Entries tagged as philology
Friday, September 26. 2008
Ich finde es traurig, wenn lange, durchdachte Texte im Internet nur zum Teil gelesen werden. Manchmal werden sie sogar gar nicht gelesen und dann höchstens mit dem Kommentar versehen: "tldr - too long, didn't read" oder "was für eine Textwand". Natürlich gibt es auch Textwände, natürlich gibt es auch unübersichtliche Texte, aber gerade im Internet scheint die Frustrationsschwelle für lange Texte extrem niedrig zu liegen; fast so, als ob der Internet-User von heute es verlernt hat, zu lesen.
Damit meinte ich jetzt nicht unbedingt meine Texte. Klar, mir passiert das auch, denn auch ich schreibe gerne mal länger - hin wieder ... ganz selten. Aber mir ist es gerade letztens bei einem Text unter gekommen, der lang war - nicht von mir .. ausnahmsweise. Diesen Text fand ich ungeheuer interessant zu lesen, denn derjenige konnte gerade Sätze schreiben, was im Internet nicht unbedingt üblich ist. Er konnte gut schreiben und es war weder alles klein geschrieben, noch ein einziger Absatzklotz - dennoch fand man darunter: "Er schreibt zu viel." Traurig, sehr traurig.
Die MTV-Generation hält also Einzug in das Internet. Wobei "hält" auch falsch ist, denn sie hat sich schon lange hier fest gesetzt. Texte müssen schnell, schnell, schnell gehen. Ein Text sollte nach Möglichkeit äquivalent zu den epileptischen Kamerakindern von VIVA oder Arabella Kiesbauer sein, möglichst viele Schnitte haben, am besten mit fetzigen Farben unterlegt sein, voll krasse Schreibweise haben, am besten noch ein paar Unterniveau-Witze enthalten und die üblichen Schreibfehler mit "seit/seid" und "das/dass" dürfen natürlich auch nicht fehlen - hier und da dann noch ein paar Buchstabenverdreher und fertig ist der perfekte Internet-Text.
Es gibt auch zu lange Texte. Es gibt auch Texte, die nicht nur zu lang sind, sondern auch unangenehm zu lesen sind, Texte, die merkwürdige Schachtelsätze haben, deren Bandwurmsätze niemals enden und vollkommen unübersichtlich sind. Das sollte natürlich nicht sein. Aber schon bei einem recht übersichtlichen Text wird mit "der ist zu lang"-Keule um sich geworfen. Man hat anscheinend wirklich verlernt zu lesen. Den überzeugten Philologen schmerzt das besonders. In der LoL-Generation gibt es keinen Platz mehr für ausgefeilte Texte. Die Manga-Smileys, Rechtschreib-Ekzeme und Akronym-Geschwüre von heute sind nunmal wohl die Lyrik von morgen.
Sunday, September 14. 2008
Ich weiß, ich bin Rechtschreib-Klugscheißer; aber auch mache nicht immer alles richtig. Der entscheidende Unterschied ist aber, dass ich mich darum bemühe und wirklich verhältnismäßig wenig Fehler mache. Natürlich macht man immer genau dann die Fehler, wenn man sie nicht braucht. Gerade das Internet hat leider eine große Ansteckungsgefahr für solche Fehler, denn wenn man etwas Falsches häufig genug sieht, prägt es sich so sehr ein, dass man es selbst nachmacht. Das ist schließlich auch der Hauptgrund dahinter, dass man seine Rechtschreibung aufwerten kann, wenn man viel liest. Das klappt aber eben nur, wenn man lektorierte Sachen liest: Zeitungen, Bücher etc. Wobei leider noch nicht einmal alles davon lektoriert ist, aber der Großteil dieser Sachen wird wenigstens von Leuten geschrieben, die eine sichere Rechtschreibung haben.
Wenn man sich allerdings im Internet umsieht, dann scheint Deutschlands Bevölkerung zu 90% aus Legasthenikern zu bestehen. Damit reden sich zumindest gerne viele heraus, wenn man sie einmal daraus anspricht: "Ich findedas jetzt voll diskriemineirend das dir das wichtig ist. Woher willst du wissne das ich kein Legasteniker bin?" Klar, man kann es nie wissen. Nur kenne ich einige Legastheniker und nach einiger Zeit mit ihnen, hat man ungefähr eine Ahnung, was Legastheniker-Fehler sind und was nicht. Das erkennt man häufig schon am Schriftbild, doch ich denke, das würde jetzt zu weit gehen, das hier genauer auszuführen. Kurzum: Man erkennt es, dass dem nicht so ist. Meine alte Leier und mein alter Fluch diesbezüglich sollte hinreichend bekannt sein und das habe ich in dieser Kategorie schließlich schon häufig breit getreten.
Was ich allerdings ganz gruselig finde, genau die andere Seite ist und was mir bisher noch nicht unter gekommen ist, dass man im richtigen Leben verbessert wird. Gerade, wenn man spricht, kommt am Ende doch ein anderer Satz raus, als er ursprünglich werden sollte. Da stellt man dann selten noch einmal den Satz um und fängt von vorne an, sondern macht die Augen zu und spricht den Satz dann doch zu Ende - selbst wenn er grammatikalisch nicht richtig ist. Ist mir letztens einmal wieder passiert, weil ich mit meinen Gedanken beim Reden schon einen Schritt weiter war, Satzgefüge verbockt, weil ich plötzlich am Ende eine andere Idee hatte als zu Anfang, beim Reden gemerkt, mir gedacht "ach, egal", weiter geredet und dann ... eine Kasus-Verbesserung abbekommen. Hallo? Geht's noch? Wenn das wenigstens lustig gemeint gewesen wäre, aber das war ernst! So richtig mit tadelndem Blick und so! Sachen gibt's...
Saturday, September 13. 2008
Naturwissenschaftler sind die Frauen unter den Wissenschaftlern. Mit wem man Filme schaut, ist so wichtig, und dennoch vergessen viele Leute, wie wichtig das ist. Es kann so unglaublich nerven, wenn man einen Film schaut, der wirklich handwerklich gut und tadellos gemacht ist, aber - sagen wir einmal - es nicht so genau mit der Realität nimmt; oder sogenannter Realität, um meiner post-strukturalistischen Ader einmal wieder genüge zu tun.
Ich unterhalte mich gerne, auch während dem Film. Ich lästere auch einmal gerne, auch über den Film. Und dennoch gibt es Momente, in denen es so unglaublich entnervend ist, wenn der Film an sich gut ist und man dann mit korinthischen Kommentaren überflutet wird. Michael Mittermeier hat das einmal sehr schön gesagt, wie das bei Frauen passieren kann, doch das gibt es auch nicht nur bei Frauen - einmal wieder stechen hier besonders negativ die Naturwissenschaftler hervor.
Wenn ich einen Film sehe, der Spaß macht und auch nur Spaß machen will, dann brauche ich nicht zu wissen, warum dieses oder jenes jetzt unrealistisch ist, warum dieses oder jenes in der "Wirklichkeit" (entschuldigt die Anführungszeichen) halt einfach anders ist. Muss ich nicht wissen. Ist spannend zu wissen, aber auch hier kommt es auf die Art und Weise drauf an. Während dem Film sowieso nicht. Nach dem Film kann das mal ein netter Einwurf sein, aber das dann auch noch in die Bewertung zum Film einfließen zu lassen, übersteigt meinen persönlichen, geisteswissenschaftlichen Horizont - aber da bin ich eben auch nur ein schwatzender Geisteswissenschaftler.
Oder um es in den Spuren von Michael Mittermeier zu sagen: "Hier geht es doch nicht um Realismus. Der Film heißt Findet Nemo und nicht Das wunderbare Leben der Clown-Fische - Wahrheit und Fiktion." An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal von meinem Kumpel aus der Schulzeit erzählen, der mittlerweile Physiker ist und ernsthaft behauptete: "Literatur brauche ich nicht. Das ist doch alles Fiktion und ich muss meine Zeit nicht mit etwas vergeuden, was sich jemand ausgedacht hat. Ist doch sowieso nur alles ausgedacht." Ach! Nein, tut mir leid, habe ich kein Verständnis dafür. Hatte ich damals nicht und mittlerweile noch viel weniger und könnte ich mich stundenlang drüber aufregen. Den Rest des 10-seitigen Blog-Beitrages erspare ich euch einmal. Wichtig für euch ist nur die Vorstellung, wie ein kleiner, grüner Holk vor dem Computer sitzt und wild in die Tasten hämmert. Don't make me angry! You won't like, when I'm angry!
Tuesday, September 2. 2008
Mensch! Echt jetzt! Schon wieder musste ich was von Logiklöchern (aka Plotlöchern) lesen! Ja, da kann man sich toll mit profilieren als Kritiker, in dem man die Logiklöcher entdeckt, über die Andere einfach drüber geschritten sind. Ich fühle unglaubliche, professionelle Frustration, denn mich als Philologen schmerzt das ungemein, diese Hatz der Kritiker auf vermeintliche Logiklöcher.
In der Sprache der meisten Kritiker sind Logiklöcher eigentlich keine Logiklöcher, sondern einfach nur Sachen, die off-screen geschehen und daher keine explizite Darstellung erfahren. Der Kritiker ist häufig nur nicht fähig, diese off-screen geschehene Szene sich vorzustellen; sei dies, dass er es tatsächlich nicht kann oder (was häufiger ist) nicht will. So einfach ist das. Ob sich der Macher da Gedanken darüber gemacht hat, wie das nun genau aussieht oder nicht, ist egal. Natürlich gibt es hier ein Problem, denn man muss nicht jeden Klogang explizit zeigen; man weiß einfach, dass er geschieht. Ähnlich muss man wirklich nicht alles zeigen.
Die Glaubwürdigkeit dessen, was nicht gezeigt wird, ist aber wichtig, um die Suspension of Disbelief nicht zu zerstören, um einen Begriff Coleridges zu benutzen. Mittlerweile gilt es allerdings häufig als alleiniges Verschulden des Werkes, wenn es zu unglaubwürdig ist und somit dem Publikum nicht ermöglicht, sich dieser Suspension of Disbelief hinzugeben. Aber (und das wird oh-so-häufig übersehen!) die Hauptverantwortlichkeit der Suspension of Disbelief liegt nicht beim Werk (dort auch - ein wenig - irgendwie), sondern beim Zuschauer!
Es geht bei der SoD auch um die Bereitschaft des Publikums, sich Unzulänglichkeiten zu ergeben. Und diese Bereitschaft ist bei den meisten postmodernen Kritikern nicht mehr gegeben. Auf der Wikipedia kann man das alles aber sowieso finden, sowohl auf Englisch wie auch auf Deutsch. Aber auf der Wikipedia steht dann sogar schon wieder: "Als Beispiel seien hier die frühen Staffeln der Serie Doctor Who genannt, wo das Publikum die billigen Requisiten und die vorkommenden Logiklöcher ignorieren muss, um die Geschichte völlig genießen zu können."
Ich kenne "Dr. Who" nicht - ich weiß, dass dies ein großer Makel ist, den ich irgendwann korrigieren will, aber darum geht es nicht. Es geht auch nicht darum, "Dr. Who" nun blind zu verteidigen, denn vielleicht gibt es da wirklich unschöne Löcher. Das Problem ist, dass Logiklöcher als Kritikpunkt schneller gezückt werden als man vernünftig darüber nachdenkt. Häufig liegt die Unzulänglichkeit nämlich nicht an der Logik der Handlung oder der Szene, sondern an der Vorstellungskraft des postmodernen Kritikers.
Wenn jemand vor einem verschlossenen Tresor steht, keinerlei Werkzeuge dabei hat und in der nächsten Szene drin ist, dann wird es haarig mit der Glaubwürdigkeit, denn man sieht nicht, wie man in den verschlossenen Tresor kommt. Das kann man einfach als gegeben hinnehmen, denn ganz ehrlich: In einen Tresor zu kommen geht schon irgendwie und sei dies, dass derjenige off-screen sich doch noch Werkzeuge geholt hat. Wäre schon nett, das explizit zu zeigen, aber muss man auch nicht. Das geht. Oder aber man jammert, weil es ja so unrealistisch ist, dass man ohne Hilfsmittel einfach im Tresorraum steht.
Natürlich ist es unrealistisch; aber nur, weil es nicht gezeigt wird, ist es nicht unlogisch - nur nicht gezeigt. "Nicht gezeigt" ist ungleich "Logikloch". Lernt das doch bitte endlich mal, ihr selbstherrlichen Kritiker dieser Welt! Man sollte schon darauf aufpassen, was man zeigt und was nicht. Denn man kann schon ganz schön daneben greifen, wenn man etwas nicht zeigt, weil es tatsächlich Darstellung benötigt hätte. Ja, das kann sein und muss von Szene zu Szene geprüft werden. Aber diese ganzen Pseudo-Kritiken gefallen sich so ungemein darin, angebliche Logiklöcher aufzudecken. Ein Werk mit ständigen Erklärbären ist langweilig und gerade die Leerstellen laden zum Nachdenken und Diskutieren ein. Die Leerstellen sind es, die ein Werk bemerkenswert machen - können.
Man selbst aber ist der große Kritiker, der den Durchblick und Überblick hat, erkennen kann, was Darstellung benötigt hätte und was nicht. Da wird häufig mit keinem bisschen Wohlwollen gegenüber dem Werk interpretiert, dass etwas seinen Grund hat und man es darauf beruhen lassen kann. Ohne Frage: Bei einer Kritik geht es um Kritik und mit Wohlwollen ist da nicht unbedingt gedient, denn man will schließlich eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Werk haben. Dennoch: Fairness darf auch der Kritiker haben, aber diese Fairness ist in der Selbstverliebtheit der postmodernen Kritiker all zu häufig verloren gegangen.
Da geht es nicht um eine Auseinandersetzung mit dem Werk, sondern um die Selbstdarstellung des Kritikers: Er erhebt sich über das Werk als Gottkaiser der Kreation, denn er weiß, was wann, wie und wieso ist und sein sollte. Der postmoderne Kritiker zelebriert sich somit selbst auf diese Art und Weise. Die postmoderne Kritik ist somit keine Auseinandersetzung mit dem Werk, sondern die Eigenkonstruktion des Kritik-Kaisers; und das Werk stirbt, verblasst neben ihm, um diesem Kritiker zu einem parasitären, selbstdarstellenden Werk zu verhelfen; nicht zu verwechseln mit Intertextualität! Leider sind die Grenzen da fließend.
Sunday, August 10. 2008
Davon habe ich nur gehört, kann aber nicht mit entsprechenden Links dienen und nehme es aber mal als gegeben hin: Bei "Dr. Horrible" wurde von diversen Leuten wohl bemängelt, dass Penny eine so unglaublich schwache Frauenfigur sei und das wäre ja oh-so-schlimm. Ist es das wirklich? Nur weil es bei Joss Whedon normalerweise starke Frauenfiguren gibt? Und ist das dann direkt Chauvinismus, wenn eine schwache Frauenfigur drin vorkommt? Wenn alle Frauenfiguren starke Frauenfiguren wären und keine einzige schwache vorkommen würde, wäre das auch nicht besser, denn das wäre im Prinzip genau der gleiche Se*ismus. Aber das ist für viele Pseudo-Feministen natürlich egal. Da wird dann lieber kräftig "man" in "frau" umgewandelt und aus "Leser" plötzlich "Leser/innen" gemacht.
Zunächst einmal dürfen in solchen Sachen (ich nenne die mal ganz lapidar "Kunst" - ohne Diskussion drumherum) alle möglichen Charaktere drin vorkommen. Nur weil ein Werk einen bestimmten Charakter mit sich bringt, wird der Charakter noch lange nicht verherrlicht. Da ist übrigens die Wechselwirkung häufig eher zwischen Leser und Werk zu suchen und nicht zwischen Autor und Werk, denn letzterer interessiert recht wenig. Wieso auch? Das Werk ist viel spannender. Beispielsweise bei "Dr. Horrible" kann man sowieso ganz schnell sagen, dass Penny eben auch gerade für ihre Schwäche und ihre Oberflächlichkeit vom Drehbuch bestraft wird - sie muss sterben. Sie stirbt zwar sicherlich nicht nur deswegen, aber schon allein mit diesem sehr simplen (meiner Ansicht nach zu simplen) Argument kann man diese ganzen Pseudo-Feministen ganz einfach in die Leere laufen lassen.
Aber das hat bestimmt sowieso schon irgendwo jemand darauf geschrieben; ist schließlich nicht so, als ob diese Gedanken besonders weit hergeholt wären. Das ist schon recht naheliegend, aber wenn man was zu meckern bekommt, ist manchen Leuten wirklich nichts zu dumm - gerade Pseudo-Feministen glänzen hier gerne und bringen dadurch den gesamten Gender-Studies-Komplex in Verruf.
Wednesday, July 16. 2008
Keine Zeit, keine Lust:
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Which British Literature Writer are you? created with QuizFarm.com |
| You scored as Robert Louis Stevenson You are most like Robert Louis Stevenson. You love pirate stories and you abesolutely know that you have an evil alter ego that likes to come out at times. Stevenson wrote "Treasure Island" and "The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde". "No man is useless who has a friend, and if we are loved we are indispensable." R.L.S.
Robert Louis Stevenson |
| 83% | Alexander Pope |
| 75% | Geoffery Chaucer |
| 75% | William Shakespeare |
| 58% | Marie de France |
| 58% | John Milton |
| 50% | Sir Phillip Sidney |
| 50% | Mary Shelley |
| 42% | Robert Burns (yes, I know he's Scotish!!!) |
| 33% | Beowulf Poet |
| 25% |
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Wednesday, July 9. 2008
Was gibt es eigentlich nun zu meiner Hochzeit zu erzählen? Schon so einiges und das sollte ich auch so langsam endlich einmal machen, sonst mache ich es nie, wie ich leider an meinem DRSRM-Bericht gemerkt habe; je weiter das Ereignis fort rückt, desto unmotivierter werde ich, dazu etwas zu tippen. Ich muss anscheinend wirklich immer zeitnah bloggen, sonst bringt das alles nichts. Schon merkwürdig, ist aber so. Ich beschränke mich da einfach einmal auf einen Schnell-Durchlauf mit ein paar ausführlicheren Anekdoten oder vermutlich eher Anekdötchen.
Continue reading "Come my love I'll tell you a tale"
Friday, July 4. 2008
Meinen Quasi-Junggesellen-Abend habe ich nun auch hinter mir. Wieso "quasi"? Weil es nun auch nicht der klassischste war und genauso spontan, wie nun eigentlich alles rund um unsere Hochzeit. "Quasi", weil es ähnlich wie die Hochzeit auch eher im kleinen Kreis war, aber auch in gutem Kreis, denn mit dem Marc schaue ich eben einfach gerne Filme und das haben wir heute auch gemacht. Und mit dem Tobi habe ich eben auch noch recht lange telefoniert. Ein recht ungewöhnlicher Junggesellen-Abend, aber eigentlich auch typisch für mich und ganz bezeichnend. Die ersten 5 Folgen von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya", "Whisper of the Heart" und noch zwei Kalkofe-Folgen; zugegeben, jetzt auch nicht unbedingt das Männer-Programm, aber dennoch schön. Wir hatten auch natürlich noch ein paar Männer-Sachen da, aber haben uns dann doch für diese anderen Sachen entschieden.
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Thursday, June 26. 2008
Gestern war ein kleiner Welt-Untergang hier in Ginsheim mit daumendicken Haselnüssen ... äh ... Hagelkörnern und in dieser Zeit habe ich lieber mal den Computer von der Strom-Zufuhr gekappt, damit er mir nicht eventuell zerblitzt wird. Da an jenem Morgen mein Amazon-Päckchen kam, habe ich mich gleich mal darüber her gemacht: Die Special-Limited-Sonder-Super-Schlag-Mich-Tot-Edition von "I am Legend", der zweite Comic-Sammelband der 8. Buffy-Staffel und meine Noch-viel-mehr-Special-Limited-Edition-mit-Sammelschuber-und-Stoff-Poster von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya".
"I am Legend" hatte ich letztens erst wieder geschaut, freue mich aber, nun das alternative Ende und 4 Minuten mehr zu haben in einer wirklich schönen Box mit Comic. Wer also nicht zu den merkwürdigen " Der Film ist immer schlechter als das Buch"-Leuten gehört und auch mal bei Computer-Animationen Fünfe gerade sein lassen und ebenso auch mal einfach Spaß an einem guten Film hat und diese Möglichkeit auch fairerweise einem Film gibt, für den ist diese Special-Edition sicherlich was.
Den Buffy-Comic hatte ich zwar auch kurz überlegt anzufangen, aber irgendwie hatte ich da erstmal doch keine Lust drauf und habe mich dann lieber mal an "Melancholy" dran gesetzt. Stoff-Poster sieht groß und gut aus und der Sammelschuber ist leider durch Amazon schon ein wenig eingedellt. Aber das war mir egal. Ich wollte zuerst einmal die erste Folge sehen; auch wenn ich kurzzeitig gezögert habe, da ich mit dem Marc schließlich die Serie schauen wollte, aber ich warte schon seit Wochen so sehnsüchtig auf diesen Anime, dass ich da einfach nicht mehr anders konnte, als reinzuschnuppern - das sind ja sowieso nur die ersten 4 Folgen gewesen.
Marc hatte mir erzählt, dass die Chronologie der Folgen sehr "interessant" ist, da wohl das Fernseh-Studio die Folgen nicht in der ursprünglich beabsichtigten Reihenfolge gesendet hat, wobei dann aber aus dem Fehler eine Tugend gemacht wurde. Ich weiß nun nicht, ob die erste Folge bei der deutschen DVD auch "falsch richtig" ist, aber es fühlte sich so an. Meine Güte! Also ... ich kann da eigentlich nichts dazu sagen, außer dass es großartig war.
Schon allein, wer Magical-Girl-Serien mag, der muss sich diese erste Folge ansehen von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya" ... äh ... ich meinte natürlich "The Adventures of Mikuru Asahina" - natürlich! Oh - Gott! Sehr genial. Sehr schön auch einmal wieder die YouTube-Kommentare dabei, bei denen man sieht, wie wenig die Leute einmal wieder kapieren und denken, dass diese erste Episode wirklich "ernst" ist. Ganz klarer Fall auch sowieso von: "Nicht zu Ende geschaut." Aber nicht nur das, sondern auch "nicht aufmerksam geschaut", denn dann hätte man "Planning: Haruhi Suzumiya" gesehen und auch, dass die Charaktere zuuufälligerweise von "Schauspielern" mit dem gleichen Namen gespielt werden. Und das Video-Format ... hmmmm ...
In diese erste Folge habe ich auch geschaut (und auch in die zweite danach - konnte nicht widerstehen) und bisher sieht alles ganz großartig aus und macht wirklich Spaß. Mehr will ich eigentlich nicht sagen, außer dass es eben wirklich wirklich großartig ist und ich schlichtweg begeistert bin. Was mich bisher allerdings an der deutschen Ausgabe stört ist, dass sie nicht "alles" synchronisiert haben. Gerade wenn eine Erzähl-Stimme aus dem Off über Stimmen in der Szene liegt, wird nur die Erzähl-Stimme aus dem Off untertitelt - das hätte man wesentlich besser machen können. Eines wird aber auch schon in der ersten Folge ganz klar und deutlich: Haruhi hat einen total an der Klatsche - super! Das wirkt nach genau meinem Anime! Gucken! Gucken! Gucken! Ich würde mich vor Begeisterung am liebsten überschlagen!
Also, Marc, die ersten zwei Folgen habe ich geschaut, aber den Rest müssen wir unbedingt so schnell wie möglich nachholen! Unbedingt! Muss - schauen! Und dem Tobi müssen wir das zeigen! Mikurun-run!
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Comments
Fri, 10.10.2008 16:04
http://rgb2r.de/index.php?id=5
Mon, 06.10.2008 15:38
Ja, SoL wird definitiv ein interessantes Talent, was ich mitskillen werde, wenn es denn so bleibt wie es derzeit [...]
Sat, 04.10.2008 14:25
Link-Dieb, Video-Räuber! Die Ode an das Mi wollte ich doch auch bei Gelegenheit bringen… Naja, dann muss ich halt was [...]
Mon, 29.09.2008 10:43
Stimmt, die habe ich noch. Nächster Videoabend. Ich habe ja auch noch deinen DVD-Player.
Mon, 29.09.2008 10:40
Weil ich es übersehen habe. Danke für den Hinweis.
Mon, 29.09.2008 09:21
Wenn Du schon eine Pingelmeldung bringst (die ich vollstens unterstütze, da ich selbst pedantisch z.B. meine CDs [ja, [...]
Sun, 28.09.2008 11:48
Da fällt mir ein: du hast noch mein Enduring Vision… oh, die Klingel, ich muss weg…
Sat, 27.09.2008 15:44
Pssst: das heisst “tl;dr”. Ohne das Semikolon wirst du von Chanologen und hardcore-Forentrollen sonst gedisst. Ja, auch [...]
Sat, 27.09.2008 03:00
Ach ja, bevor da jemand nun den vorhersehbaren Witz macht, mache ich ihn lieber mal selbst: tldr Ha, ha.
Tue, 23.09.2008 23:26
Oh weh, wie peinlich! Natürlich geändert. Danke.