Wednesday, November 26. 2008
Gewonnen! Gewonnen! Gewonnen! Gewonnen! Eben gerade habe ich die 50000 Wörter für den NaNoWriMo durchbrochen und das einige Tage vor der Deadline. Ich bin stolz, ich bin zufrieden, vor allen Dingen, da es die letzten Tage ziemlich schleppend wurde. Leider ist mein Roman nun auf Seite 72 noch nicht fertig und das bedeutet, dass ich wohl noch bis Mitte Dezember (so meine Vermutung) daran weiter tippen muss, ehe ich dann in den Überarbeitungsdezember übergehen kann; aber da habe ich dann wieder einiges zu tun, wenn wir bei meinen Schwiegereltern im Schwabenländle sind.
 Ich bin sehr froh, dass ich mir dieses Kästchenwidget geholt habe, auf dem die Tage dann grün oder rot markiert werden, je nachdem, ob man da die Mindestzahl an Wörtern pro Tag geschrieben hat. Da ich ab dem Zeitpunkt also immer eine rote Fläche sah, wenn ich weniger als 1667 Wörter geschrieben habe, wurde ich dazu angetrieben, mich da dennoch zu überwinden und ich bin wirklich froh drum. Durch dieses Widget habe ich es auch geschafft, einen guten Vorsprung zu bekommen, da man dadurch eigentlich immer mindestens 100 Wörter mehr schreibt und das summiert sich eben pro Tag.
Die roten Kästchen an in den anfänglichen zwei Wochen rührten vor allem daher, dass ich teilweise schon an einem Tag für den nächsten vorschrieb, um da dann wieder weniger schreiben zu müssen. Da habe ich mich dann an diesem Kalender orientiert und immer diese Wortzahl für den jeweiligen Tag angepeilt. Das war auch hilfreich und gut, aber verhalf mir eben nicht zu einem Vorsprung wie das Widget. Der Kalender hatte nur dazu geführt, dass ich immer genau richtig im Schnitt lag und nicht einmal zurück fiel.
Auf der NaNoWriMo-Seite sieht der Verlauf so aus:
Kontinuierlich ging es also vorwärts und immer höher. Das kann man auch an diesem Widget sehen (via diese Seite hier):
NaNoWriMo kann ich wirklich nur jedem empfehlen, der Schwierigkeiten hat, in die Gänge zu kommen. Das Wichtigste ist: Schreibe, schreibe, schreiben und immer wieder an mein so häufig gebrachtes Zitat von Wil Wheaton denken: "Don't be afraid to suck and you're gonna suck - and that's ok." Oh, und wie mein Text gerade noch suckt! Aber auch ein schönes Zitat von Hemingway, das ich beim NaNoWriMo mitbekommen habe: "The first draft of anything is shit." Ja, dann wollen wir uns im Dezember mal daran machen, den groben Stein abzumeißeln und vielleicht eine ansehnliche Statue rauszubekommen.
NaNoWriMo - eine tolle Sache für Autoren. Es ist sozusagen das "Weight Watchers" der Autoren, denn man wird durch den Druck der Anderen mitgerissen, dadurch dass man ständig sagt, dass man dabei ist, 50000 Wörter in einem Monat zu schreiben und je mehr Leuten man das sagt, desto mehr Energie gewinnt man dadurch, denn man will sich schließlich nicht blamieren.
Ich mache nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit. Vielleicht mag der ein oder andere ja auch mitmachen. Ich werde es sicherlich rechtzeitig hier im Blog dann ankündigen. Viel Vorbereitung braucht es auch eigentlich nicht - noch nicht einmal eine Idee. Wenn ich bedenke, dass es wirklich nur eine spontane Laune war, dass ich mitgemacht habe, als Marc nach einem Kinobesuch davon erzählt hat und ich mich ein paar Tage vor der offiziellen Anmeldung da erst angemeldet hatte - gestanden hat da nichts und eigentlich wollte ich sogar lieber meinen Magical-Girl-Roman schreiben, denn davon hatte ich noch gar nichts geschrieben. Von dem Fantasy-Ding hatte ich zwar schon ein paar Seiten und wollte die nicht verwerfen, aber da einfach weiter zu schreiben, hätte sich für mich gemogelt angefühlt. Also habe ich einfach alles bisher Geschriebene in die Tonne getreten, denn der Anfang hatte mir sowieso nicht gefallen und habe von Null auf neu angefangen und das Ganze hat sich auch viel besser angefühlt, als das kläglich dürftige Etwas, das ich da mal in der Türkei angefangen habe; und viel davon hat mein Roman auch nicht mehr... außer dem Namen der Protagonistin, wobei ich den vielleicht auch noch ändere - mal schauen.
Ich bin euphorisch. Ich freue mich. Aber jetzt darf ich mich nicht fallen lassen, denn der Roman muss noch zu Ende gebracht werden, dann im Februar will ich den dann da einschicken. Da habe ich noch geschätzt nach Beendigung des Romans einen Monat Zeit für die Überarbeitung. Das sollte schaffbar sein. Aber ich merke, dass ich gut ausgebucht bin die nächste Zeit, wenn ich bedenke, dass ich da noch ein paar andere Schreibsachen eigentlich über Dezember machen wollte und will. Da kommt noch einiges an Arbeit auf mich zu, aber ich habe jetzt im November gelernt, dass ich das wirklich kann - mindestens 1677 Wörter pro Tag schreiben. Toll!
Und jetzt endlich wieder Yui Horie zu Hause hören, während ich Bewerbungen schreibe. Beim Schreiben kann ich nämlich keine Musik gebrauchen - auch keine instrumentale. Yay, Yui!!
Wednesday, June 25. 2008
Vor lauter Türkei-Trubel und so habe ich ganz vergessen, zu erwähnen, wann der standesamtliche Hochzeits-Termin ist: Nächste Woche, Freitag 04.07.08 um 11.30 Uhr. Keinen Schreck bekommen, denn das wird sowieso nur der kleine familiäre Kreis. Wir wollen das einfach so schnell wie möglich machen, damit wir da wenigstens schon einmal finanziell besser dastehen und auch, da mein Vater Krebs hat und ich zugeben muss, dass ich froh bin, wenn er dabei sein kann.
Standesamtlich ist sowieso eigentlich nur eine reine Formsache, denn wir wohnen schon ein paar Jährchen zusammen. Die "richtige" Hochzeit wird es dann - so mein Plan - in einem Jahr geben, mit mehr oder weniger großer Einlade-Liste und vermutlich weitaus weniger groß, als ich es gerne hätte, aber ... das Geld. Ringe haben wir schon - wie bereits erwähnt - in der Türkei gekauft und da scheinen wir wirklich ein Schnäppchen gemacht zu haben. Trauzeugen braucht man sowieso keinen und das wird alles vermutlich recht schnell vorbei sein am Freitag - standesamtlich eben. So richtig zählt das für mich nicht, denn ich will dann noch einmal richtig; also so richtig "richtig".
Thursday, June 19. 2008
Wenn ich gestern noch beim Essen so, so geht es heute einmal zu Flüssigkeiten, allerdings nicht zum Trinken. Besonders beeindruckend war nämlich der Umgang mit Wasser in der Türkei. Jeden Tag habe ich es häufiger gesehen, wie der Rasen nicht gesprenkelt wurde, wie bei uns, sondern regelrecht unter Wasser gesetzt. Einfach einen Gartenschlauch in den Garten legen, Wasser an, paar Stündchen laufen lassen - so sah das Bewässern des Gartens aus.
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Wednesday, June 18. 2008
Von Keks-Wunderland habe ich schon berichtet, aber auch die anderen kulinarischen Eigenheiten der Türkei will ich noch einmal virtuell hier festigen: Viel Gemüse, viel Obst, viel Fleisch. Klingt nun nicht sonderlich anders als hier, ist es aber. Das Gemüse gibt es meist eher als Vorspeise, dann mit scharfen oder sauren Soßen angemacht, manchmal auch mit Knobi-Soßen. Das Obst gibt es meist als Nachtisch oder zwischendurch. Obst konnte ich auf Grund meiner Lebensmittel-Allergien leider nicht probieren, aber alle schwärmten immer davon, wie toll es doch sei. Das war sogar so, dass wir durch Sarigerme durchgelaufen sind und Ladenverkäufer draußen standen und einem Obst angeboten haben und den Daumen hochgezeigt haben. Ein ganz besondere Tipp von einem Bekannten von Yannicks Eltern war: Grüne Pflaumen in Salz tunken. Das klingt tatsächlich lecker, geht aber für mich leider so gar nicht, außer ich will mal wieder eine halbe Stunde lang den Porzellan-Gott anbeten.
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Tuesday, June 17. 2008
Wer sich über deutsche Autofahrer, Straßen und insgesamt das deutsche Verkehrssystem schon einmal aufgeregt hat, dem empfehle ich eine Türkei-Kur in dieser Hinsicht. Straßen-Markierungen dort sind sehr selten vorhanden, denn die werden kaum nachgemacht; bei uns steht irgendwie alle paar Tage an irgendeiner Straße so ein Trupp Bau-Arbeiter mit einem Weißmacher. Und wenn man denkt, dass deutsche Feldwege holprig sind, der war auch noch nicht in der Türkei, denn dort sind das auch die Hauptstraßen. Je weiter man an die Seite fährt, desto weniger vorhanden wird die Straße, was schließlich dazu führt, dass man keine wirklichen Fahrspuren mehr hat, sondern jeder mal gerne mittig fährt, denn in der Mitte ist die Straße häufig besser. Manchmal wird auch gerne auf der Gegenfahrbahn generell gefahren, wenn die eigene Fahrbahn zu viele Schlaglöcher hat. Und während manche Hauptstraße ein Schlagloch-Fest ist, sind die Feldwege reine Staubwege, die deswegen häufiger "gewässert" werden müssen, damit es beim Drüberfahren nicht zu sehr staubt.
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Monday, June 16. 2008
Die türkische (Nach-Urlaub)-Woche geht weiter: Während der Tobi und der Marc mir nach ihrem Japan-Urlaub gesagt haben, dass Japan das Automaten-Wunderland ist, kann ich etwas ähnliches über die Türkei sagen, denn die Türkei ist das Keks-Wunderland. Ja, genau, Kekse! Ganz wichtig. Bonbons gibt es dort auch (ganz böse!), aber nicht so viele und dann auch noch teilweise so eklige mit Nüssen drin; das ist wirklich gruselig. Kekse gibt es dafür in allen möglichen Formen und am liebsten hätte ich auch noch "Farben" geschrieben (wegen der Alliteration), aber das wäre nicht wahr, denn die Farben beschränken sich dort meist auf Hellbraun, Dunkelbraun und Schwarzbraun und ganz, ganz selten auf ein Vollkorn-Braun, das es aber sowieso sehr selten dort unten gibt.
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Sunday, June 15. 2008
Als wir in der Türkei unsere Ringe gekauft haben, waren wir bei einem Juwelier, den Yannicks Eltern wohl kannten. Der hatte uns mehrere Modelle gezeigt; letzten Endes haben wir woanders Ringe gekauft, aber das ist ein anderer Blog-Eintrag. Was mir viel eher aufgefallen war, war folgende Sache: Er betonte jedes Mal, dass Yannicks Eltern ja "Familie" wären und dass man in der Türkei das nicht einfach nur so sagt, sondern auch entsprechend handelt - beispielsweise mit Rabatten oder ähnlichem. Tatsächlich war es auch so, dass er uns gute Preise gemacht hatte. Tatsächlich war es ebenso so, dass man kaum durch Sarigerme konnte mit ihren Eltern, ohne dass wir auf einen Tee eingeladen wurden, auch an andere Läden, denn Yannicks Eltern kennen da anscheinend das halbe Dorf.
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Saturday, June 14. 2008
Heute wieder angekommen und vor etwa 1 Stunde zur Tür rein. Dementsprechend kaputt und heute und morgen erst nochmal wieder Kraft schöpfen. Kommentare und sinnvollere Blog-Einträge (was hatte ich in der Türkei nicht alles noch für Ideen!) dann ab hoffentlich morgen wieder. Meine Postkarten sind wohl leider zu spät los gekommen und noch nicht da; sowieso hatte ich leider von erschreckend wenig Leuten die Adresse, denen ich gerne eine Postkarte geschickt hätte. Das nächste Mal rüste ich mich da besser.
Mitbringsel: Leicht gebräunte Haut (bei Yannick mehr als bei mir), Eheringe, eine neue Vorliebe für Oreo, billige Hosen, jede Menge Mückenstiche, Müdigkeit, Bilders und Hunger. Daher werde ich jetzt auch diesen Beitrag beschließen und mal daran machen, den Bestell-Service anzurufen, denn ... heute koche ich garantiert nichts mehr.
Äch bän wäddär da!
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Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)