Entries tagged as selfmade
Sunday, September 28. 2008
Vermutlich zur Spielemesse kommt übrigens auch einmal wieder eine Veröffentlichung heraus, an der ich beteiligt bin: USA - Großmacht unterm Sternenbanner. Auf meinen Artikel über die amerikanische Geschichte bin ich schon recht stolz, auch wenn man bei sowas natürlich immer ein wenig Angst hat, irgendetwas falsch dargestellt zu haben oder ähnliches; auch wenn ich das bezweifle. Ebenso natürlich ist es auch, dass da sicherlich dann die ersten Meckerer kommen werden, die dann meinen, dass man dies oder das vergessen oder ausgeblendet hätte, doch das geht nun einmal nicht anders bei einem räumlich begrenzten, eher kurzen Beitrag über amerikanische Geschichte. Denn fast 450 Jahre Geschichte in einen Beitrag zu packen, der wenige Seiten lang ist, ist wirklich nicht einfach. Dennoch denke ich, dass ich einen guten roten Faden gefunden habe und auch einige spannende Sachen reinpacken konnte, die nicht jeder weiß. Auch wenn ich noch so ungeheuer gern mehr über die Puritaner, über Jonathan Edwards, Benjamin Franklin, die Aufklärung usw. geschrieben hätte, denn das war sowohl einer meiner Schwerpunkte im Studium als auch meiner mündlichen Prüfung in Amerikanistik. Aber, oh weh!, der Platz, der Platz.
Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass der Band eine ordentliche Anschaffung ist - nicht nur für Cthulhu-Spieler. Also, merken: Spielmesse 2008 - vermutlich, vielleicht.
Thursday, September 11. 2008
Ich bin jetzt erst über ein Interview von Interview mit Felicia Day auf der ComiCon gestolpert, das natürlich auch über "The Guild" geht (wozu ich schon länger mal was schreiben wollte) und "Dr. Horrible" (yay!), aber ähnlich wie das Interview mit Wil Wheaton auch wieder ein paar interessante Tipps hat, zum Kreativ-Sein, die man sich hinter die Löffeln schreiben sollte.
Und da ich diese Tipps von ihr so gut finde und nicht weiß, ob und wann ich heute sonst blogge, nutze ich das hier mal (ab ca. 2:47): "If you're gonna write something or make something, just do it, so that you know that it's true to your self and not trying to please somebody else . . . . If you're gonna pick something, don't try to please somebody else or think about what's going to be the next hit or what's gonna blow up. Think about what is unique about me, what story do I have and do that story and you will find an audience. They can sense the authenticity."
Interessanterweise überschneidet sich dieser Tipp mit dem von Wil Wheaton und klingt auch sehr eingängig. Und das versuche ich derzeit auch ein wenig zu beherzigen, ebenso wie einen anderen Tipp von Wil Wheaton, dass man weniger bloggen sollte, wenn man dabei ist, etwas zu schreiben; es nimmt einem nur die Energie zum Schreiben, denn Schreiben bleibt Schreiben und kostet (richtig gemacht) Energie. Daher werde ich wohl die nächste Zeit ein wenig weniger schreiben, allerdings habe ich auch schon ein wenig auf Vorrat gebloggt und werde wohl ein wenig recyclen von alten Foren-Beiträgen oder ähnlichem - von daher ... mal schauen, was kommt.
Bei der Gelegenheit nehme ich auch gerade mal den Blog von Felicia Day mit auf, wenn ich die letzten Tage sowieso im Blog-Erweitern bin.
Friday, July 4. 2008
Meinen Quasi-Junggesellen-Abend habe ich nun auch hinter mir. Wieso "quasi"? Weil es nun auch nicht der klassischste war und genauso spontan, wie nun eigentlich alles rund um unsere Hochzeit. "Quasi", weil es ähnlich wie die Hochzeit auch eher im kleinen Kreis war, aber auch in gutem Kreis, denn mit dem Marc schaue ich eben einfach gerne Filme und das haben wir heute auch gemacht. Und mit dem Tobi habe ich eben auch noch recht lange telefoniert. Ein recht ungewöhnlicher Junggesellen-Abend, aber eigentlich auch typisch für mich und ganz bezeichnend. Die ersten 5 Folgen von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya", "Whisper of the Heart" und noch zwei Kalkofe-Folgen; zugegeben, jetzt auch nicht unbedingt das Männer-Programm, aber dennoch schön. Wir hatten auch natürlich noch ein paar Männer-Sachen da, aber haben uns dann doch für diese anderen Sachen entschieden.
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Tuesday, June 24. 2008
Ich war nun endlich in einer der letzten Möglichkeiten in "Iron Man" und viel überraschendes gibt es nicht zu sagen: Der Film kracht und zwar gut. Das war mir vorher klar und das obwohl ich mich geziert habe, da rein zu gehen. Dennoch wusste ich, dass er mir sicherlich gefallen wird, wenn ich drin war. Also habe ich meinen faulen Hintern heute in eine der letzten Vorstellungen ins Kino bequemt und bin froh darüber - was mir auch vorher klar war.
Interessant ist, dass die Leute einmal wieder nicht den Abspann abwarten können und bereits beim Abspann gehen. Ich bleibe schon allein aus Respekt vor den Filme-Machern bis zum allerletzten Moment sitzen; ganz davon abgesehen, dass es mittlerweile doch sowieso üblich ist, dass eine Schluss-Szene noch nachgeschoben wird. Und die wurde natürlich von diesen Leuten auch einmal wieder verpasst.
Der Film in einer Nuss-Schale: Ein Waffenhändler und- bauer findet sein Gewissen. Der Bau des Anzugs dauert lange, so sah es schon im Trailer aus und war auch einer der Gründe, warum ich skeptisch war. Der Bau ist aber dennoch sehr gut erzählt, so dass keine Langeweile aufkommt. Ein anderer Grund war, dass ich mit der Figur "Iron Man" nichts anfangen konnte und vermutlich auch immer noch nicht kann. Aber im Film ist er schon cool und wirklich spannend. Viel mehr gibt es eigentlich auch nicht zu sagen, denn der Film ist sehr direkt, sehr geradlinig, aber dennoch nicht platt. Er macht einfach Spaß und das war es dann auch und das ist gut.
Ich mag Technologie-Helden eben einfach nicht. Witzigerweise habe ich bei CoH auch eine Technologie-Heldin ("Gadgette"), die mir überraschend viel Spaß macht und zu der ich unheimlich viele Ideen habe, die ich auch gerne mal geschichtlich oder comic-strip-technisch mal festhalten würde; wenn ich doch nur zeichnen könnte! Der Film hat mir da aber wieder richtig Lust gegeben, meiner intertextuell-feministische Antwort auf alle Superhelden doch einmal ein wenig vermeintliche Autoren-Intention zu verleihen. Wenn ich da doch auch endlich einmal meinen Hintern hoch bekommen könnte! Aber vielleicht ist der Film mir ebenso eine Lehre, wie die Gefangennahme von Tony Stark ihm: "I had my eyes opened. I came to realize that I had more to offer this world than just making things that blow up."
Denn der Film ist toll, Gadgette ist toll und ich bin toll - es wäre eine Schande, das zu vergeuden, was man kann. Mehr dann hoffentlich bei Zeiten hier im Blog.
Friday, May 30. 2008
Dann sage ich schon einmal, auch wenn ich heute noch da bin: Ciao (eigentlich wollte ich das Video hier verlinken, aber dann gäbe es sicherlich wieder Gemecker, weil blödes Remake und so), bis in 2 Wochen, gleiche Stelle, gleiche Welle.
Heute Abend geht es daran, die letzten Sachen für unseren Türkei-Urlaub einzukaufen. Die Koffer sind gepackt, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, dass ich noch irgendetwas reinpacken muss. Aber viel kann das nicht mehr sein, denn ich habe jetzt auch schon das andere Gefühl, das dem widerspricht: Ich denke, ich habe zu viel eingepackt. Irgendwie paradox und vermutlich einfach nur die Aufregung. 5 Uhr morgen früh geht dann unser Flug und für so gegen 3 Uhr wollen wir uns schon ein Taxi vorbestellen, das uns zum Flughafen bringt. Ich bin einmal gespannt, wie es da unten so wird und freue mich nach so langer Zeit endlich mal wieder auf einen richtigen Urlaub und habe daher auch ein wenig Sorge, ob das überhaupt alles klappt und ich wirklich morgen um diese Zeit bereits dort unten bin.
Continue reading "Leaving on a Jet Plane"
Friday, May 16. 2008
Ich habe eben endlich einmal einen Film gesehen, der mir schon seit einiger Zeit aufgefallen war: The Damned Thing aus der "Masters of Horror"-Serie nach einer Kurzgeschichte von Ambrose Bierce mit dem gleichen Titel. Ich dachte, das wäre ein ganzer Film, aber es ist eben nur eine Folge von ca. 50 Minuten. Hat aber Laune gemacht; leider waren die Sprecher in der deutschen Synchro schrecklich, aber dazu morgen mehr.
Sehr interessant war einmal wieder, dass an sich sehr viel offen gelassen wurde. Sowas gefällt mir ja immer, wie viele sicherlich wissen. Das hat mir einfach gut gefallen, auch die Schluss-Note auf der dann die Folge endet. Neugierig habe ich mir dann auch gleich einmal meine Ambroce-Bierce-Sammlung geschnappt, die ich als Anglist natürlich habe und direkt gelesen. Das sind knappe 9 Seiten und sind schnell gelesen; auch im Internet, was auch mein persönlicher Lese-Tipp für langweilige 15 Minuten wäre.
Die Kurzgeschichte hat nur entfernt etwas mit der "Masters of Horror"-Episode zu tun, was aber auch nicht tragisch ist, denn die macht auch Laune. Man kann sich die "Masters of Horror"-Episode natürlich (einmal wieder) versauen, indem man anfängt zu mosern, dass das ja gar nicht nah an der Kurzgeschichte wäre. Aber letzten Endes ist das wurscht, oder? Inspiriert ist sie ganz offensichtlich davon und solange beides Laune macht, ist doch alles perfekt. Ich hatte nämlich dadurch angenehme "Film-Länge" durch die kurze Episode und dann noch gerade die Kurzgeschichte nachgeschoben und habe 2 zum Preis von 1 bekommen. Was will man mehr?
Dabei kam mir einmal wieder der Gedanke an die übliche cthuloide Problematik der Darstellung, der Erklärung und allgemein der Auflösungen. Irgendwie hatte ich auch dunkel in Erinnerung, dass da doch sicherlich was in den einschlägigen Cthulhu-Monstrous-Compendien was stehen müsste - tut es aber nicht. Zumindest habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Vielleicht habe ich es auch einfach nur überschlagen. Aber ich bin mir sicher, dass bei einem solchen Eintrag dann exakt nicht nur die Werte stehen, sondern auch ob Einzigartiges Wesen, Großer Alter, Älterer Gott oder Schlag-Mich-Tot, samt Habitat und dem Schicht-Plan der letzten Woche. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie doof sowas doch eigentlich ist.
Kraft, Spannung und Atmosphäre kommen sowohl bei der Episode wie auch bei der Kurzgeschichte eben genau dadurch, dass es nicht aufgelöst wird; bei der Kurzgeschichte wird sogar noch weniger aufgelöst. Es werden zwar Sachen eingeworfen, aber all diese sind so indirekt, so subjektiv, dass sie nicht stimmen müssen. Das sind im Übrigen ähnliche Techniken, wie wir sie natürlich von Lovecraft kennen und da sieht man auch deutlich den Einfluss von Bierce auf Lovecraft. Das ist das Tolle an diesen Sachen, das ist, was mir daran so unglaublich gefällt. Und das alles wird durch so einen Monster-Eintrag kaputt gemacht.
Dabei will ich natürlich nicht alles zunichte reden, ich habe schließlich auch am Malleus Monstrorum maßgeblich mitgearbeitet, von dem jetzt auch bald die 2. Edition rauskommen wird. Und die indirekte Bebilderung von dort ist sicherlich auch aus einem ganz alten Thread von mir entstanden, den ich um 2000 im ganz alten Cthulhu-Forum gestartet habe und da etwas zu diesem Mythos-Dilemma in Verbindung mit der "Iser'schen Leerstelle" geschrieben habe. Das ist ja auch alles in Ordnung so und für das Rollenspiel braucht man es wohl auch in irgendeiner Weise.
Dennoch ... es geht einfach Kraft verloren. Es geht einfach an lovecraftesker Cthuloidität verloren. Ja, ich weiß, es gibt zig Leute, die schon ständig sagen, dass man weder Lovecraft noch die ursprüngliche cthuloide Stimmung in ein Rollenspiel bringen kann. Ich halte das nach wie vor für falsch. Es wird derzeit nicht oder kaum gemacht, aber es geht. Es muss nicht jedem Spaß machen, aber es geht. Davon bin ich immer noch felsenfest überzeugt und ich denke, den Beweis kann ich in meinen Cthulhu-Runden antreten, die ich bisher geleitet habe. Auch mein "Schatten über Arkham" geht in diese Richtung und auch im "Malleus Monstrorum" habe ich in dieser Richtung versucht, Fußspuren zu hinterlassen, ebenso wie in allen anderen Pegasus-Publikationen, an denen ich beteiligt war. Denn ich bleibe weiterhin davon überzeugt, dass das einfach wichtig ist. Dass das "Cthulhu" ist und das ist, was Cthulhu von anderen Rollenspielsystemen und -hintergründen abheben sollte - nicht muss, aber sollte. Das ist Cthulhu - alles Andere ist nur Horror.
Wednesday, April 9. 2008
Ich frage mich eins: Wie schaffen es Zwiebeln, an meinen Brillengläsern vorbei zu spritzen, dass meine Augen trotz Brille noch tränen. Oder geht das direkt in die Luft, so dass das an meinen Brillengläsern cthuloid vorbei wabern kann? Denn ob ich nun beim Zwiebeln schneiden die Brille auf oder ab habe ist irgendwie Jacke wie Hose; nur dass es mit Brille sogar unangenehmer ist, denn dann bleiben die Zwiebel-Tränen sogar an den Brillengläsern hängen und das ist irgendwie unangenehm.
Jemand anderes Erfahrungen, Tipps, lustige Berichte dazu?
Tuesday, November 27. 2007
Ich spiele ja noch nicht lange City of Heroes und auch bisher noch nicht all zu intensiv. Das hatte ich während der Endphase meiner mündlichen Prüfungen ausgepackt, um ein wenig zu entspannen und auch ein wenig als Belohnung nach meinen ersten beiden mündlichen Prüfungen. Seitdem spiele ich immer mal wieder CoH und CoV, was einfach irgendwie faszinierend ist. Zwar ist World of Warcraft für mich immer noch das MMORPG, aber CoX hat einfach so einige Features, die ungeheuer genial sind; außerdem kann ich CoX auch immer mal wieder mit dem Marc spielen und das ist schon Grund genug, das zu spielen.
Wirklich faszinierend ist schon allein die Charakter-Erschaffung, die einfach tausend Mal besser ist, als die WoW-Charakter-Erschaffung, die mich mittlerweile schon eher an den Angriff der Klon-Krieger erinnert. Die CoX-Charakter-Erschaffung ist viel variabler und beflügelt einen wirklich. Das Schöne an CoX ist gerade diese ungeheure Flexibilität beim Erschaffen der Charaktere, die wirklich die Kreativität beflügelt. Bei WoW ist das mehr oder weniger "Pflichtprogramm", denn irgendwie sehen die Charaktere dort doch schon recht ähnlich aus. Bei CoX wurde ich jedenfalls immer direkt dazu verführt, mir direkt zum Aussehen ein Konzept oder ein Konzept zum Aussehen auszudenken, was das Erschaffen natürlich um einiges verlängert hat, denn Konzepte fallen nicht von Bäumen und Konzept und Aussehen müssen schon irgendwie zusammen passen - und dann natürlich auch die Namen.
Aber das alles wollte ich eigentlich nur zur kleinen Einleitung zu CoX schreiben. Eher wollte ich darauf hinweisen, dass die CoH-Community nun ein Fanzine rausgebracht hat, das ich mir mehr spaßeshalber runtergeladen habe. Die Stories habe ich mir noch nicht durchgelesen, aber den Comic habe ich mir angeschaut, denn sowas ist natürlich immer Blickfänger und auch eingängiger zu lesen als Text - vor allen Dingen nach meinen letzten Prüfungs-Wochen, in denen ich sicherlich mir den Nil angelesen habe. Anfangs war ich bei dem Comic skeptisch, denn der ist mit Screenshots gemacht, aber ... ich bin hängen geblieben und habe weiter und weiter gelesen und meine anfängliche Skepsis ist sehr schnell verflogen. Klar, das ist nun kein Meisterwerk, aber ich habe irgendwas wirklich billiges erwartet und dann kam da doch sowas Kurzweiliges und Nett-Zu-Lesendes raus. Gerade die Sprache hat mich ungeheuer fasziniert. Das war eine wirklich gut erzählte Geschichte! Respekt!
Sowas beflügelt natürlich und irgendwie juckt es in den Fingern, auch sowas in der Richtung zu machen; natürlich dann mit den eigenen Sachen. Aber ob die Zeit dazu langt? Und dann: Lohnt sich das wirklich? Da ist es dann wieder: Das "Lohnen". Muss sich alles denn immer "lohnen"? Kann man etwas nicht einfach auch einfach einmal machen, weil es Spaß macht? Muss man dann immer gleich irgendwie damit etwas "erreichen"? Eigentlich ja nicht und das ist mir auch bewusst. Und dennoch ist es irgendwie sehr schwer, sich diese Gedanken vor Augen zu führen. Ich glaube, das alles hat bei mir nach der Schule so langsam angefangen. Man will immer mehr und mehr erreichen, immer höher und höher hinaus. Aber letzten Endes vergisst man, wofür man es eigentlich machen sollte: Für sich selbst und den Spaß. Doch der geht irgendwo verloren. Zu häufig bekommt man ja auch von seiner Umwelt gesagt: "Das lohnt sich nicht." Oder: "Mach lieber was Richtiges in der Zeit." Das ist auch, wo mein ursprünglicher Traum vom Autoren-Dasein ziemlich ins Straucheln gekommen ist, aber das Problem ist: Ohne Übung wird sowas auch nichts. Man muss üben, üben, üben, denn Sprache fällt einem nicht in den Schoß. Aber wenn man ständig von seiner Umwelt demotiviert wird, dann macht man eben erst die Sachen, die "wichtig" sind - aber nicht die, die "wirklich wichtig" sind.
Dann studiert man und hat viel zu tun, auch wenn manche Studenten einem das Gegenteil weiß machen wollen. Doch solange man ein noch funktionierendes "schlechtes Gewissen" hat, nagt das an einem und zwar bis zum Abschluss, so dass man sich auf nichts "wirklich Wichtiges" konzentrieren kann. Man hat einfach nie Ruhe, man hat immer irgendwie die Uni im Nacken sitzen. Das habe ich jetzt zum Glück nicht mehr, auch wenn ich derzeit noch genug im Nacken sitzen habe; die Kleinigkeiten, die es eben noch zu machen gilt. Aber so langsam könnte ich wirklich einmal wieder schauen, mich auch mal wieder mehr auf mich zu konzentrieren. Und es ist schließlich nicht so, als ob ich in dieser Uni-Zeit nichts erreicht hätte. Gerade auf meine Tätigkeit bei Pegasus bin ich schon recht stolz. Und wer weiß, vielleicht könnte ich auch einfach mal wieder Sachen machen, weil sie Spaß machen und ich denke, dass das den Sachen auch gut tut und dass man denen das anmerkt. Vielleicht "lohnt" es sich nicht immer, aber man muss auch die Zeit nicht immer "perfekt" ausnutzen. Es "lohnt" sich nämlich eigentlich häufig! Man muss nur die richtige Sichtweise finden. Nur wird man von den "wirklich wichtigen" Sachen häufig abgelenkt, wenn einem die Umwelt sagt, man solle sich doch lieber auf die "wichtigen" Sachen konzentrieren, um erst einmal ein Standbein zu haben. Aber was bringt einem ein Standbein, wenn es lahmt und man sich damit kaum bewegen kann?
Natürlich war ich nun auch nie jemand, der seine Zeit dann wirklich "sinnvoll" eingesetzt hat, sondern auch Sachen gemacht hat, die nicht "lohnen" - zumindest in diesem komischen Sinn. Sachen, die ich dann auch mit schlechtem Gewissen gemacht habe, weil sie Zeit gekostet haben und doch nichts gebracht, wie beispielsweise unsere NWN-PW, die Buffy-Runde, die ganzen Sachen, die ich früher im LARP gemacht habe, von DKWDDK-Theorien über LARP-ML und meine Kender-Seite bis hin zu "unserem" LARP-Land Oschenheim oder solche Sachen. Aber diese Sachen braucht man auch einfach. Das muss man sich einfach auch einmal gönnen. Das Schlimme ist nur, dass man diese Sachen dann immer mit einem schlechten Gewissen macht. Man traut sich nie, sie zu erwähnen, weil dann vielleicht jemand anders sagt "was? Dafür verbrauchst du kostbare Zeit? Du hast zu viel Zeit! Mach doch was Sinnvolles!" Und ja, da ist es dann wieder: Das "Sinnvolle" - was auch immer das ist. Sinnvoll ist dann immer was Anderes, aber sicherlich nicht das, was man selbst eigentlich als sinnvoll oder wichtig ansieht. Aber es wird einem von der Umwelt aufkonstruiert, bis man es auch selbst zu glauben anfängt. Und schon ist man im Alltags-Trott drin und vergisst sich selbst. Ich will mich aber nicht selbst vergessen. Das habe ich zu häufig schon gemacht. Vielleicht ist mein Abschluss doch ein guter Zeitpunkt, wieder mich an mich selbst zu erinnern; und das wäre nun " wirklich wichtig".
Saturday, November 10. 2007
Meine letzte Prüfung nähert sich unaufhaltsam und damit auch die Gedanken des "danach" - natürlich nicht nur arbeits-technisch, sondern auch rollenspiel-technisch. Ich habe immer noch meine "Buffy"-Runde hier, bei der leider der Frank weggezogen ist vor einigen Wochen, weil er eine Stelle in Thübingen bekommen hat. Leider war Frank der wichtige Hero der Runde, so dass ich da Ersatz brauche und ich hoffe ja immer noch, dass das gute Erdferkel vielleicht Franks Platz einnehmen kann. Denn ich will Buffy endlich weiter leiten!
Ich habe immerhin schon Meta-Plot im Prinzip bis Staffel 3 und die ersten Episoden der 1. Staffel gespielt. Kurz bevor meine Magister-Arbeit dann "passierte" und ich kaum noch Zeit hatte, war ich drauf und dran, den Big Bad einzuführen, der die ganze Zeit schon im Hintergrund häufiger anzutreffen war. Aber jetzt könnte ich so langsam einmal wieder die Fäden aufnehmen und Buffy endlich weiterspinnen. Lust hätte ich. Nur müsste ich zunächst einmal den weggefallenen Frank umbesetzen. Denn eine Buffy-Runde ohne Hero ist ... anstrengend und auch irgendwie langweilig, denn so war das schließlich nicht gedacht. Also, Dominik! Das werden wir dann mal demnächst angehen, sofern du Zeit und überhaupt noch Lust hast. Außerdem muss ich an dieser Stelle dann auch noch den Herrn Beckhaus an seine noch ausstehende "Feng Shui"-Runde erinnern, die wir anfangen wollten; von dem Gast-Leiten bei "Buffy" ganz abgesehen, worüber ich mich auch sehr freuen würde.
Kommt Zeit, kommt Prüfung, kommt "Buffy" - so zumindest die Reihenfolge, wie sich mein kleines Köpfchen das gerade vorstellt. Ich bezweifle zwar, dass ich meinen Buffy-Meta-Plot jemals zu Ende spielen können werde, aber man soll die Hoffnung schließlich nie aufgeben. Wenigstens meine erste Staffel will ich doch nur mal zu Ende bringen! Na gut, ich will auch noch mehr, aber das schaue ich einfach mal. "Buffy" ist einfach ein viel zu schönes Rollenspiel, als dass ich da nicht meine Runde weiterführen will. Außerdem gefällt mir unsere Gruppe, die NSCs und mein Meta-Plot doch ausgesprochen gut. Das wäre Verschwendung, wenn man es nicht weiter führt.
Wednesday, October 10. 2007
Manchmal wünschte ich mir echt ein wenig mehr Professionalität auch bei Hobbies. Irgendwie ist es echt so schade. Vor einiger Zeit habe ich ein wenig zu einem neuen Kender-Forum geschrieben, das mir per Mail mitgeteilt wurde. Klar, ich konnte mich seitdem wegen Magister-Arbeit und Prüfungen und so nicht mehr weiter darum kümmern, da irgendetwas voran zu treiben. Aber ich habe ihr sogar per Mail mehrmals gesagt, dass sie doch am besten auch in die Kender-Mailingliste kommen soll und da kann sie dann selbst auf das Forum hinweisen. Hat sie irgendwie leider anscheinend nie gemacht, zumindest gab es weder einen Hinweis von ihr dort noch auch nur eine Anmeldung. Und als ich dann mal wieder in dem Forum nachsah ... hm, naja, Totenstille. Wie es ja nicht anders zu erwarten war.
Witzigerweise gab es vor ein paar Wochen dann in der Kender-Mailingliste Werbung für ein anderes Kender-Forum. Ja, das ist dann auch ein wenig floriert und es scheint jetzt auch wieder ein wenig dahin zu siechen. Zugegeben, da gab es dann nun Werbung in der Kender-ML, aber es hat auch nicht viel geholfen anscheinend. Aber dennoch denke ich, dass das so ein typisches Phänomen ist. Man hat eine ganz tolle Idee, will die dann ganz schnell umsetzen, aber man will sie "selbst" umsetzen und so, wie man selbst es gerne hätte. Dadurch probiert man erst gar nicht, irgendwelche Zusammenarbeiten so richtig zu machen und dann versiegt es, weil sich der Erfolg nicht gleich einstellt, nicht so viel Zulauf ist und dann lässt auch bei vielen das Interesse nach - leider. Dabei gäbe es so viel Potenzial an sich, wenn die Leute nur nicht so kurzluntig wären, aber dafür ein wenig umsichtiger.
Das ist auch einfach, woran viele Fan-Projekte von Rollenspielern irgendwann kaputt gehen, dieser fehlende, dauerhafte Biss. Da hat einfach nichts wirklich Bestand und schnell verfliegt das Interesse und wandert wie Kender-Aufmerksamkeit viel zu schnell zu anderen Sachen, die direkteren, aber dafür meist auch kurzlebigeren Zuspruch bekommen. Was nun bei den beiden Foren da letzten Endes das Problem ist, kann ich natürlich kaum sagen, dafür kann ich mich da zu wenig reinknien derzeit wegen meinen Prüfungen. Mir fiel es einfach nur einmal wieder auf, dass so viel Potenzial und Energie sinnlos in Fan-Kreisen verschleudert wird und das muss doch echt nicht sein, Leute. Ein wenig mehr Ausdauer, ein wenig mehr Umsicht und ein wenig mehr Zusammenarbeit (und dadurch letzten Endes auch Rücksichtnahme) und dann würde das alles auch viel besser laufen. Direkten Erfolg hat man bei sowas selten und nur dann hat man ihn, wenn man auch dauerhaft am Ball bleibt.
Wenn ich mit meinen Prüfungen fertig bin, werde ich mir das jedenfalls noch einmal genauer anschauen. Ich wollte sowieso einmal wieder dann danach anfangen, zu LARPen und dann bietet sich sowas schließlich an. Keine Ahnung, ob ich meine Kender dann auspacken werde, aber irgendwie ist das immer noch ein Steckenpferd von mir, von daher würde es mich einfach freuen, wenn das, was ich damals mit der Kender-LARP-Sektion angefangen habe, nicht nur deswegen versiegt, weil ich mittlerweile aus den Kender-Schuhen herausgewachsen bin. Daher werde ich mich dann vermutlich bei der guten Dame vom ersten Forum da nochmal melden und dann mal schauen, ob man das nicht doch nochmal beleben kann. Das wäre doch gelacht, wenn das nicht klappen würde. Dafür braucht es aber dann halt auch einen ein wenig längeren Atem und auch ein wenig mehr Energie; wie bei allem im Internet. Bei Blogs übrigens auch ... natürlich.
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Comments
Fri, 10.10.2008 16:04
http://rgb2r.de/index.php?id=5
Mon, 06.10.2008 15:38
Ja, SoL wird definitiv ein interessantes Talent, was ich mitskillen werde, wenn es denn so bleibt wie es derzeit [...]
Sat, 04.10.2008 14:25
Link-Dieb, Video-Räuber! Die Ode an das Mi wollte ich doch auch bei Gelegenheit bringen… Naja, dann muss ich halt was [...]
Mon, 29.09.2008 10:43
Stimmt, die habe ich noch. Nächster Videoabend. Ich habe ja auch noch deinen DVD-Player.
Mon, 29.09.2008 10:40
Weil ich es übersehen habe. Danke für den Hinweis.
Mon, 29.09.2008 09:21
Wenn Du schon eine Pingelmeldung bringst (die ich vollstens unterstütze, da ich selbst pedantisch z.B. meine CDs [ja, [...]
Sun, 28.09.2008 11:48
Da fällt mir ein: du hast noch mein Enduring Vision… oh, die Klingel, ich muss weg…
Sat, 27.09.2008 15:44
Pssst: das heisst “tl;dr”. Ohne das Semikolon wirst du von Chanologen und hardcore-Forentrollen sonst gedisst. Ja, auch [...]
Sat, 27.09.2008 03:00
Ach ja, bevor da jemand nun den vorhersehbaren Witz macht, mache ich ihn lieber mal selbst: tldr Ha, ha.
Tue, 23.09.2008 23:26
Oh weh, wie peinlich! Natürlich geändert. Danke.