei Stammtisch-Wahrheiten vermehren sich die Gläubigen und Jünger wie die Hasen im Frühling. Je mehr Leute an eine Wahrheit glauben, desto wahrer wird sie. Keineswegs darüber, wie wahr sie nun ist, sondern nur über diese Anhänger. Das ist kein neuer Gedanke, den findet man schon allein in der Pop-Kultur an mehreren Stellen, sei dies im AD&D-Planescape-Universum oder bei Pratchett. Und je toleranter man eigentlich mit den Wahrheiten anderer ist, je offener und freier man das Denken lässt, desto schwerer hat es die eigene Wahrheit und mit der eigenen Wahrheit auch man selbst. Denn es ist stets so, dass jene die felsenfest an etwas glauben, und sei dies noch so falsch!, immer mehr Anhänger haben, als jene Skeptiker, die auch sich selbst hinterfragen. So sind die Wahrheiten, so ist das Leben, so ist das Universum. Aber wie kann man diese Ansicht schon vertreten, wenn man dies niemandem dogmatisch aufdrückt? Schon allein dadurch wird es unwahrer und das eigene Problem wächst.
Und das ist auch der Grund, warum ich solch ein Problem mit solchen nörgelnden Stammtisch-Alten habe; aber nicht nur mit denen, denn es gibt schließlich auch genug junge Leute mit einem Ego, das durch kein Scheunen-Tor passt. Gerade in den Naturwissenschaften ist sowas gerne vertreten. Klar, auch bei uns in den Geisteswissenschaften, aber dennoch scheint es mir in den Naturwissenschaften häufiger - wobei es gerade dort nicht falscher sein könnte. Interessanterweise setzen sich die wenigsten Naturiwissenschaftler mit solchen grundlegenden Sachen wie Meta-Wissenschaft auseinander, Aussagen-Logik, Empirie-Kritik, Induktions-Problem und dergleichen. Aber dennoch behaupten sie dann immer wieder gerne, sie hätten sich damit auseinander gesetzt. Doch wenn man einmal nachhakt, ob sie sich denn überhaupt dem Problem von induktiven Schlüssen bewusst sind, schauen sie einen nur verständnislos an - selbst wenn man ihnen sagt, was man mit Induktion meint. Und selbst dann verwenden sie noch gerne induktive Schlüsse und tun so, als ob sie dadurch schon etwas bewiesen hätten. Und lassen hierbei dann einmal wieder außer acht, dass es generell ein Problem mit dem Erkennen von äußeren Dingen gibt beim Menschen. Aber das hat David Hume alles schon viel besser beschrieben als ich - doch den kennen sie auch alle nicht. Und dennoch wissen sie, wie die Welt funktioniert. Doch wie kann man eine Welt erkunden, wenn man nie hinterfragt? Wer die Welt und auch sich selbst nicht hinterfragt, wird nie die Welt erkunden können und sie stets nur erschaffen.
Tuesday, December 25. 2007
Der Holger hat ein neues Spielzeug: Ein NintendoDS! Uiiii! Erblasst nun vor Neid, ihr schweigenden Massen! Da habe ich schon häufiger im Media-Markt davor gestanden und gestern an Weihnachten hatte ich mich wirklich mal wieder wie ein kleines Kind gefühlt - und das meine ich in einem positiven Sinn. Da hat meine Freundin mit ihrem Weihnachts-Geschenk genau ins Schwarze getroffen. Und das, obwohl ihr Arbeits-Kollege sich noch darüber lustig gemacht hatte, als sie ihm sagte, was sie für mich hätte und er lachte: "Das schenkt man doch nur einem Kind." Na gut, dann bin ich eben ein Kind; ein großes, kleines Kind. Aber mich freut es. Streng genommen zeigt es nur, wie wenig Ahnung ihr Kollege hat, denn ein NintendoDS ist nicht nur etwas für Kinder. Aber auch ein NintendoDS fällt wohl in die Reihe Dawson's Creek, Buff, Cutie Honey usw. Gerne unterschätzt, "das ist ja nur Schund" oder "nur was für Kinder" oder schlicht "Mist".
Als der Marc letztens bei uns war und sein NintendoDS gezeigt hat, hatte ich ja schon ganz neidische Augen und ich tippe mal, dass meine Freundin an diesem Blick das abgelesen hat. Und ich bin wirklich beruhigt, dass sie sich von ihrem dämlichen Kollegen da nicht hat verunsichern lassen. Ich hätte zwar tatsächlich irgendwie gerne ein rosa NintendoDS gehabt, aber das gab es im Media-Markt nicht und sie meinte zwar, dass ich das dann auch umtauschen könnte von der Farbe her, aber ich war doch recht unentschlossen, ob ich wirklich ein rosa NintendoDS will - auch wenn das sicherlich witzig wäre. Aber dann extra noch länger warten bis es mal wieder eine neue Lieferung gibt? Nein, da habe ich mich dann doch dagegen entschieden und schon einmal das schwarze NintendoDS eingeweiht.
Und als Spiel dazu hat sie auch "Pokémon Ranger" geholt - zwar kein klassisches Pokémon, aber ... Pokémon! Yay! Ich mag Pokémon. Ja, ja, ich weiß, auch was für Kinder. Aber ich finde Pokémon toll. Ich habe mit großer Begeisterung damals die erste Staffel im Fernsehen geschaut und es leider dann ein wenig aus den Augen verloren. Auch war ich mit meinem Bruder (9 Jahre älter) damals im ersten Pokémon-Film, der auch wirklich nett war; und wir haben den Alters-Schnitt um sicherlich 14 Jahre angehoben dadurch. Aber: "Pokémon Ranger" ... toll! Jetzt muss ich mich dann nur noch mit Marc absprechen wegen dem anderen Pokémon, damit man nicht die gleiche Edition hat und dann kann man auch tauschen. Also: Nicht mit dem "Pokémon Ranger", denn das ist ja kein normales Pokémon-Spiel, sondern dann die normalen.
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Sunday, December 16. 2007
Gedanken-Fragment: Die heutige Forums-Landschaft ist ganz schön von Flamern beherrscht. Die ganze Forums-Landschaft? Nein, sicherlich nicht. Kleine, einzelne Foren halten da vermutlich noch tapfer dagegen. Aber es ist ein übliches Gejammere der Älteren von uns, dass es damals im Usenet ja sowieso alles besser war. Aber wieso? Darüber zerbrechen sich gerade diese Älteren immer gerne den Kopf. Manchmal wird die hierarchischere Struktur von Web-Foren angeprangert, manchmal die Posting-Zählerei unter dem Nick, manchmal die Avatare und Klicki-Bunti-Bildchen, manchmal auch der Einzug der anti-intellektuellen Mehrheit, manch einer könnte sogar das vermehrte Aufkommen von Nicht-Informatikern/Computer-Leuten als Grund sehen. Aber woran liegt es? Das wird man wohl schwer klären können.
Würde Usenet der heutigen Online-Kultur überhaupt gut tun? Was würde passieren, wenn man einfach alle Foren durch ein großes Usenet ersetzen würde? Würden die unausgesprochenen und häufig sehr informellen „Regeln“ des Usenets wieder die Online-Kultur erziehen? Immerhin wurde man damals sehr schnell geplonkt, wenn man sich bescheuert verhielt. Hat man (unkonstruktiv) geflamed, dann hat man schnell ein sogenanntes Plonk kassiert, was bedeutete, dass man im Kill-File desjenigen landetete – natürlich als Antwort-Posting vermerkt. Wurde der Plonk von einem Regular gesetzt, dann folgten im Normalfall der Großteil der anderen Regulars in einer kleinen Plonk-Orgie, so dass der unglückliche Flamer in fast allen Kill-Files der Regulars war und somit nur noch ein einsames Rufen in die leere Stille der Online-Welt stieß, aber keine Antwort mehr bekam; oder nur sehr vereinzelt.
In gewisser Weise musste man sich damals einfach anpassen an die damalige Usenet-Gesellschaft. Das war eine zugegebenermaßen teilweise sehr harte Sozialisation. War man nicht konform, wurde man nach de.soc.umgangsformen.netzkultur umgeleitet und dort durch eine Mischung aus Flames und Belehrungen versucht, auf den Pfad der Online-Tugend zurückzuführen. Manchmal klappte es, manchmal (viel häufiger) klappte es nicht. Man musste sich also anpassen und das, obwohl die Usenet-Landschaft ja gerne als ein Parade-Beispiel für funktionierende Anarchie gepriesen wird. Ja, und irgendwie hatte sie auch was davon und war auch dem DKWDDK aus dem LARP nicht unähnlich. Aber auch dort (in beidem) gab und gibt es Regeln, häufig eher informellerer Art, die aber dennoch schon so zementiert waren, dass man von „Regeln“ sprechen kann, auch wenn man von „Empfehlungen“ sprach.
Der Unterschied zu heute ist wohl einfach, dass man sich damals an eine Online-Kultur anpassen musste, die grundsätzlich eher a) gebildet, b) familiär, c) nicht flamend, war. Zugegeben, über Punkt c könnte man streiten, aber ich denke schon, dass der grundsätzliche Tenor ein eher nicht flamender war. Natürlich gab es auch immer einmal wieder Flames, aber irgendwie waren sie anders als heute. Worin waren sie anders? Ich glaube, das wäre vielleicht ein spannendes Thema für einen anderen Blog-Eintrag, denn da müsste ich erst einmal weiter nachgrübeln. Vielleicht hat aber jemand von euch da ein paar Ideen dazu. Zurück zum Thema: Die Online-Kultur war also diese ganzen Punkte nach meiner Behauptung – a, b, c. Man passte sich also daran an.
Heutzutage muss man sich auch anpassen an die derzeitige Online-Kultur oder man hat es schwer; was ich auch immer wieder merke. Denn mir persönlich gehen Flames doch schon irgendwie nahe. Und das, obwohl ich das Usenet durchstanden habe, das angeblich immer so hart war. Aber so habe ich es nicht in Erinnerung. Oder bin ich über die Jahre hinweg einfach zart besaiteter geworden? Das kann natürlich auch sein, auch wenn ich es nicht glaube. Aber die heutige Online-Kultur ist grundsätzlich eher a) anonymisiert, b) profilierend, c) flamend. Das anonymisierte mag ein wenig wie der wahr gewordene Alptraum der damaligen Debatte um „Realnamen vs. Pseudonyme“ im Usenet aussehen und vielleicht ist da auch was Wahres dran. Der Knackpunkt ist aber das flamende. Denn heute muss man sich an eine Online-Kultur des Flamens sozialisieren. Andere Möglichkeiten hat man nicht wirklich, denn die Online-Kultur wird man schwerlich ändern können. Und somit entsteht der Teufelskreis der unangenehmen, heutigen Online-Kultur, die wir in den ganzen Web-Foren sehen.
Woher das kommt? Keine Ahnung. Ob einer der Punkte von a, b und c die Ursache für die anderen Punkte sind? Keine Ahnung; Wechselbeziehungen bestehen da sicherlich, aber was nun von was abhängig ist, keine Ahnung.
Wednesday, December 5. 2007
Ganz groß aus dem RTL-Nachtjournal eben: "Er [der Lehrer] erklärt den Stoff der hohen Physik so einleuchtend, dass selbst die Mädels an seinen Lippen hängen und ihn verstehen." (oder so ähnlich - aus dem Gedächtnis frei zitiert) Ohne Worte ... oder fast, denn da kann ich irgendwie nicht still sein. Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit solche Sachen noch behauptet werden. Wenn Frauen keine gleichen Gehälter bekommen, dann wird aufgeschrien; aber wenn solche Sachen behauptet werden, dann wird lediglich abgenickt. Dabei sind gerade diese Gedanken doch der Grund für solche Phänomene wie ungleiche Gehälter oder ähnlich ungleiche Behandlung. Gerade diese Behauptungen, diese Gedanken sind das Problem - nicht Gehälter oder Einstellungen. Das sind nur die Symptome. Klar, die sind auch schlimm, aber nunmal nur die Symptome. Das erinnert mich so sehr an eine Kalkofes Mattscheibe oder das hier.
"Dass selbst die Mädels..." - wenn ich mir dann anschaue, dass ein Unwerk wie Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können zeitgleich in die Kinos kommt und solche Sachen behauptet werden, dann denke ich mir, dass Emanzipation immer wieder herbeibeschworen, aber noch lange nicht kapiert wird. Jeder wird sagen: "Ja, Emanzipation ist toll." Aber was das nun wirklich bedeutet, das verstehen die wenigsten. Das klingt immerhin toll: "Ich finde Emanzipation gut." Das reiht sich dann in die große Reihe der unglaubwürdigen und falschen Phrasen ein, wie beispielsweise: "Das Äußere zählt nicht, es kommt auf den Charakter an."
Ach, und übrigens: Schon einmal aufgefallen? "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können"? Na? "Nicht" im Gegensatz zu dem "schlecht". Männer können also generell nicht zuhören, aber Frauen können nicht "nicht einparken", sondern nur "schlecht einparken". Im Englischen ist es übrigens: "Why Men Don't Listen & Women Can't Read Maps" - auch schon schlimm, aber wenigstens nicht ganz so gruselig, wie das Deutsche. Das macht es aber nicht wirklich besser. Bohnen, Will! Bohnen!
Monday, December 3. 2007
Eine ständig kursierende Frage gerade unter uns Leuten, die schon länger im Internet und verwandten Sachen unterwegs sind: Woher kommt der Niedergang der Diskussionskultur? Oder auch vielleicht insgesamt der "Internetkultur"? Wobei man auch fragen könnte, ob dieser Niedergang überhaupt passiert oder ob das nur ein "damals"-Phänomen ist, eines jener Phänomene, in denen jede Generation der nachfolgenden Moral- und Sittenverfall nachsagt.
Mir kam recht spontan eine kleine Idee: Sicherlich erinnern sich die Usenet-Benutzer noch an Usenet-Laws. Und dann fiel mir auf, dass es sowas im Prinzip nicht mehr gibt. Zwar gibt es auch für die Foren-Kultur ein paar solcher selbstironischer Sachen wie diese hier (wobei ich auch hierbei das Gefühl habe, das doch aus dem Usenet noch zu kennen, auch wenn es auf Foren gemünzt wurde), aber generell glaube ich, dass es sowas einfach nicht mehr gibt. Da scheint also wirklich einfach auch ein Umschwung im Selbstverständnis der Nutzer passiert zu sein vom Usenet zu Web-Foren. Liegt also der Niedergang der Diskussions-Kultur eventuell an diesem Umschwung des Humors? Oder liegt er tatsächlich begründet in Klicki-Bunti-Bildchen, in Moderationen und hierarchischen Systemen? Oder gar daran, dass mittlerweile jeder Depp ins Internet kommt, früher aber nur sowieso komische Informatiker und artverwandte Spezies drin waren (mit der Ausnahme von solch kleinen Exoten wie mir)?
Möglicherweise liegt es wirklich am Umschwung im Humor. Wer weiß, wer weiß...zumindest hatten die Laws eine ungeheuer hohe Selbst-Reflektion, die ich mittlerweile einfach vermisse. Die gibt es irgendwie nur noch wie ein vierblättriges Klee-Blatt. Schade eigentlich. War früher also wirklich alles besser? Oder verklärt die Erinnerung? Ja, die Frage stelle ich nicht zum ersten Mal, aber zu einer Antwort bin ich halt immer noch nicht gekommen.
Sunday, December 2. 2007
Höret, ihr schweigenden Massen dieses A-Listen-Blogs! Euer Gott-Kaiser der Blogosphäre hat ein Dekret zu erlassen: Schaut euch Kamikaze Girls an! Und jetzt nochmal in ernst: Schaut euch Kamikaze Girls an! Ich habe mich schon vor längerem bei meiner Beschwerde über Fluch der Karibik 3 über die Spiegel-Online-Rezension beschwert, in der dem schändlichen Machwerk Fluch der Karibik 3 nachgesagt wurde, es sei ein postmodernes Meisterwerk. Diese Rezension und Behauptung ist nach wie vor Humbug! Wenn ihr wissen wollt, was ein postmodernes Werk ist, dann seht euch meinen Tipp an.
Ich habe Kamikaze Girls blind bei uns in der Videothek gekauft, weil der direkt von der Neuheiten-Wand in den Verkauf wanderte, denn irgendwie wollte den niemand sehen. Und was sie alle verpasst haben! Grandios! Eine softe Punk-Rockerin und ein toughes Lolita-Girl als zentrale Charaktere in dieser kleinen Charakter-Erzählung. Story gibt es nicht viel, Charakter dafür schon. Erzählerisch verspielt, philosophisch und moralisch tiefgehend und optisch äußerst augenkrebs-erregend. Ein sehr kurzweiliger Film und einmal wieder einer der Momente, in denen ich begeistert von meinen Blind-Einkauf-Überraschungs-Erfolgen bin. Mein letzter Blind-Kauf Cutie Honey ist schließlich auch eine meiner ständigen, unterschätzten (und häufig verschmähten) Empfehlungen. Hier reiht sich also ein weiterer Film ein, den ich sicherlich jedem empfehlen werde, den aber niemand sehen wird. Eine tragische Last, die ich aber wohl tragen muss.
Kamikaze Girls kann man anspruchsvoll verkaufen: Das Ende aller master-narratives wird eingeläutet. Identität ist nicht existent, sondern ein Einkauf aus verschiedenen Branchen und somit äußerst konstruiert und überaus zerbrechlich, lediglich ein Label das man trägt und auch wechseln könnte. Das, was man ist, ist eine Erzählung, ein Märchen, das man selbst erzählt und das erzählt wird. Das, was man nach außen darstellt, wird zur Identität und ist nicht immer das, was man wirklich ist. Wahrheit wird ständig selbst geschrieben und keine Erzählung ist zuverlässig: Der Tod der einzelnen Interpretation. Und diejenigen, die diesen Diskurs meistern, können den schwachen Geistern ihren Willen aufzwingen. Somit endet die Existenz in einer Selbst-Konstruktion, die man für sich selbst erst finden muss oder man wird von anderen konstruiert. Man selbst ist nicht, man selbst wird gemacht.
Oder man kann diesen prätentiösen Schmonsenz auch lassen und sagen: Der Film macht Laune. Ein wenig eigenwillig und auch ein wenig irritierend manchmal, aber gerade deswegen so interessant. Verspielt, witzig, einfühlsam und dann auch wieder nachdenklich. So richtig legt sich der Film nicht fest, was er nun ist, auch wenn ich herzhaft gelacht habe. Einfach schauen und genießen. Tiefgründig philosophieren drüber kann man aber sicherlich auch - siehe oben. Also, das nur gesagt, falls man eine Rechtfertigung unbedingt will, um den Film zu sehen; wer's braucht.
Und wo wir schon dabei sind: Fluch der Karibik 3 als postmodernes Meisterwerk? Friss Gremlins! Verspielte Pop-Kultur-Referenzen nahezu zwanzig Jahre vor FdK3 und nicht ganz so sinnlos. FdK3 entdeckt also da nichts Neues und ist da schon gar nicht krachend, denn das gab es schon und das sogar viel natürlicher, viel postmoderner. Zugegeben, Gremlins gehört dann vielleicht eher zu den frühen und daher noch eher zögerlicheren postmodernen Werken, aber: Um so ehrlicher ist er und um so eher wirkt es natürlich. Die Gremlins als Allegorie von pöbelndem Publikum im Kino, als Allegorie von versifften Sauf-Köpfen in Bars, Kate als Proto-Typ der Emo-Epidemie und der Mogwai als Allegorie für die Postmoderne, für die die Menschheit noch nicht reif ist. Das sind Sachen, die ihr euch mal durch den Kopf gehen lassen solltet! Und dann frage ich nochmal, ob FdK3 ein postmodernes Meisterwerk ist und dann werdet ihr hoffentlich mit mir ebenso herzhaft lachen.
Spiegel-Online-Rezensiön, ich mache einen großen 'aufen auf deine ründe Tafél!
Tuesday, November 27. 2007
Ich spiele ja noch nicht lange City of Heroes und auch bisher noch nicht all zu intensiv. Das hatte ich während der Endphase meiner mündlichen Prüfungen ausgepackt, um ein wenig zu entspannen und auch ein wenig als Belohnung nach meinen ersten beiden mündlichen Prüfungen. Seitdem spiele ich immer mal wieder CoH und CoV, was einfach irgendwie faszinierend ist. Zwar ist World of Warcraft für mich immer noch das MMORPG, aber CoX hat einfach so einige Features, die ungeheuer genial sind; außerdem kann ich CoX auch immer mal wieder mit dem Marc spielen und das ist schon Grund genug, das zu spielen.
Wirklich faszinierend ist schon allein die Charakter-Erschaffung, die einfach tausend Mal besser ist, als die WoW-Charakter-Erschaffung, die mich mittlerweile schon eher an den Angriff der Klon-Krieger erinnert. Die CoX-Charakter-Erschaffung ist viel variabler und beflügelt einen wirklich. Das Schöne an CoX ist gerade diese ungeheure Flexibilität beim Erschaffen der Charaktere, die wirklich die Kreativität beflügelt. Bei WoW ist das mehr oder weniger "Pflichtprogramm", denn irgendwie sehen die Charaktere dort doch schon recht ähnlich aus. Bei CoX wurde ich jedenfalls immer direkt dazu verführt, mir direkt zum Aussehen ein Konzept oder ein Konzept zum Aussehen auszudenken, was das Erschaffen natürlich um einiges verlängert hat, denn Konzepte fallen nicht von Bäumen und Konzept und Aussehen müssen schon irgendwie zusammen passen - und dann natürlich auch die Namen.
Aber das alles wollte ich eigentlich nur zur kleinen Einleitung zu CoX schreiben. Eher wollte ich darauf hinweisen, dass die CoH-Community nun ein Fanzine rausgebracht hat, das ich mir mehr spaßeshalber runtergeladen habe. Die Stories habe ich mir noch nicht durchgelesen, aber den Comic habe ich mir angeschaut, denn sowas ist natürlich immer Blickfänger und auch eingängiger zu lesen als Text - vor allen Dingen nach meinen letzten Prüfungs-Wochen, in denen ich sicherlich mir den Nil angelesen habe. Anfangs war ich bei dem Comic skeptisch, denn der ist mit Screenshots gemacht, aber ... ich bin hängen geblieben und habe weiter und weiter gelesen und meine anfängliche Skepsis ist sehr schnell verflogen. Klar, das ist nun kein Meisterwerk, aber ich habe irgendwas wirklich billiges erwartet und dann kam da doch sowas Kurzweiliges und Nett-Zu-Lesendes raus. Gerade die Sprache hat mich ungeheuer fasziniert. Das war eine wirklich gut erzählte Geschichte! Respekt!
Sowas beflügelt natürlich und irgendwie juckt es in den Fingern, auch sowas in der Richtung zu machen; natürlich dann mit den eigenen Sachen. Aber ob die Zeit dazu langt? Und dann: Lohnt sich das wirklich? Da ist es dann wieder: Das "Lohnen". Muss sich alles denn immer "lohnen"? Kann man etwas nicht einfach auch einfach einmal machen, weil es Spaß macht? Muss man dann immer gleich irgendwie damit etwas "erreichen"? Eigentlich ja nicht und das ist mir auch bewusst. Und dennoch ist es irgendwie sehr schwer, sich diese Gedanken vor Augen zu führen. Ich glaube, das alles hat bei mir nach der Schule so langsam angefangen. Man will immer mehr und mehr erreichen, immer höher und höher hinaus. Aber letzten Endes vergisst man, wofür man es eigentlich machen sollte: Für sich selbst und den Spaß. Doch der geht irgendwo verloren. Zu häufig bekommt man ja auch von seiner Umwelt gesagt: "Das lohnt sich nicht." Oder: "Mach lieber was Richtiges in der Zeit." Das ist auch, wo mein ursprünglicher Traum vom Autoren-Dasein ziemlich ins Straucheln gekommen ist, aber das Problem ist: Ohne Übung wird sowas auch nichts. Man muss üben, üben, üben, denn Sprache fällt einem nicht in den Schoß. Aber wenn man ständig von seiner Umwelt demotiviert wird, dann macht man eben erst die Sachen, die "wichtig" sind - aber nicht die, die "wirklich wichtig" sind.
Dann studiert man und hat viel zu tun, auch wenn manche Studenten einem das Gegenteil weiß machen wollen. Doch solange man ein noch funktionierendes "schlechtes Gewissen" hat, nagt das an einem und zwar bis zum Abschluss, so dass man sich auf nichts "wirklich Wichtiges" konzentrieren kann. Man hat einfach nie Ruhe, man hat immer irgendwie die Uni im Nacken sitzen. Das habe ich jetzt zum Glück nicht mehr, auch wenn ich derzeit noch genug im Nacken sitzen habe; die Kleinigkeiten, die es eben noch zu machen gilt. Aber so langsam könnte ich wirklich einmal wieder schauen, mich auch mal wieder mehr auf mich zu konzentrieren. Und es ist schließlich nicht so, als ob ich in dieser Uni-Zeit nichts erreicht hätte. Gerade auf meine Tätigkeit bei Pegasus bin ich schon recht stolz. Und wer weiß, vielleicht könnte ich auch einfach mal wieder Sachen machen, weil sie Spaß machen und ich denke, dass das den Sachen auch gut tut und dass man denen das anmerkt. Vielleicht "lohnt" es sich nicht immer, aber man muss auch die Zeit nicht immer "perfekt" ausnutzen. Es "lohnt" sich nämlich eigentlich häufig! Man muss nur die richtige Sichtweise finden. Nur wird man von den "wirklich wichtigen" Sachen häufig abgelenkt, wenn einem die Umwelt sagt, man solle sich doch lieber auf die "wichtigen" Sachen konzentrieren, um erst einmal ein Standbein zu haben. Aber was bringt einem ein Standbein, wenn es lahmt und man sich damit kaum bewegen kann?
Natürlich war ich nun auch nie jemand, der seine Zeit dann wirklich "sinnvoll" eingesetzt hat, sondern auch Sachen gemacht hat, die nicht "lohnen" - zumindest in diesem komischen Sinn. Sachen, die ich dann auch mit schlechtem Gewissen gemacht habe, weil sie Zeit gekostet haben und doch nichts gebracht, wie beispielsweise unsere NWN-PW, die Buffy-Runde, die ganzen Sachen, die ich früher im LARP gemacht habe, von DKWDDK-Theorien über LARP-ML und meine Kender-Seite bis hin zu "unserem" LARP-Land Oschenheim oder solche Sachen. Aber diese Sachen braucht man auch einfach. Das muss man sich einfach auch einmal gönnen. Das Schlimme ist nur, dass man diese Sachen dann immer mit einem schlechten Gewissen macht. Man traut sich nie, sie zu erwähnen, weil dann vielleicht jemand anders sagt "was? Dafür verbrauchst du kostbare Zeit? Du hast zu viel Zeit! Mach doch was Sinnvolles!" Und ja, da ist es dann wieder: Das "Sinnvolle" - was auch immer das ist. Sinnvoll ist dann immer was Anderes, aber sicherlich nicht das, was man selbst eigentlich als sinnvoll oder wichtig ansieht. Aber es wird einem von der Umwelt aufkonstruiert, bis man es auch selbst zu glauben anfängt. Und schon ist man im Alltags-Trott drin und vergisst sich selbst. Ich will mich aber nicht selbst vergessen. Das habe ich zu häufig schon gemacht. Vielleicht ist mein Abschluss doch ein guter Zeitpunkt, wieder mich an mich selbst zu erinnern; und das wäre nun " wirklich wichtig".
Saturday, November 24. 2007
Gestern haben wir den John verabschiedet, denn der Sack hat ein Praktikum bei der Zeit bekommen. Und verabschiedet haben wir ihn, indem wir den schon langer Zeit geplanten Western-Abend gemacht haben. Das bedeutet: Lecker Taccos machen/essen und dann Western-Klassiker schauen. Leider haben wir recht spät angefangen, weswegen wir nur zwei Western uns ansehen konnten, aber ... war trotzdem gut, auch wenn ich gerne noch einen dritten geschaut hätte.
Die beiden Western waren: Rio Bravo und The Wild Bunch. Wobei ich sagen muss, dass mir Rio Bravo um einiges besser gefallen hat. Sie waren unbestritten beide gut, aber irgendwie war Rio Bravo doch eher mein Ding und The Wild Bunch war mir wohl einfach zu dreckig. Rio Bravo hatte einen recht einfachen und geradlinigen Plot, die Charaktere waren auch recht einfach und nette Klischees, aber letzten Endes ist das nichts, was man dem Film vorwerfen sollte, da das wohl auch einfach daran liegt, dass eben genau solche Filme genau diese Klischees erst erschaffen haben. Außerdem muss es nicht immer mega-komplex und super-überraschend sein; manchmal macht es auch einfach Spaß, etwas Einfaches zu haben - und manchmal ist das sogar besser.
Es ist wie im Rollenspiel, wo ich mittlerweile auch davon überzeugt bin, dass einfache und sogar vorhersehbare Plots häufig besser sind, da sie mehr zum Charakterspiel einladen. Und bei Filmen ist es angenehm entspannend, wenn der Film jetzt auch mal nicht zu anspruchsvoll ist, schließlich will man sich auch manchmal einfach nur entspannen. Und das ist mir bei Rio Bravo unwahrscheinlich gut gelungen. The Wild Bunch war nicht ganz so geradlinig, denn der räumte dann doch mit dem John-Wayne-Western-Bild ein wenig auf oder wie es einer von den Jungs gestern sagte: "Ein Anti-Western." Vermutlich war ich für sowas gestern einfach nicht in der Stimmung, weswegen mir Rio Bravo besser gefallen hat, wofür mich die anderen ein wenig komisch ansahen, denn The Wild Bunch gilt wohl als einer der besten Western und auch besser als Rio Bravo.
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Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)