Entries tagged as roland barthes
Saturday, November 17. 2007
Bemüht kurz und nur zum veranschaulichen von meinem alten Kreuz: Es geht hier um das Arielle-Lied "Ein Mensch zu sein" in der alten Version; nicht die schreckliche neue, die wir ganz obskuren Rechts-Sachen zu verdanken haben. Dort gibt es die Zeile:
Dort lebt man anders als hier
Zunächst einmal sieht die Zeile harmlos aus. Zunächst einmal ist die offensichtliche Bedeutung, dass man am Land anders lebt. So weit, so unspekatulär. Doch durch den Gesang zerspringt der Text und explodiert wieder in einen pluralistischen Text; einen kleinen, aber nichtsdestotrotz pluralistischen Text. Wieso? Es gibt in der Mitte der Zeile einen kleinen Bruch im Gesang, eine kleine Pause: "Dort lebt man | Anders als hier" wobei sogar eine Steigerung bis zum "man" gesungen wird, so dass man fast hinter dem "man" aufhören könnte, doch fast wie ein Zeilen-Sprung schließt sich dann nach kurzem Luftholen "anders als hier" an. Dadurch wird der Text fragmentiert und die offensichtliche Bedeutung, dass man "anders lebt" wird in Frage gestellt. Vermutlich nicht durch die Autoren-Intention, denn da kann man sicherlich wunderbar argumentieren, dass das "anders leben" eben die Bedeutung der Zeile ist und sich auch wunderschön in den Rest des Liedes eingliedert.
Doch wenn man sich diesen Bruch in der Zeile anschaut, dann heißt es: "Dort lebt man!" Und das Ausrufe-Zeichen erdreiste ich mir hier auf Grund der Pause zu machen, denn dank Steigerung klingt es nach einem Ausrufe-Zeichen. In dieser Bedeutungs-Variante heißt es also nicht mehr, dass man da nur "anders" lebt, nein! Man lebt! Im Kontrast zum Meer, wo man nicht lebt, sondern nur dahin vegetiert. Auch so kann man diese Zeile nämlich interpretieren, auch ganz im Sinne des kompletten Kontextes, dass Arielle langweilig ist, dass es unter dem Meer tröge ist. Es ist für sie kein Leben mehr. Daher will sie raus an den Strand.
Beide Interpretationen sind plausibel, beide sind möglich. Man könnte nun anfangen, der ersten Bedeutung, dass man "anders lebt", mehr Bedeutung zuzuschreiben, indem man sich nun Audio-Kommentar, Interviews und weiß-ich-noch sich ansieht, um somit dieser Interpretation einen Vorrang vor der anderen Interpretation zu geben, dass man "überhaupt erst dort lebt". Doch das begrenzt den Text, erdrückt ihn, ja, erstickt ihn sogar. Der Text will allerdings atmen. Der Text will nicht nur im Meer bleiben, wie Arielle, er will hinaus an den Strand. Er will die Möglichkeit haben, sowohl am Strand/Land, als auch im Wasser sich zu bewegen. Und das bedeutet ganz eindeutig: beide Interpretationen zuzulassen für sich.
Zwar ist es dann mit Beinen im Wasser nicht mehr ganz so schnell und einfach, wie mit der Meerjungfrauen-Flosse im Wasser und dadurch kommt man im Wasser nicht mehr ganz so schön voran, aber dafür hat man eine neue Welt gewonnen. Und man muss sich noch nicht einmal auf eine Welt beschränken, denn die Freiheit, die man an Land gewinnt, ist größer, als wenn man im Wasser bliebe. Denn mit Meerjungfrauen-Flosse an Land bewegt es sich schlechter, als umgekehrt mit Beinen im Wasser, was eher möglich ist. Somit wird der Text beweglicher, wird wertvoller, allein durch diese zweite Bedeutung, denn beide sind möglich und an diesem Punkt kann man beginnen, sich darüber zu unterhalten. Lebt man nun nur anders? Oder lebt man überhaupt? Beides sind mögliche Standpunkte. Und somit wird der tote Texte zum lebenden Liquid.
Solche Sprünge/Brüche sind nun nichts ungewöhnliches; direkt würden mir da beispielsweise die wunderbare Emily Dickinson einfallen oder eben auch der unvergleich spielende e.e. cummings. Aber Pop-Kultur eignet sich zur Illustration doch irgendwie am besten - und außerdem ist es einfach witziger und spannender, der üblichen Einstellung von "hohe Kultur gegen niedere Kultur" dadurch eins auszuwischen, indem man beides einfach gleich stellt. Und gerade an diesem Arielle-Beispiel zeigt es sich sehr deutlich, wie wertvoll so eine Betrachtung doch sein kann, auch wenn ich befürchte, dass ich zwischendurch ein wenig diffuser wurde, aber das lässt sich leider nicht immer vermeiden, solange es nicht noch länger werden sollte.
Friday, October 5. 2007
In Papers Falling from an Attic Window gab es vor einigen Tagen einen ganz interessanten Blog-Eintrag über den "Krieg im Himmel" von Derleth. Und wieder einmal graust es mir bei ein paar Stellen. Ich weiß, man kann es vermutlich bei mir nicht mehr hören mit "unzuverlässiger Erzähler" und "Tod des Autors" und pipapo - es tut mir auch irgendwo leid, es immer wieder wiederholen zu müssen, aber ich kann auch langsam diese Sachen da nicht mehr hören. Ich bin da nun echt eigentlich recht tolerant was sowas betrifft ... Pluralismus und so, ne? Ich predige da wirklich nicht nur Wasser und trinke Wein. Aber irgendwann kann man es echt nicht mehr hören.
Continue reading "Shadow out of Intentions"
Friday, September 28. 2007
Auf dem cthulhu.de-Blog gibt es ein Quiz; witzigerweise ist es nicht unähnlich einem Quiz, das Tom einmal vor Jahren im Cthulhu-Forum und auf der Nurcthulhu-Seite gemacht hat. Ein wenig schade finde ich, dass Tom allerdings aus dem damaligen Quiz nicht gelernt hat. Also, ein wenig hat er schon gelernt, aber im Großen und Ganzen sind die Fragen dann zum Teil die gleichen, auch wenn er die größten Hämmer rausgelassen hat.
Besonders bedenklich finde ich es ja immer, wenn bei solchen Quizzes dann sich auf eine Interpretation versteift wird. Gerade bei Frage 5 ist das einfach fragwürdig, denn man kann "The Tomb" tatsächlich so oder so lesen. "The Tomb" dreht sich viel um gestörte Sinnes-Wahrnehmungen, da viel passiert, was vermutlicherweise nicht passiert ist - zumindest ist der Erzähler äußerst unzuverlässig. Dann zu fragen, was den Erzähler wahnsinnig gemacht hat, ist höchst fragwürdig, wenn die Geschichte selbst eben einen auto-diegetisch Erzähler hat. Mir ist zwar bewusst, dass sowas vermutlich irgendwo nur solchen "Fach-Idioten" wie mir auffällt und stört, aber es ist tatsächlich fragwürdig - und stört mich auch zu einem gewissen Teil.
Ich hatte angefangen, das Rätsel gerade zu bearbeiten, zumal ich einige Sachen eben wirklich direkt so hinschreiben konnte, weil ich sie auswendig wusste, aber gerade diese Fragen verhageln mir die Lust ein wenig an dem Quiz. Nicht, weil ich es nicht rausfinden könnte, sondern weil man sich wie im Deutsch-Unterricht vorkommt: "Was will uns der Autor damit sagen?" Der Text ist eine Pluralität an Bedeutungen und gerade einen solchen Text wie "The Tomb" auf eine Lese-Art des Wahnsinns zu reduzieren, tut mir echt in der Seele weh. Es muss ja niemand wirklich Vielzahlen an Interpretationen zulassen oder gut finden, aber ich finde schon, dass man solche Fragen bei solchen Quizzes einfach nicht stellen sollte. Das ist in etwa so, wie wenn ich frage, welche Farbe mein Toiletten-Papier hat: Wer mich kennt, der weiß, die Antwort und theoretisch kann man sie rausfinden, aber letzten Endes ist es einfach eine unfaire Frage.
Was also machen? Keine Ahnung, ob ich das Quiz noch zu Ende mache. Irgendwie reizen würde es mich schon. Und es liegt auch nicht daran, dass ich es zu schwer finde, denn theoretisch ist das alles ohne Problem schaffbar. Aber die Fragen sind einfach mies; also von schlecher Qualität. Da sticht auch die Frage 8 hervor "Was hat es mit dem alptraumhaften Schrecken Nathaniel Wingate Peaslee auf sich?" - was soll so eine Frage? Da kann man alles und nichts antworten. Das ist eigentlich eine super Frage für einen Essay im Klausuren-Kurs an der Uni bei mir, aber das ist keine Frage für ein Quiz. Denn auf die Frage kann man sehr unterschiedlich antworten und es ist immer richtig. "Was hat es auf sich" ist einfach keine Frage, bei der man "eine" Antwort bekommen kann, das ist eine Essay-Frage, bei der man verschieden antworten kann. Als Essay-Frage wäre sie wirklich gut und interessant, aber als Quiz-Frage ist sie einfach Mist. Ja, was hat es mit dem Schrecken auf sich? Welcher Schrecken ist überhaupt gemeint? Der Schrecken, dass die Menschheit in der Zukunft ausgelöscht wird und von Käfern überrannt wird? Oder der Schrecken, dass Peaslee am Ende eine uralte Schriftrolle in der Hand hält, die er selbst geschrieben hat? Oder der Schrecken, der mit in Winden hinter ihm tost, während er wieder aus den Ruinen flieht? Oder der Schrecken, dass er merkwürdinge Dinge während seiner Amnesie gemacht hat? Oder der Schrecken, dass der Mensch hilflos gegend as Austauschen der Yithianer ist? Das alles sind mögliche Schrecken. Klar, jetzt könnte man sagen: "Dann schreib das in einer Antwort." Ich könnte allerdings zu jedem dieser Teile so einiges schreiben und wenn man dann schon in den Kommentaren liest, dass die Antworten nach Möglichkeit nicht länger als 2 Sätze werden sollen ... naja, also ganz ehrlich: Da hat man sich dann zu wenig Gedanken über die Problematiken der Fragen gemacht. Denn was ist überhaupt gemeint? "Was hat es auf sich..." ... tut mir leid, aber das ist einfach eine schlecht gestellte Frage, bei der es einem wirklich die Lust verhagelt, teil zu nehmen. Nicht, weil man das Wissen nicht hat; wie man ja sieht, habe ich es. Sondern weil die Fragen schlecht gemacht sind. Und sowas ärgert mich, weil es einfach unnötig ist.
Ähnlich schlecht gestellt ist die Frage 9: "Weshalb ist die Veränderung, die mit Crawford Tillinghast vor sich gegangen ist, schrecklich?" denn das ist auch so ein Ding. Wieso ist es schrecklich? Das wäre auch wieder eine wunderbare Essay-Frage, aber zur Quiz-Frage taugt sie nichts, da "schrecklich" da auch wieder einfach zu subjektiv ist, denn bei 5 Lesern gibt es 6 unterschiedliche Möglichkeiten, das Schreckliche in "From Beyond" reinzulesen. Das ist dann tatsächlich eher ein Deutsch-Stunden-Quiz in aller übelster Sorte, bei der man Klausuren an Hand der Autoren-Intention schreiben muss. Einen solchen Vorfall hatte ich mal in meinem Deutsch-Grundkurs in der 12 Klasse, als wir Maria Stuart hatten und die Klausuren-Aufgabe war: "Interpretieren Sie das Ende von Maria Stuart: Hat sie Angst oder keine Angst?" Ich habe interpretiert, dass sie Angst hat und habe das am Text belegt. Ich war damals schon wohl jemand, der einen Text "gegen sich selbst" gelesen hat und versucht hat, Widersprüche aufzudecken, denn mit genau diesen Widersprüchen in ihren Aussagen habe ich argumentiert und durch die Widersprüche aufzeigen wollen, dass sie Angst hat, aber nur nach außen hin so tut, als ob sie keine Angst hätte. Tja, ich habe daraufhin eine 5 bekommen, weil schon mein Ansatz falsch wäre und Maria Stuart keine Angst hat, wie man an Schillers Aufsatz "Das schöne der Seele" (oder so ähnlich) sehen konnte:
"Eine schöne Seele nennt man es, wenn sich das sittliche Gefühl aller Empfindungen des Menschen endlich bis zu dem Grad versichert hat, daß es dem Affekt die Leitung seines Willens ohne Scheu überlassen darf und nie Gefahr läuft, mit den Entscheidungen desselben im Widerspruch zu stehen. Daher sind bei einer schonen Seele die einzelnen Handlungen nicht sittlich, sondern der ganze Chamkter ist es. Man kann ihr auch keine einzige darunter zum Verdienst anrechnen, weil eine Befriedigung des Triebes nie verdienstlich heißen kann. Die schöne Seele hat kein andres Verdienst, als daß sie ist. Mit einer Leichtigkeit, als wenn der bloße Instinkt aus ihr handelte, übt sie der Menschheit peinlichste Pflichten aus; und das heldenmütigste Opfer, das sie dem Naturtriebe abgewinnt, fällt wie eine freiwillige Wirkung eben dieses Triebes in die Augen. Daher weiß sie auch niemals um die Schönheit ihres Handelns und es fällt ihr nicht mehr ein, daß man anders handeln und empfinden könnte."
Ich muss natürlich zugeben, dass wir diesen Aufsatz tatsächlich gelesen haben vorher im Unterricht. Aber ganz ehrlich: Dann war die Frage (einmal wieder) schlecht gestellt. Dann hätte die Aufgabenstellung heißen müssen "Interpretieren sie Maria Stuarts Ende an Hand des Aufsatzes von Schiller: Hat sie Angst oder keine Angst?" Dann wäre es richtig gewesen, meine Interpretation abzuschmettern. Aber ohne diesen Zusatz war es das übliche selbstherrliche, was man an Deutsch-Lehrern (und zum Glück viel seltener bei Englisch-Lehrern) so häufig sieht ... oder zumindest sah. Ich weiß nicht, wie es in der heutigen Schule aussieht. Aber mir kräuseln sich immer noch die Fußnägel, wenn ich die Frage "Was will uns der Autor damit sagen?" höre. Was der uns damit sagen will? Mir doch wurscht. Ich will wissen, was der Text sagt! Diese Autoren-Zentriertheit tut einem echt in der Seele weh und hat mittlerweile nichts mehr, aber auch rein gar nichts mehr mit der Literaturwissenschaft an sich zu tun, denn über diesem Punkt sind wir doch spätestens seit Roland Barthes (1967) hinaus - oder sollten es zumindest.
Ich will mich damit echt nicht rausreden wegen der 5, die ich damals auf meine Klausur bekommen habe. Ich stehe nur weiterhin dazu, dass das eine massive Fehl-Entscheidung war und falls ich die gute Frau Prinsen-Eggert einmal wieder treffen sollte, dann werde ich ihr mal die Ohren lang ziehen in dieser Hinsicht. Mich ärgert es, dass ich damals noch nicht so theorie-fest war, um ihr die Stirn in dieser Hinsicht zu bieten. Aber mich macht es stolz, dass ich damals wohl schon "spürte", dass es Mist ist, was die gute Frau da in Deutsch gemacht hat; ich konnte nur leider nicht dagegen argumentieren ... damals. Mittlerweile soll sie mir mal über den Weg laufen und sie wird ihr blaues Wunder erleben.
Damit meine ich jetzt noch nicht einmal, dass man unbedingt Barthes-Anhänger werden muss, dass man gleich alles post-strukturalistische toll finden muss, aber man sollte es doch zumindest kennen und auch anerkennen, dass es nicht "falsch" ist, sondern auch den eigenen Fehler in der eigenen Frage-Stellung eingestehen. Aber dafür sind Lehrer dann eben doch wohl zu eingebildet. Sie erklären einem schließlich die Welt und wissen sowieso alles. Dabei hätte gerade ein Lehrer in Literatur-Fächern die Pflicht, sich auch ein wenig mit Literatur-Theorie auszukennen. Man muss nicht alle Ansätze toll finden, aber man muss es akzeptieren, wenn bestimmte Ansätze benutzt werden. Wenn man das nicht will, dann muss man das in die Frage einbauen. Aber "Interpretieren sie..." ist da keine wirkliche Festlegung, welche Interpretations-Methode dafür benutzt wird. Einzig und allein "eine" Antwort zu erwarten ist schlichtweg falsch und nicht wirklich weit gedacht. Und daran krankt auch das aktuelle Quiz auf cthulhu.de - leider.
Ich mag den Tom, ich mag ihn wirklich ungeheuer gerne. Er ist ein super netter Kerl, mit dem ich mich schon gut und lange unterhalten habe und bei dem ich mich immer wieder freue, wenn ich ihn sehe. Er ist sehr großzügig und das Essen-Gehen zur Spiele-Messe mit Tom und den Anderen ist für mich immer der Höhepunkt der Spiele-Messe; bei dem ich hoffe, dass ich das demnächst mal wieder machen kann. Dieses Jahr klappt es leider nicht wegen meinen mündlichen Abschluss-Prüfungen, hoffentlich jedoch nächstes Jahr wieder zur Spiele-Messe. Dabei ist es ja schließlich nicht das erste Mal, dass sowas passiert und ich habe mich auch schon häufig genug mit ihm über solche Sachen unterhalten bzw. er kennt sicherlich noch zur Genüge meine entsprechenden Postings im Cthulhu-Forum. Aber so ist das Quiz halt einfach ... fragwürdig - für mich zumindest.
Letzten Endes reizen mich die Preise aber natürlich schon. Aber soll ich mir da echt den Stress machen, solche schlecht gestellten Fragen zu beantworten? So ist das Quiz für mich einfach nur schlecht gemacht, lediglich die Preise locken natürlich. Aber dafür den Stress sich geben, richtig schlechte Fragen zu beantworten? Ich weiß nicht. Ich denke, da muss ich noch einmal in mich gehen.
Thursday, August 16. 2007
Wie hinreichend bekannt sein dürfte, bin ich eigentlich Post-Strukturalist mit Leib und Seele und fordere auch sehr gerne den Autoren-Tod – im metaphorischen Sinne. Aber was ist das eigentlich? Der Autoren-Tod geht auf einen Essay von Roland Barthes zurück, „The Death of the Author“ und ist eine Forderung und ein Plädoyer für die Enthebung des Autors aus seiner Vormachtstellung über die Interpretation des Textes. So, wie ich Barthes lese, bedeutet dies aber nicht, dass die Autoren-Intention vollkommen sterben soll. Nein, vielmehr geht es um die Emanzipation des Lesers.
In der Schule haben wir es schließlich auch häufig genug gemerkt, wenn die klassische Frage gestellt wird: „Was will uns der Autor damit sagen?“ Keine Ahnung! Das ist dann die rhetorische und zugegebenermaßen polemische Antwort, aber genau darum geht es. Wir können es einfach nicht wirklich wissen, was der Autor uns damit sagen wollte. Nicht nur, wenn der Autor schon tot ist, sondern auch wenn er noch lebt. Aber selbst wenn, wieso ist das wichtig? Wieso ist ausgerechnet diese eine Interpretation des Textes so ungeheuer wichtig? Das limitiert doch den Text. Und genau hierum geht es für mich bei Roland Barthes: Die Emanzipation des Lesers, aber im Prinzip auch um die Befreiung der Interpretation.
Continue reading "Der Tag, an dem der Text stillstand"
Thursday, June 28. 2007
Wie ich schon geschrieben habe, war ich dann letzte Woche in meiner internet-losen Zeit in "Pans Labyrinth", denn hier im Frankfurter Kinopolis lief er in der sehr zu empfehlenden "2,50 Euro"-Vorstellung. Da letzten Mittwoch in meiner Frühschicht in der Videothek "Pans Labyrinth" kam und ich den rausstellen durfte, hatte ich ihn häufiger in der Hand gehalten und immer wieder überlegt, dass er mich ja eigentlich schon interessiert, aber irgendwie hatte mich die "Spanischer Bürgerkrieg"-Thematik abgeschreckt. In wie weit das Ganze nun wirklich in den Vordergrund tritt oder nicht, war mir irgendwie nie sonderlich klar. Aber da ich mir überlegt hatte, dass ich ihn doch ganz gerne sehen würde und ich sowieso schon seit längerem mit der "2,50 Euro"-Vorstellung liebäugelte, entschloss ich mich dann doch dazu. Also: Marc anrufen und fragen, ob er mitkommt, Augen zu und durch.
Continue reading "Fluch des Pan"
|
Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)