Monday, November 17. 2008
Casualisierung, World of Casualcraft... ich kann es nicht mehr hören. In den offiziellen Blizzard-Foren sind das schon seit langem die Schlagworte. Jetzt kann man hier in diesem Thread das Ganze noch einmal in konzentrierter Form sehen. Da hat die WoW-Community neue Schlagworte gefunden, die dann bald zusammen mit dem 13-Euro-Joker hoch gehalten werden.
Wieso ich das nicht mehr ertragen kann? Ich bin auch Raider. Ich mag es auch, eine Herausforderung zu haben. Ja, da stehe ich dazu. Ich raide gerne und bin gerne stolz darauf, wenn ich Content schaffe, den eine gewisse Masse nicht schafft. Jetzt ist die Angst groß, weil der erste Content clear ist, dass das Addon anspruchslos sein wird. Ja, das wäre schon irgendwie blöd - das gestehe ich ein. Aber sehen wir es doch einmal realistisch: 1. Naxxramas war schon vorher bekannt, 2. Gerade die großen Raid-Gilden haben Naxxramas sich schon in der Beta angeschaut, 3. das sind Spieler, die das Ganze mehr oder weniger professionell betreiben, dass die das schneller schaffen, ist klar.
Aber da sage ich auch ganz ehrlich: Wer in so kurzer Zeit das Spiel durchpowert, der ist auch selbst dran schuld. Ich bin erst Level 73 mit meiner Elyssa (mein Raid-Charakter), denn ich lasse mir Zeit. Ich will natürlich auch so schnell wie möglich 80 werden, ich will mir auch alles so schnell wie möglich ansehen, aber ebenso will ich das Spiel genießen. Ich habe mehrere Charaktere, also könnte ich mir die Quest-Texte und die Hintergründe so "richtig" auch dann mit diesen ansehen, aber dennoch lasse ich mir auch mit Elyssa Zeit. Bei uns in der Gilde sind die ersten schon 80 und auch bei uns auf dem Server hat For the Horde gestern Nacht Naxxramas clear bekommen. Ja, und?
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Sunday, October 26. 2008
Übersetzungen sind Auslegungssache. Übersetzungen sind immer auch schon zum Großteil eigene Interpretation und sowieso gefährlich nahe an der Autorensuche. Das ist ein grundlegendes, literaturphilosophisches Problem bei Übersetzungen - zumindest für mich als Post-Strukturalisten. Und auch wenn ich sehr für Interpretationspluralismus einstehe, so gibt es bei Übersetzungen natürlich stets sinnige und unsinnige Übersetzungen, bessere und schlechtere Übersetzungen und natürlich auch ganz krasse Übersetzungsfehler trotz allem Interpretationspluralismus. Dass dies alles sich natürlich beißt, ein unangenehmes Paradoxon zu post-strukturalistischen Grundprinzipien erzeugt, ist mir auch bewusst und ein überaus spannendes Thema, das aber einen anderen Blog-Eintrag darstellt. Hier geht es mir um die Lokalisation von WoW.
Ich persönlich halte von der WoW-Lokalisation sehr wenig. Es gibt bei WoW ein paar wenige wirklich gute Übersetzungen, aber zum Großteil sind sowohl die Übersetzungen selbst als auch die Übersetzungspolitik wirklich ein Graus und ein Schlag ins Gesicht für jeden, der sich ein wenig mit Englisch auskennt. Da gibt es solch illustre Sachen wie den "Morbent Fel/Morbent Teufels" (nicht immer stupide die Übersetzungsroutine laufen lassen) oder den "Felwood/Teufelswald" (es gibt in der WoW-Geschichte keine Teufel) und nun gibt es sogar eine neue.
Seit kurzem gibt es ein neues Event. Davon habe ich schon gelesen. Aber nachdem mir gestern jemand den deutschen Text der Queste kopierte, wurde mir klar, dass auch das einmal wieder diskussionswürdig übersetzt wurde: "Chamber of Secrets" heißt die Quest auf Englisch und ist eine Queste für Karazhan, auf Deutsch heißt das Ganze dann "Kammer der Geheimnisse". Ich würde es "Kammer des Schreckens übersetzen. Aber das ist doch richtig übersetzt und deine Übersetzung ist falsch! Nein, ist es nicht. Wenn man es wörtlich sehen würde, dann vielleicht, aber hier darf man eigentlich nicht wörtlich übersetzen. Karazhan erinnert gerade gegen Ende der Instanz an Hogwarts, gerade architektonisch, aber eben auch solche Sachen wie das Schach-Event und nun auch hier bei dieser Quest ist natürlich dann eine Harry-Potter-Anspielung verpackt. Die englische Ausgabe des zweiten Bandes heißt "Harry Potter and the Chamber of Secrets", die deutsche Ausgabe wurde ebenfalls nicht wörtlich übersetzt und heißt "Harry Potter und die Kammer des Schreckens".
Ich bin weiterhin dafür, dass unsere Petition für diese Übersetzungspolitik, nämlich alles wortwörtlich zu übersetzen, endlich mal durch kommt. Denn spätestens mit diesem Beispiel ist klar, dass die Übersetzer sich keinerlei wirkliche Gedanken um die Übersetzung machen, sondern ganz stupide wörtlich alles übersetzen. Das kann auch die Übersetzungsroutine, dafür braucht man keine menschlichen Übersetzer, die Anspielungen und Feinheiten erkennen. So gerne ich WoW habe, so viel ich Blizzard verzeihe, die Übersetzungspolitik ist ein tiefer Abgrund. Ich mag "Grimlingsflitzer" als Übersetzung und ich mag "Süderstaade", ich mag "Beutebucht" und noch ein paar wenige, aber der Großteil der Lokalisation ist häufig die Strahlung nicht wert, die er aussendet.
Friday, October 24. 2008
Es ist total spannend, wie pissig doch die Leute werden können, wenn man ihnen sagt, dass die Autorenintention tot ist. Das können die einem echt übel nehmen. Dabei geht es ja nicht darum, zu sagen, dass man nicht mehr danach schauen darf, aber der Fokus auf sie ist nun einmal verkehrt. Und wieso sind die Leute pissig? Der einzige Grund, den ich mir erklären kann: Sie verlieren plötzlich die Gewalt über einen Text, denn die Autorenintention in ihrer derzeitigen Machtposition tut dem Text tatsächlich Gewalt an. Sie vernichtet einem Tyrannen gleich sämtliche sonstigen Interpretationen, die aus dem Text heraus geboren werden können und aus der Interaktion zwischen Lesen und Text.
Die Autorenintention ist der Dikator der Kultur und erst, wenn sie zurecht gestutzt ist auf die Machtposition des gemeinen Plebs, erst dann haben wir den vernünftig-pluralistischen Zugang zu Texten, bei dem die Interpretation an sich zählt und nicht, ob irgendwann einmal der Autor bei der Geburt des Kindes sagte, dass es männlich sei - blöd nur, wenn dann das Mädchen die ganze Zeit als Kerl rumlaufen muss, nur weil es der Vater nicht erkennen will.
Wednesday, October 15. 2008
Ursprünglich war es ein Kommentar, nun wäre es zum trackback geworden, wenn bei Supersized endlich mal die trackbacks funktionieren würden. I defy you stars! So gibt es eben "nur" einen Link zum Marc rüber auf einen tollen pseudo-intellektuellen Artikel über eines meiner Steckenpferde: Pop-Kultur. Und da dieses ganze sowieso eines meiner häufigsten rant-Themen ist, bekommt es hier auch dann doch noch einmal einen eigenen rant-Eintrag. Marc will in keinen nerdrage verfallen, der unglaubliche Holk kann aber nicht anders.
Ich mag Pop-Kultur, ich liebe Pop-Kultur. Und ich liebe es, wenn man damit anspruchsvoll umgeht, wenn man durchaus Tiefe erkennt in dem, was unterhält. Denn nichts Anderes ist die Klassik und der Kanon von gestern und heute. Eine " Coquette" war früher Unterhaltungsliteratur und gilt heute als hohe Literatur. Ein " Wieland" war früher ein Kassenschlager und vermutlich sogar Trivial-Literatur - die Zeit hat es in den Kanon der lesenswerten Literatur geholt. Und spätestens seit Andy Warhol wissen wir, wie das so mit Kunst und Fälschung aussieht und dass "Kunst an sich" sich sehr schwer tut mit dem "an sich", denn "Kunst" ist ein mindestens ebenso schwieriger und schwammiger und hierarischer Begriff wie " Genre". Bei "Kunst" sind sich dessen viele Leute wenigstens ein wenig mehr bewusst.
Vielleicht ist das der gleiche Autor, der einmal in der ZEIT (ja, ich bin überzeugter ZEIT-Leser) einen unsäglich schlechten Artikel über Star Wars geschrieben hat, in dem ein pseudo-intellektueller Bezug zu Ödipus gemacht wurde und dass es ja eigentlich klar wäre, dass (SPOILER!) Darth Vader der Vater von Luke sei, denn das Wort hätte schließlich unwahrscheinliche Ähnlichkeit mit "Vater", also "Darth Vater" sozusagen. Das war der Moment, in dem ich den Kaffee über der Videotheken-Theke morgens verteilte und mir unsagbar schlecht wurde bei so viel aufgeblasener Augenbraue. Das war mit einer der pseudo-intellektuellsten Artikel, die ich jemals gelesen habe neben der Rezi über "Fluch der Karibik 3" im Spiegel-Online - und nun der von Marc verlinkte Artikel. Kann man nicht so etwas eine Journalisten-Sperre fordern? Ja, ja, ich weiß, Zensur böse. Mir geht es hier auch nicht darum, Meinungen tot zu machen, sondern eher sowas, wie: "Mit Alkohol im Blut darf man kein Auto fahren."
Bei sowas fühle ich immer - the Rage. Und man sollte mich eben nicht hunrgig machen. Man würde mich nicht mögen, wenn ich hungrig bin. Also sollten auch die ganzen blödsinnigen Pseudos einfach mal aufhören über Pop-Kultur zu schreiben, wenn sie keine Ahnung haben. "Ich brauche keine Nordsee, ich kann mir im Rewe auch selbst Käpt'n Iglo kaufen." Saubere Argumentationsführung, Herr Kopp. Ich hasse es, wenn Pseudo-Intellektuelle über Pop-Kultur schreiben, denn die können das selten. Das kann nur in die Hose gehen - oder in die Augenbraue. Man muss Pop-Kultur nicht toll finden, man muss auch nicht immer alle Filme toll finden, die ich toll finde - wirklich nicht. Aber man sollte einfach mal ein paar Meter weiter nachdenken, als die eigene Kritikerprofilierungssucht bei vielen zulässt. Ich mag Episode 3 auch nicht; ich finde Episode 3 sogar richtig mies. Also so richtig, absolut mies, dass ich mir den nie mehr anschauen will - und ich bin/war einmal großer Star Wars-Fan. Aber, was diese Leute da oben schreiben, erst der Zeit-Artikel, nun dieser Kopp, da steigt mir echt die Galle hoch, trotz des absolut vergeigten Episode 3. So viel aufgeblasener Dünnsinn...
Tuesday, October 14. 2008
Manche Naturwissenschaftler machen sich darüber lustig, wie undeutlich Sprachwissenschaftler oder Literaturwissenschaftler formulieren. Naturwissenschaftler hätten angeblich eine so eindeutige Sprache und könnten damit alles ganz einfach erklären. Aber dann jammern sie rum, wenn sie Zufallsgeneratoren Nicht-Naturwissenschaftlern erklären müssen. Und dann kommen plötzlich Aussagen wie: "Das verstehen die sowieso nicht" oder "Da lesen sie sowieso rein, was sie wollen." Es sind also tatsächlich immer die Anderen, die ungenau formulieren oder ungenau verstehen; man selbst ist immer eindeutig und klar. Herzlichen Dank für so viel Selbst-Reflektion und Methoden-Kritik - da kann ich persönlich nur den Kopf schütteln.
Das ist dann Uni-Naturwissenschaft und für den Normalsterblichen nicht verständlich. Wenn ich dann aber anfange von Saussure und Derrida zu erzählen, von signifier und signified, dann muss ich das so machen, dass es verständlich ist - obwohl es auch Universitäts-Semiologie ist. Andernfalls sind es wieder die bösen Linguisten oder bösen Post-Strukturalisten, die sich so unverständlich ausdrücken. Naturwissenschaft ist einfach, aber zu komplex für den Normalsterblichen zu verstehen. Dennoch kann ein Naturwissenschaftler ganz eindeutig sich ausdrücken - nur eben nicht für den Normalsterblichen. Da wird dann gedreht und gedeixelt bis die Argumentation sich selbst rechtfertigt, dass man das eben darf und Andere nicht. In der Naturwissenschaft darf man alles und kann schließlich auch alles, in der Linguistik, in den Literaturwissenschaften sind das alles Schwätzer, die sich nicht ausdrücken können und die können bekannterweise gar nichts.
Das wird natürlich nicht von allen Naturwissenschaftlern so gesehen, aber mir kommt es fast so vor, als ob es von den Naturwissenschaftlern so gesehen wird, die am lautesten schreien. Da ist dann alles immer vollkommen logisch, alles immer vollkommen durdacht und der Andere versteht es nur nicht, weil er nicht logisch denken kann oder zu doof ist - man selbst formuliert schließlich exakt. In dieser eigenen, kleinen, aber doch so wahren Welt wird der Naturwissenschaftler zum Ubermensch, zum perfekten Wesen, das mit einfacher Sprache formulieren kann, die jenseits aller Induktions-Probleme liegt, denn sie war, ist und wird immer sein. Dass das mehr von cthuloiden Entitäten und nihilistischen Paradoxien hat, erläutere ich jetzt auch nicht weiter, denn das ist eine so wahre Aussage gewesen, dass jeder, der sie nicht versteht, zu doof ist, denn ich habe sie eindeutig und präzise geführt.
Witzigerweise wird dieses naturwissenschaftliche Weltbild dann abgenickt. Es wird einfach akzeptiert, dass Naturwissenschaft in höheren Sphären schwebt, die man nicht verstehen muss und viele auch nicht verstehen können. Dabei liegt es auch dort nur an dem Medium, das heißt: an dem Naturwissenschaftler selbst, der das erklärt! Alles muss verständlich sein. Wenn ich Derrida oder Saussure nicht erklären kann, liegt es nicht an meinem Gegenüber, sondern an mir. Natürlich gibt es auch Leute, die sich dumm stellen, das will ich gar nicht abstreiten. Aber zunächst einmal sollte der Fehler bei sich selbst gesucht werden, in der eigenen Erklärung, in der eigenen Einsicht in die Dinge. Wenn ich in meiner mündlichen Prüfung Rational Choice-Theory nicht erklären konnte für den einfachen Mann, liegt es an mir! Nicht an der Rational Choice-Theory und nicht an ihrer Komplexität. Das muss man eingestehen, das muss man zugeben. Nur wieso habe ich das Gefühl, dass 90% der Naturwissenschaftler um mich herum das nicht können und auch noch nicht einmal ansatzweise in Betracht ziehen? Der Fehler? Der liegt immer bei den Anderen einfach via Definition (ich kann übrigens auch geschwollen und gebildet reden, wenn ich denn will) - das konnten die Naturwissenschaftler ja schon immer gut ... die Welt definieren. Dabei dachte ich immer, es ginge darum, die Welt zu entdecken.
Sunday, October 12. 2008
Was macht man da eigentlich? Man hat etwas über jemanden herausgefunden, was nicht in Ordnung ist. Jemand macht etwas, was schlicht und ergreifend gelogen ist - und Andere erkennen es nicht. Dazu kommt dann das Problem, dass man die Person(en) eigentlich mag und ihnen kein Bein stellen will. An sich finde ich es nicht schlimm, wenn jemand bei etwas nicht ganz so ehrlich ist - aber dann soll er andererseits sich nicht so hinstellen, als wäre er es. Mich persönlich juckt es da in den Fingern. Aber was machen?
Denjenigen bloßstellen öffentlich? Nein, das ist dämlich. Da kann man auch gleich alle persönlichen Kontakte zu diesen Personen abbrechen. Es ihnen unter vier Augen sagen? Da kommt es sicherlich je nachdem auf die Person an, wie sie reagiert. Aber im Normalfall wird das dann auch eher in Selbstrechtfertigung und Streit enden. Dann wohl doch eher: Klappe halten. Und dennoch nagt es dann immer wieder an einem, wenn man es mitbekommt, dass jemand etwas Anderen vorlügt und dann möglicherweise auch dafür (unverdienten) Applaus erntet.
Sunday, October 12. 2008
Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich in diesen Thread etwas schreiben soll, habe es dann aber gelassen. Wieso? Mir ist einfach nicht danach. Ins offizielle Blizzard-Forum zu schreiben, dafür muss man wirklich in einer ganz besonderen Stimmung sein; selbst zum Lesen. Es ist einfach ganz furchtbar, wie die Leute sich dort ausdrücken, was sie ausdrücken und wie sie miteinander umgehen - wirklich, ganz furchtbar. Darauf habe ich keine Lust. Schon allein das ganze Gejammere. Ja, ich bin auch ein paar Änderungen skeptisch, aber ich lasse sie einfach einmal auf mich zukommen. Und bei einigem von diesem Gejammere sehe ich wirklich nur, wie sich Leute durch Meckern profilieren wollen.
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Monday, October 6. 2008
Spannend sind die selbst ernannten Götter des Rollenspiels; und damit meine ich nicht die Götter in den jeweiligen Settings, sondern die Spieler. Es gibt so viele selbst ernannte Päpste des Rollenspiels, die genau wissen, wie man zu rollenspielen hat, dass man egal auf welchem Con, egal auf welchem Server man immer mindestens einen davon findet. Das Ganze sieht dann meist so aus, dass derjenige sehr dogmatische Ansichten von Rollenspiel hat - ein Rollenspiel-N*zi.
Er weiß, wie der perfekte Rollenspieler auszusehen hat, der Uber-Rollenspieler. Und er weiß auch immer genau, wie Andere zu spielen haben. Er hat den größten Einblick, sowohl in den eigenen Charakter (aber der ist für ihn meist unwichtiger), aber noch viel mehr in die Charaktere von Anderen und hier liegt auch das größte Erkennungsmerkmal des Rollenspiel-N*zi: Alles muss so gemacht werden, wie er es will, sonst ist es kein Rollenspiel und dies gilt ganz besonders dabei, wie andere ihre Charaktere zu spielen haben. Level-Aufstiege müssen beispielsweise immer im Rp ausgespielt werden, Zauber und Fertigkeiten müssen immer auch im Spiel erlernt werden. Aber gerade hieran sieht man, wie wenig Ahnung so jemand vom Rollenspiel hat, wenn es hier das dogmatische "immer" gibt, denn "immer" ist das nicht gut.
Es macht wirklich Spaß, diese Sachen auszuspielen, aber man muss es nicht immer. So etwas darf nie zum Selbstzweck verkommen! Man spielt nicht Rollenspiel, um etwas auszuspielen, man spielt Rollenspiel, um Spaß zu haben. Natürlich darf man diese Sachen ausspielen! Habe ich auch schon gemacht und es macht auch Spaß. Aber es sollte passen. Nicht immer auf Biegen und Brechen hinaus alles ausspielen müssen, denn darunter (Achtung, hier kommt das Paradox) leidet das Charakterspiel! Ja, genau, richtig gehört - es leidet darunter. Es wird nicht gefördert, sondern zum Zwang und dadurch unnatürlicher. Häufig werden diese Ausspielsachen so sehr in die Situation zwanghaft reingepresst, dass diese Ausspiel-Situationen nichts Natürliches mehr an sich haben und genau hierunter leidet dann Charakter- und Situations-Tiefe. Bei Filmen und Büchern geschieht auch nicht immer alles minutiös dargestellt. Es gibt Sachen, die off-screen passieren. Bitte auch mehr davon im Rollenspiel, denn das fördert die Charaktertiefe, auch wenn gerade diese Leute das nicht glauben wollen.
Tuesday, September 30. 2008
Von apetito gibt es in der Serie Pasta e Basta die "Cappelletti Tomate Mozarella", die auch wirklich gut und lecker aussehen, daher habe ich die mal geholt. Das ist ganz angenehm, einfach auch mal sowas nur in die Pfanne werfen zu können und fertig ist es. Schmeckt auch gut. Aber eine Frechheit ist der Preis und das, was drinnen ist schon.
Ich hole bei solchen Sachen normalerweise zwei Packungen, denn ich weiß, dass eine für uns 2 nie langt. Aber ich war dann doch erschüttert, als ich gesehen habe, wie wenig dann sogar in zwei Packungen dabei raus kam. Schmeckt wirklich gut, aber bei dem Preis nur ein Essen, wenn man mal wieder im Lotto gewonnen hat.
Außerdem funktioniert die Technik bei den Mozarella-Stückchen nicht. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, um Fertiggerichte richtig zu kochen. Bei mir haben die sich nämlich nicht in der Soße und auf dem Essen verteilt, sondern sind zusammen geklumpt und haben sich immer wieder über meinen Kochlöffel gefreut und wollten den nicht mehr hergeben.
Saturday, September 27. 2008
Wenn man Titel alphabetisch sortiert, gibt es eine Regel, die überraschend wenige zu kennen scheinen, die aber dennoch so ungeheuer wichtig ist: Artikel weglassen! Der Artikel wird bei so etwas immer mit einem Komma hinter den Titel geschoben. Denn ansonsten hat man:
"Arac Attack"
"Contact"
"Das Omen"
"Das fliegende Klassenzimmer"
"Das große Fressen"
"Das siebte Zeichen"
"Der große Gatsby"
"Der Herr der Ringe"
"Der letzte Mohikaner"
"Die Mumie"
"Hidalgo"
"K-Pax"
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder"
"Sieben"
Es gibt einfach zu viele Titel, die einen Artikel am Anfang haben. Damit hätte man tausend Titel in der "D"-Kategorie und weitaus weniger in den anderen Buchstaben. Daher macht man es anders. Die obige Liste würde korrekter so aussehen:
"Arac Attack"
"Contact"
"Fliegende Klassenzimmer, das"
"Große Fressen, das"
"Große Gatsby, der"
"Herr der Ringe, der"
"Hidalgo"
"K-Pax"
"Letzte Mohikaner, der"
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder"
"Mumie, die"
"Omen, das"
"Sieben"
"Siebte Zeichen, das"
Sonst hat man lauter Filme in der Kategorie "D" und "E", aber weitaus weniger in den anderen Kategorien und das kann schließlich auch nicht der Sinn der Sache sein. Oder Artikel ganz weglassen. Schmerzt mich als Philologen so richtig, denn bei der Arbeit an der Bibliographie meines Profs hat man das mit den Artikeln eingetrichtert bekommen.
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Comments
Thu, 27.11.2008 12:17
Gratulation! Bei mir wird es jetzt definitiv nichts mehr mit dem Winner-Button. 30000 Wörter werde ich in den [...]
Wed, 26.11.2008 15:43
Yaymapi! Herzlichen Glückwunsch!
Wed, 26.11.2008 10:49
“Großes Kino” ist genau die richtige Beschreibung. Viel liebe zum Detail und tolle Questen. Alleine mit der Lore [...]
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)