Monday, November 17. 2008
Gerade läuft - einmal wieder - "James Bond - Leben und sterben lassen" im NDR; das ist eigentlich nicht bemerkenswert. Bemerkenswert ist aber, dass ich ihn in den letzten 4 Monaten sicherlich mindestens 6 Mal in irgendwelchen Ersten, Zweiten und Dritten gesehen habe. Der scheint wirklich ständig zu laufen. Nicht, dass er schlecht wäre. Er hat irgendwie was. Als Kind fand ich ihn zutiefst gruselig und mittlerweile finde ich ihn sehr amüsant und stimmungsvoll; obwohl es einer der Roger-Moore-Bonds ist. Ich mag zwar durchaus Roger Moore als Bond, aber Sean Connery gefällt mir da schon besser.
Ich kann jetzt natürlich nicht genau nachvollziehen, auf welchem Programm er nun zum wievielten Male lief, aber ich bin mir absolut sicher, dass er derzeit ständig läuft. Wieso? Das weiß ich nicht. Natürlich kann es sein, dass dank des neuen Bonds auch die alten Bonds ständig wiederholt werden. Aber wieso sehe ich dann ständig "Leben und Sterben lassen" und nicht auch mal "Goldfinger" oder "Diamantenfieber"? Wieso immer diesen einen Bond? Als ob es keinen anderen Bond gäbe. Und ich bezweifele, dass es einfach nur Zufall ist und ich die ganzen anderen Bonds ständig verpasse. Der läuft ... ständig ... überall. Das macht es fast schon ein wenig gruselig.
Monday, August 25. 2008
Das ist das erste Mal, dass ich ein Smiley im Fernsehen gesehen habe! Und zwar heute morgen, gerade eben, im Sat.1-Frühstücksfernsehen. Es kam einmal wieder ein wenig gemischter Salat mit Standbildern und falschen Einspielern, bei denen man sich fragt, ob das nun wieder eine verlorene Praktikantenstelle war und nach einiger Zeit kommt ein dreifarbiges Bild mit den Worten: "Gleich geht's weiter. (;))"
Keine Ahnung, warum das so irritierend für mich war. Wer sich viel im Internet bewegt, ist Smileys immerhin gewöhnt. Ich war jedoch davon recht fasziniert, wie sich ein Smiley nun auf meinem normalen Fernseher tummelt. Bisher ist mir sowas noch nicht unter gekommen. Smileys gehören immerhin auch nicht zur üblichen Schriftsprache und Fernsehen ist in solchen Sachen doch eher konservativ; auch die Privaten. Erleben wir jetzt eine ähnliche Sprachdegeneration im Fernsehen wie im Internet? Ich hoffe nicht. Ansonsten haben wir auch bald in unseren Zeitungen Smileys und das wäre eine extrem gruselige Vorstellung.
Wednesday, August 20. 2008
Ich habe mir vor einiger Zeit die Alle-Staffeln-Sammler-Edition von King of Queens geholt. Ich hätte sie mir früher oder später sowieso geholt, denn King of Queens ist einfach ganz großartig. Leider bringen sie auf RTL2 immer die gleichen Folgen in der x-ten Wiederholung und das auch noch in der falschen Reihenfolge. Mir gefällt King of Queens einfach. Es ist so ungeheuer witzig und hat so viele kleinen Details des Lebens so schön beobachtet. Es sind einfach die kleinen Dinge, die diese Serie wirklich großartig machen.
Was mir allerdings trotz der x-ten Wiederholung nie aufgefallen war: Doug hat einen Hund. Klar, es passt, aber dieser Hund kommt fast nie vor. Außer in zwei Folgen bisher bis in die Mitte der 2. Staffel - insgesamt vielleicht 4 Minuten. Das finde ich ganz kurios, dass Doug einen Hund hat, aber weder in den Dialogen das großartig beleuchtet wird, noch dass dieser Hund mehr Spotlight hat. Normalerweise sind Tiere in Sit-Coms doch immer die absoluten Spotlight-Fänger. Aber hier? Fehlanzeige. Total spannend!
Monday, August 18. 2008
Unglaublich, was es alles für Trademarks gibt. Ich habe letztens auf den Cover-Rücken des PS2-Spiels "Harry Potter und der Orden des Phönix" geschaut und mir schlug eine Welle an "TM"s entgegen. Und was da alles getrademarked war!
Voldemort - klar.
Dumbledore - klar.
Dementoren - da wurde es schon weniger klar und ein wenig merkwürdiger.
Aber Umbridge? Hallo?
Voldemort und Dumbledore, ok, das kann ich noch verstehen. Da gehen Konzept und Name doch recht Hand in Hand und sind tatsächlich sehr bekannt. Aber Umbridge ist ein Charakter, den nur Leute kennen, die entweder die Filme gesehen haben oder sich bei den Büchern bis zum 5. Buch durchgeschlagen haben. Ich bin großer Harry Potter-Fan, aber das ist schlicht und ergreifend albern und gruselig. Dafür hingegen ist Hogwarts kein Trademark. Ich glaube, ich habe einen Plan...
Friday, August 15. 2008
Vor etwas über eineinhalb Monat habe ich einen August Derleth-Reader bei Amazon-Shops bestellt. Angeblich war die Lieferzeit 2 Wochen und bisher habe ich bei meinen Yui Horie-CDs immer gute Erfahrungen damit gemacht. Aber diesmal hätte ich vorher auf die Bewertungen schauen sollen, denn ich wartete und wartete und wartete - und bis heute ist immer noch kein Reader da.
Vor etwa 3 Wochen habe ich meine erste Mail an den Verkäufer geschickt und wartete eine Woche lang auf folgende Antwort:
Herzliche Grüße von ...,
wir bedauern die aktuelle Verzögerung sehr, normalerweise sind die Lieferungen aus den Staaten flotter.
Auf unseren Buchlieferanten in den USA haben wir leider keinen direkten Zugriff, aber er ist sehr zuverlässig.
Warenanlieferungen treffen bei uns jeden Freitag ein und werden dann sofort versendet.
Sie wie wir haben nichts zu verlieren, außer Wartezeit. Das Buch ist im Backlog und wir hoffen, dass es diesen Freitag dabei ist.
Wir danken Ihnen dennoch für Ihre Geduld.
Also dachte ich mir nichts dabei und wartete noch einmal, nachdem ich ihnen eine Antwort geschickt habe, dass es eben tatsächlich dringend ist, da ich den Artikel für einen Artikel mit Deadline brauche. Doch ich wartete und wartete und wartete - und immer noch nichts. Vor einer Woche schickte ich dann wieder eine Mail und wartete und wartete auch dort wieder auf eine Antwort. Gestern habe ich dann eine letzte Erinnerungs/Mahn-Mail über Amazon an den Verkäufer geschickt. Und was kam gestern Abend an? Noch zwei Mal exakt (!) die gleiche Mail, die ich am Anfang bekommen habe. Damit war klar: Das sind standardisierte Mails.
Die Bewertungen ergeben auch ein eindeutiges Bild: Mehrere Kunden haben ihre Ware nicht bekommen, beklagen sich auch über fehlende Rückmeldungen und beschweren sich über vorgefertigte Standard-Mails. Tja, das hätte ich vorher auch sehen können, aber irgendwie war ich durch die bisherigen guten Erfahrungen da wohl zu naiv. Jetzt habe ich den Salat, habe heute Morgen eine Beschwere bei Amazon eingelegt und berufe mich auf die Amazon A-Z-Garantie, bei der ich mein Geld zurück erstattet bekomme. Das dauert ca. 2 Wochen und ich kann insgesamt jemals nur 5 dieser Beanstandungen. Toll, dass sowas geht - ich bin gespannt. Doof, dass ich leider meine erste Beanstandung da aufbrauchen muss. Dem Verkäufer werde ich aber eine gesalzen schlechte Bewertung geben.
Sunday, August 3. 2008
Beim Marc gibt es Links auf die ersten neuen Frisuren. Ähnlich wie für Marc ist für mich der neue Frisör-Salon eines der Features vom Addon, auf das ich mich meisten freue. 10 neue Level? Egal! Neue Klasse? Egal! Neue Spells? Egal! Neue Frisuren? Ja, ja, ja! Und der Frisör-Salon ist auch immens wichtig. Ebenso bin ich gespannt auf die neuen Tänze und hoffe immer noch, dass es Hare Hare Yukai in die Tänze reinschafft aus der phänomenalen Anime-Serie The Melancholy of Haruhi Suzumiya. Mal sehen, was da kommt.
Auch wenn Marc meint, "na und?", dass die meisten Frisuren bisher nur die Rasse gewechselt haben - ein wenig enttäuscht war und bin ich da schon. Ich hatte mir schon ein wenig mehr erhofft. Aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, dass das eben nur ein kleiner Ausblick ist. Für fast zwei Jahre Entwicklungs-Zeit wären Cross-Race-Frisuren doch ein wenig arg enttäuschend bei der großen Ankündigung; dann hätten sie es besser nicht so pointiert ankündigen, sondern einfach machen sollen. Besonders neidisch bin ich auf die Blutelfinnen, die diese schicke Draenei-Zopf-Frisur bekommen haben; im Austausch haben die Draenei-Weibchen auch ein paar der schicken Blutelfinnen-Frisuren bekommen. Gnominnen und Menschenfrauen sind auch eigentlich recht gut weggekommen. Die neuen Nachtelfen-Männer-Frisuren sind auch ganz schick, ebenso wie die Blutelfen-Männer. Auch die Menschenmänner haben ein paar schicke bekommen. Am meisten trifft es mich, als leidenschaftlichen Nachtelfen-Spieler, dass gerade bei den Nachtelfinnen das so dürftig ausgefallen ist bisher. Mir war sowieso bisher unbegreiflich, wieso die Nachtelfinnen (gerade die!) so wenige Langhaar-Frisuren haben und sogar die Männer eine Langhaar-Frisur mehr haben. Und auch bei den neuen Frisuren kommt nur der (eigentlich sehr schicke) Zwergen-Zopf dazu.
Ich hatte auf ein paar der Blutelfinnen-Frisuren gehofft und ganz besonders auf eine Frisur, die schon seit Pre-BC drin ist, nämlich in Scholomance bei den dortigen Elfen, die eigentlich auch nur eine ganz normale Langhaar-Frisur ist mit zusätzlich einem Zopf am Hinterkopf. Aber bisher würde ich wohl bei keiner meiner Nachtelfinnen die Frisur wechseln. Bleibt also nur zu hoffen, dass das wirklich nur erste Einblicke und nicht letzte Einblicke sind. Ein wenig Zeit ist noch. Dafür muss ich aber sagen, dass man anscheinend schon ein wenig das Graphik-Update zu sehen scheint, denn der Körper der männlichen Nachtelfen scheint deutlich detailierter zu sein.
Friday, August 1. 2008
Abends hat man Zeit außer man raidet in MMOs; für viele ist das unverständlich, die keine MMOs spielen. Häufig kommen dann solche Sachen wie: "Das ist nur virtuell" oder "ich finde das befremdlich, dass du das dem wirklichen Leben vorziehst." Aber wenn man es einmal genauer betrachtet, ist es alles andere als unverständlich und sogar alles andere als realitätsfremd. Natürlich gibt es sicherlich auch die Leute, die abends nicht erreichbar sind, weil sie sich in MMOs verlieren, weil sie den Bezug zur Realität verloren haben, weil sie reale Freunde vernachlässigen und virtuelle Bekannte vorziehen. Dennoch kann man das nicht gleich auf alle MMOler übertragen und so sollte es auch nicht sein.
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Thursday, July 31. 2008
Heiliger Postmodernismus, ich bin gar kein Post-Strukturalist! Zumindest, wenn ich dem Wikipedia-Artikel glauben darf, den ich letztens verlinkt habe - lese also immer vorher genau, was oder wen du verlinkst, sonst bist du selbst nicht mehr du ... oder so ähnlich, denn: "Second, very few thinkers have willingly accepted the label 'post-structuralist'; rather, they have been labeled as such by others. Consequently, no one has felt compelled to construct a "manifesto" of post-structuralism. Indeed, it would be inconsistent with post-structuralist concepts to codify itself in such a way."
Wobei das dann wiederum ganz cool postmodern paradox und total post-strukturalistisch wäre. Aber als Post-Strukturalist sollte ich mich nicht selbst als Post-Strukturalist bezeichnen, denn dann wäre ich haarscharf durch die Definition meiner selbst an der Inkonsistenz. Welch Frevel! Und so total anti-post-strukturalistisch! Denn wie wir ja alle wissen, gehen Post-Strukturalisten ja von weichen, unscharfen und schwammigen Konstrukten aus, die sich selbst immer wieder neu konstruieren. Demnach dürfen Post-Strukturalisten natürlich nicht sich selbst so nennen, weil das gefährlich inkonsistent wäre und sie dürfen auch nicht sagen, was sie wollen, wie sie etwas wollen und warum sie etwas machen. Aber wäre genau das nicht wiederum ein Kriterium? Und ist das dann nicht wieder genau das Paradoxon, von dem man die ganze Zeit spricht? Dass Sprache und menschliche Logik eben genau hier ihr Problem hat und das dann der Moment ist, an dem das zusammenbricht?
Ich dachte immer, dass genau das eigentlich mit eines der zentralen Themen ist, dass Bedeutung und sicherlich auch Benennungen immer willkürlich, eigenmächtig und beliebig sind. Ein typisches post-strukturalistisches Merkmal ist doch auch häufig der Hinweis auf die Inkonsistenz der menschlichen Logik und Sprache. Das große Misstrauen gegenüber Kommunikation, gegenüber Sprache finde ich persönlich zentral für den Post-Strukturalismus. Daher - jetzt mal unter uns und ganz persönlich - kann mir dann mal - bitte schön - einer erklären, warum mich als Post-Strukturalist das jucken sollte, ob ich nun konsistent mit mir selbst bin? Na? Na?! Na! Na bitte, danke, gern geschehen.
Gerade (!) als Post-Strukturalist werde ich doch wohl mich selbst mit einem sowieso beliebigen Label bezeichnen dürfen, das mich konstruiert in vollem Bewusstsein. Ja, ja, da oben ging es nur um die Kodifizierung! Nein: Genau hinsehen, zwischen den Zeilen, Ungenauigkeit erkennen - voilá. Mit diesem Text hier übrigens auch. Bin ich dann eigentlich nicht eher Post-Post-Strukturalist? Oder gar nur Post-Post?
Tuesday, July 29. 2008
Heute will ich eigentlich nur ein Interview verlinken und ein wenig was dazu schreiben (nicht viel). Das Interview ist nun schon ein paar Tage alt, aber ich bin vor kurzem erst dazu gekommen, mir es anzusehen. Es ist ein Interview mit Wil Wheaton von der Comic-Con? Wil Wheaton? Oh, mein Gott! Wesley Crusher! Ja, ist er. Aber nicht umsonst habe ich Wil Wheaton schon seit längerem in meinen Blog-Verlinkungen und ich kann nur müde über Leute lächeln, die Wil Wheaton geringschätzen, sei dies auf Grund seiner Rolle in ST:TNG oder sonst wie (da wird noch ein Blog-Eintrag bei Zeiten drüber kommen).
Wil Wheatons Blog ist einfach lesenswert und steht sicherlich Pate für viele Sachen, die ich auch hier probiere und mache. Es ist ein Sammelsurium von Sachen, die ihn persönlich interessieren und die er versucht, interessant zu schreiben. Außerdem ist er einfach ein sympathischer Mensch - worüber ich schon ein wenig neidisch bin, denn so eine positive Grundhaltung hätte ich häufig gerne. Aber lieber ein Ziel vor Augen, als alle Orientierungspunkte hinter einem.
In dem Interview erzählt Wil Wheaton über seine Schriftsteller-Aktivitäten und über das Bloggen. Wie immer ist es einfach interessant, was er erzählt. Natürlich kommt vieles ungeschliffen da aus dem Mund, aber ganz ehrlich: Ich würde bei einem Interview bei weitem nicht so geradlinig Sachen antworten können. Aber egal, wie sehr man sich über manches muckieren könnte (und das können sicherlich viele, die wollen), da ist so viel Interessantes einmal wieder drin, dass ich es einfach hier verlinken möchte. Gerade der Schluss des Interviews (ca. 7.00) hat mir unheimlich gut gefallen: Sein Tipp zum Schreiben, zum Bloggen. Schon allein deswegen hat sich dieses Interview bei mir einen Link verdient.
Daher möchte ich alle bitten, die noch die alten Wesley-Crusher-Vorurteile haben: Werft sie über Bord und gebt Wil Wheaton eine Chance - er hat es verdient. "Don't be afraid to suck - and you're gonna suck and that's ok. It's easier to fix a page full of words that suck than it is to fill up a blank page - it's much less intimidating [. . . .] Resist the urge to get internet-famous, resist the urge to just grab the 15 minutes right away and go for the instant gratification, because people can smell that really quickly [. . . .] Be authentic. Find something that you like to do and be extraordinary, when you do it." (Wil Wheaton) Auch wenn er zugibt, dass er diesen Rat von anderen bekommen hat, ist dies etwas, das ich nun von ihm gehört habe und ganz großartig finde und mir zu Herzen nehme.
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]