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Sunday, November 9. 2008
Erste Eindrücke vom ersten Spielen von D&D 4th: Das Kampfsystem ist viel schnittiger und macht viel mehr Spaß als bei D&D 3rd - soweit ich das mit Level-1-Charakteren beurteilen kann. Es ist übersichtlicher, einfacher und dynamischer. Man wird jetzt zwar auch zum Kartenkampf mehr oder weniger gezwungen, aber das war auch schon bei D&D 3rd mit seinen ganzen Feats so, nur dass es dort viel unübersichtlicher war eben wegen der ganzen Feats. Außerdem waren die Klassen bei weitem nicht so gut aufeinander abgestimmt. Bei D&D 4th hat jeder Charakter automatisch eine funktionierende Funktion (entschuldigt, die Uhrzeit, aber ich denke, es ist klar, was ich meine). Es funktioniert einfach und das ist das Wichtige.
Das Kampfsystem ist nun deutlich von MMORPGs inspiriert, gerade was die Funktionen angeht. Manche mögen das so als Übel beschimpfen, denn D&D 4th macht eine böse Kollaboration mit MMORPGs, die unter eingefleischten Nur-P&P-Rollenspielern als das Böse schlechthin gesehen werden (zu meiner Zeit waren das noch TCGs und die waren damals eigentlich genauso wenig "das Böse", auch wenn es alle dazu machten und zwischendurch waren es auch irgendwie mal LARP und HdR, die "das Böse" waren - Jesus und so; ich bin gespannt, was es in 10 Jahren angeblich ist). Allerdings war es ursprünglich anders, denn die MMORPGs und sicherlich besonders WoW bedienten sich an D&D. Warum sollte D&D nun nicht im Umkehrschluss sich davon auch wieder inspirieren lassen? Ein ganz natürlicher Schritt und nur ein Kleingeist sperrt sich aus Prinzip dagegen, denn was da nun rausgekommen ist, ist - meiner Ansicht nach - eine deutliche Verfeinerung des doch viel viel zu sperrigen und hölzernen D&D 3rd, das Charakterkonzepte unnötig einschränkte und die Spieler häufig den Weg hat verlieren lassen. Das geht bei D&D 4th schon alleine durch den "Respecc" nicht mehr. Großartig.
Natürlich sind auch so schnittige, neuere Mechanismen wie "no-named" drin, die ich schon immer eine grandiose Erfindung fand und natürlich auch sehr gut ins Genre passen. Es gibt "Aktions-Punkte", die den Buffy-Spielern unter uns womöglich als "Drama Points" bekannt sind oder anderen als Karma-Punkten, leider nicht so vielseitig wie Drama Points, aber immerhin. Endlich wurde mit dem doch merkwürdigen Memorier-System aufgeräumt und in ein funktionstüchtigeres Power-System umgebaut, bei dem man natürlich noch sieht, wo es her kommt, aber dennoch mehr Möglichkeiten bietet. Man hat also immer Möglichkeiten, etwas zu machen und wenn es nur popelige At-Will-Powers sind, nachdem man seine Encounter-Powers und Daily-Powers rausgeholzt hat.
Rollenspiel hatten wir heute noch nicht wirklich viel, doch das lag weniger am System als vielmehr an uns. Es war eine recht neu zusammen gewürfelte Truppe, da muss man sich erst einmal finden. Außerdem ging es auch darum, das System zu entdecken. Und da muss ich ganz klar sagen: Das System behindert Rollenspiel nicht. Ja, es fördert es auch nicht unbedingt. Aber D&D 3rd hat es nun auch nicht gefördert. Ich wage sogar zu behaupten, dass D&D 4th Rollenspiel eher zulässt als D&D 3rd. D&D 3rd hatte schon bei der Charaktererschaffung solche Einschnitte in Charakterkonzepte machte, die man bei D&D 4th nicht mehr hat. Meine Halfling-Dex-Pala war bei D&D 3rd systemtisch der Horror, mein Halfling-Dex-Cleric war für D&D 4th genauso gut wie jede andere Kombination. Das heißt nicht, dass es beliebig ist, was man nimmt. Mir geht es hier in erster Linie um den Aspekt: Ist es spielbar? Und da ist diese Kombination genauso spielbar wie jede andere auch und das ist das Wichtige.
Man kann D&D 4th nun so spielen, dass man sich von Encounter zu Encounter hangelt und das macht auch Spaß. Man kann zwischendrin Rollenspiel machen, wie schon immer. Natürlich geht man eher in den Strategie-Modus, wenn die Karte hingelegt wird und dann die Miniaturen drauf stehen. Aber auch hier kann man in-character dran gehen oder gemeinsam ein Table-Top draus machen. Und in vielen Rollenspielgruppen waren die Kämpfe sowieso die Momente, in denen am wenigsten in-character-Aktion statt fand. Von daher ändert sich auch hier nicht viel zu den vorherigen Editionen. Die ganzen Buh-Rufe, dass D&D 4th das Charakterspielen zu Gunsten von Encounter-Hangelei aufgibt, kann ich daher nicht nachvollziehen. Das ist genauso möglich, wird genauso gefördert, wie in den vorherigen Editionen. Ob man es macht und wie ausgiebig man es macht, hängt von der Gruppe ab. Das System legt einem hier keine Stolpersteine in den Weg.
Bleibt also nur zu sagen, dass das Kampfsystem und die Charaktererschaffung einfach schnittiger sind (ich mag das Adjektiv im Zusammenhang mit D&D 4th einfach, denn es passt) und es somit - meiner Ansicht nach - eine deutliche Weiterentwicklung zu den alten Editionen darstellt. Damit wurde D&D 3rd der verdiente Todesstoß erteilt und für mich ist D20 nur noch im Zusammenhang mit Cthulhu-D20 wirklich denkbar, denn da hat es durchaus funktioniert. Aber D&D 3rd werde ich zumindest wohl höchstens noch mit spitzen Fingern anfassen, denn da gibt es Besseres: AD&D aus Nostalgie-Gründen und weil das das System ist, mit dem ich "aufgewachsen" bin und mit dem ich daher immer noch sehr viel verbinde, oder D&D 4th, weil es einfach moderner, griffiger und stimmiger ist. Das ist zumindest mein Eindruck nach einem recht ausgiebigen Tag des Testens und praktischen Reinschnupperns in das System. Möglicherweise machen wir noch einiges falsch, möglicherweise haben wir einiges übersehen, aber wenn ich meine ersten D&D 3rd-Runden mit der Runde heute vergleiche, war das heute wesentlich befriedigender und spaßbringender.
Ein wenig traurig, dass D&D 4th angeblich bereits tot nach seiner Geburt sein soll, aber da vermute/hoffe ich einfach mal darauf, dass das lediglich der übliche Internet-Anti-Hype ist, der sich durch den ach-so-elitären Kreis der alten D&D 3rd-Liebhaber eingeschlichen hat und nur deswegen so vehement und durchdringend ist, weil die dümmsten Bauern die lautesten Stimmen haben. Wer sich jedes viel zu überteuerte Supplement zu D&D 3rd geholt hat, auswendig gelernt hat und nun merkt, dass all die Zeit und all das Geld umsonst war, bei dem ist es nicht überraschend, dass er angesäuert ist. Schon blöd, wenn man das nicht zum Spaß gemacht hat, denn dann muss man natürlich an so etwas Neuem und eigentlich Funktionierendem rummäkeln. Man findet schließlich immer etwas und wenn man nur ausdauernd und laut genug ruft, dann hat man auch irgendwann einmal recht. Dass da dann vielleicht nur einer von zehn Schreien stimmt, das geht dann natürlich im wütenden Getöse unter - so funktioniert das zumindest auch bei Horoskopen und Handlesern. Die Redlichkeit, Selbst-Kritik und Selbst-Reflektion dahinter dürfte auch in etwa gleich sein. Wenn ich jedes Jahr ankündige, dass die Welt unter geht, dann habe ich vermutlich irgendwann tatsächlich einmal recht, wobei das dann auch kein besonderer Verdienst ist. Das ist übrigens noch so ein Punkt, den WoW und D&D 4th gemeinsam haben.
Thursday, October 16. 2008
Ist schon eine Weile her, dass es im Cthulhu-Blog stand, aber dennoch wollte ich endlich einmal auf dieses kleine Flash-Spiel hinweisen, das ein absoluter Zeitkiller ist. Sehr nett gemacht, sehr kurzweilig und für diejenigen unter uns, die Magic mochten, sicherlich einen Blick wert. Ich selbst bin ja erst sehr spät zu Magic gekommen über meine Frau, hatte nie eigene Karten, aber ich mochte Magic und hatte nie dieses "Antipathie"-Gefühl, das viele Rollenspieler gegenüber Trading-Card-Games hatten.
Als Kind wäre ich voll in Yu-Gi-Oh und Pokemon aufgegangen - das wäre genau meine Welt und mein Ding gewesen. Daher weiß ich auch, was meine Kinder später haben dürfen. Denn ich finde das sogar einen sehr guten Einstieg in die Komplexe "Verantwortungsbewusstsein" und "Mit Geld haushalten", besonders, wenn man sich mit dem Kind dann aktiv dabei beschäftigt, mit ihm über diese Sachen redet, dass das Geld kostet und man nicht unendlich viel Booster kaufen sollte. Finde ich ein total gutes Ding. Jedenfalls hatte ich irgendwann mal die Idee, dass meine Kinder Pokemon schauen müssen - die Armen.
Friday, September 26. 2008
Ich finde es traurig, wenn lange, durchdachte Texte im Internet nur zum Teil gelesen werden. Manchmal werden sie sogar gar nicht gelesen und dann höchstens mit dem Kommentar versehen: "tldr - too long, didn't read" oder "was für eine Textwand". Natürlich gibt es auch Textwände, natürlich gibt es auch unübersichtliche Texte, aber gerade im Internet scheint die Frustrationsschwelle für lange Texte extrem niedrig zu liegen; fast so, als ob der Internet-User von heute es verlernt hat, zu lesen.
Damit meinte ich jetzt nicht unbedingt meine Texte. Klar, mir passiert das auch, denn auch ich schreibe gerne mal länger - hin wieder ... ganz selten. Aber mir ist es gerade letztens bei einem Text unter gekommen, der lang war - nicht von mir .. ausnahmsweise. Diesen Text fand ich ungeheuer interessant zu lesen, denn derjenige konnte gerade Sätze schreiben, was im Internet nicht unbedingt üblich ist. Er konnte gut schreiben und es war weder alles klein geschrieben, noch ein einziger Absatzklotz - dennoch fand man darunter: "Er schreibt zu viel." Traurig, sehr traurig.
Die MTV-Generation hält also Einzug in das Internet. Wobei "hält" auch falsch ist, denn sie hat sich schon lange hier fest gesetzt. Texte müssen schnell, schnell, schnell gehen. Ein Text sollte nach Möglichkeit äquivalent zu den epileptischen Kamerakindern von VIVA oder Arabella Kiesbauer sein, möglichst viele Schnitte haben, am besten mit fetzigen Farben unterlegt sein, voll krasse Schreibweise haben, am besten noch ein paar Unterniveau-Witze enthalten und die üblichen Schreibfehler mit "seit/seid" und "das/dass" dürfen natürlich auch nicht fehlen - hier und da dann noch ein paar Buchstabenverdreher und fertig ist der perfekte Internet-Text.
Es gibt auch zu lange Texte. Es gibt auch Texte, die nicht nur zu lang sind, sondern auch unangenehm zu lesen sind, Texte, die merkwürdige Schachtelsätze haben, deren Bandwurmsätze niemals enden und vollkommen unübersichtlich sind. Das sollte natürlich nicht sein. Aber schon bei einem recht übersichtlichen Text wird mit "der ist zu lang"-Keule um sich geworfen. Man hat anscheinend wirklich verlernt zu lesen. Den überzeugten Philologen schmerzt das besonders. In der LoL-Generation gibt es keinen Platz mehr für ausgefeilte Texte. Die Manga-Smileys, Rechtschreib-Ekzeme und Akronym-Geschwüre von heute sind nunmal wohl die Lyrik von morgen.
Saturday, September 20. 2008
Ich bin nun stolzer Besitzer eines Blizzard-Authenticator. "Nun" ist allerdings übertrieben. Eigentlich schon seit ein paar Tagen, aber da ich Computer-Antipath bin, wollte ich mir bei der Installation nötige Zeit und Liebe gönnen, um das blöde Ding zu installieren. "Blöd" stimmt natürlich auch nicht, denn so einen Authenticator wollte ich schon haben, seitdem ich davon das erste Mal gehört habe. Seit dem Aufkommen der Keylogger habe ich nämlich eine ungeheure Angst davor, dass mir einmal sowas passieren könnte; aus welchem blöden Zufall auch immer.
Wir haben den Authenticator bestellt und direkt am nächsten Tag war er sogar schon da. Anscheinend war er diesmal sogar wieder recht flott ausverkauft, nachdem die erste Fuhre Blizzard förmlich aus den Händen gerissen wurde. Es sind also anscheinend viele WoW-Spieler sehr sicherheitsbewusst. Finde ich ein gutes Ding. Tod allen Keyloggern! Auch wenn die Wahrscheinlichkeit für mich äußerst gering ist, dass ich mal so einem Keylogger auf den Leim gehe, ist das einfach auch so eine Prinzipiensache, denn je mehr Leute ihre Accounts sicherer machen, desto mehr untergräbt man die Position der schändlichen Keylogger.
Was Keylogger sind? Wir WoWler wissen das alle sehr gut, aber hier mal eine Laien-Erklärung für Nicht-WoWler, die mit großem Fragezeichen vor diesem Blog-Eintrag sitzen: Keylogger sind trojanische Pferde, die man sich über abstruse URLs abholen kann, wenn man mal auf solche kommt. Gerne vertuschen Keylogger ihr Keyloggertum in den offiziellen Foren dadurch, dass sie so tun, als ob sie neue Patch-Infos unter der angegebenen URL gefunden haben oder ähnliches. Hat der Keylogger den Zugang zum Rechner gefunden, wartet er auf das Passwort und schwupps - schon ist das Passwort beim Keylogger und die Herren Keylogger haben einen neuen Account zum Verhökern und Ausschlachten. Diese Erklärung stimmt in Details sicherlich nicht, denn bei mir wird "Computerlaie" ganz groß geschrieben, besonders der Teil mit "Laie". Aber ich denke, es gibt zumindest eine ungefähre Idee davon, wie fies, hinterhältig und beängstigend Keylogger sind.
Der Authenticator ist super einfach zu installieren gewesen, selbst für einen Computer-Antipathen wie mich. Das war eine Sache von maximal 5 Minuten und nun muss ich immer die durch Zufall generierte Zahl vom Authenticator eingeben, wenn ich einloggen will. Super Sache. Witzigerweise steht auf dem Authenticator unter der Nummer: " Made in China." Welch Ironie! Oder sollte ich da doch lieber Angst bekommen? Nein, nein, ich betrachte das lieber als Ironie des Schicksals.
Monday, September 15. 2008

Damit hatte Sleth mit seinen Vermutungen über das Erscheinungsdatum recht. Dann warte ich gespannt, ob und wann es dann eine Limited Edition geben wird. Falls da jemand etwas sehen sollte: Mir unbedingt Bescheid geben. Ich will nicht den gleichen Fehler wie bei BC machen, wo ich mich geärgert habe, keine Limited Edition geholt zu haben.
Ich bin mir zwar nicht sicher, wie sicher nun diese Information ist, allerdings: Der Link kommt von meinem Bruder und der hat mich bisher in der Hinsicht noch nie enttäuscht. Im Internet habe ich es ansonsten noch nicht gefunden, aber ich muss dann auch leider gleich los und kann daher nicht weiter suchen. Falls also jemand herausfindet, dass es doch nicht stimmt - bitte Bescheid geben und korrigieren.
Tuesday, September 9. 2008
Derzeit sprießen wieder ein paar neue Blogs aus dem Boden in meinem direkten, eher persönlicheren Umfeld. Beispielsweise nun auch ein neues Blog von Thomas Michalski, den ich zwar - streng genommen - nicht persönlich kenne, da der Gute ganz ursprünglich aus der Eifel kommt und sowieso ganz woanders lebt, aber seit meinem Eintritt ins Cthulhu-Team einer meiner liebsten Korrespondenten geworden ist, sowohl auf Cons (mittlerweile leider viel zu selten) als auch online. Es gibt wenige Menschen, mit denen man sich sehr inspirierend unterhalten kann über so ziemlich alles, sogar wenn man andere Standpunkte hat - Thomas gehört dazu. Das ist einfach eine Diskussionskultur, die ich gerade online mittlerweile absolut vermisse und den Respekt und die Toleranz gegenüber anderen Diskussionspartnern und deren Meinungen.
Da Thomas meiner Ansicht nach einer der kreativsten, motiviertesten und sympathischsten Menschen der deutschen Rollenspiel-Online-Szene ist (nein, nicht MMO, ich meine schon "Rollenspiel"), kann ich jedem seinen neuen Blog nur empfehlen, in dem es um seine Veröffentlichungen gehen wird. Thomas befindet sich damit dann schon mit einem dritten Projekt in meiner virtuellen Nachbarschaft - das Eifelarea-Blog über LowBudget-Filme und die beiden DORP-Seiten, das Blog und die HP. Und wahrscheinlich ist ihm diese Lobhudelei schon recht peinlich, aber Ehre wem Ehre gebührt; denn leider bekommen diese Ehre gerade in der deutschen Rollenspielszene viel zu häufig nur die Rabauken, Flamer und Profilneurotiker. Da will ich Querdenker auch hier einmal wieder quer denken.
Und abseits von diesem Thema bin ich einmal wieder beim Schreiben dieses Artikels darüber gestolpert: Der oder das Blog? Cruzifixnochmal! Ich glaube, ich mache beides durcheinander. Ist zwar total post-gender-cool, aber dennoch sprachlich eher sub-optimal.
Saturday, September 6. 2008
Ich muss ein Machtwort sprechen: Nur weil etwas geschrieben steht, heißt es noch lange nicht, dass es stimmt - auch das hier nicht! Aber dennoch darf ich mir selbst von gebildeten und auch studierten Leuten häufiger die fesche Argumentation anhören: "Doch, doch, das ist so. Das steht da." Immer wieder werde ich mir dann der Macht des gedruckten Wortes bewusst. Mag sein, dass es früher tatsächlich noch mächtig war, als die Druckmöglichkeiten in wenigen ausgewählten Händen lag und egal, ob man dies gut oder schlecht findet, dadurch gab es einen Filter.
Aber heutzutage? Jeder kann seine geistigen Ergüsse in die Welt hinaus posaunen, wie beispielsweise ich in diesem Blog. Ich brauche keinen Publisher dafür, ich brauche keinen Vertrieb. Genauso ist es in Foren. Genauso ist es mit jeder gedruckten Meinungsäußerung im Internet. Das Fatale an der Sache ist: Wenn sie einem passt, dann wird sie als Wahrheit dargestellt und als "Beweis" für diese Wahrheit. Dabei ist dies kein Beweis - ist sie niemals nicht! Das ist logisch einfach falsch. Aber auch damit kann man selbst vielen von diesen studierten Leuten nicht beikommen.
Wenn man ähnliches über die BILD-Zeitung sagen würde, dann - ja, dann! - würden sie alle sagen: "Ja, das muss nicht stimmen. Die bauschen ja sowieso immer auf." Nur, dass ich der BILD-Zeitung sogar mehr handwerkliches Vermögen zutraue als dem Großteil dessen, was man in seiner virtuellen Nachbarschaft so findet. Daher: Augen auf beim Informationskauf! Selbst nachdenken! Prüfen! Gegenwägen! Nicht einfach nur nachplappern, nicht einfach nur Fanboy spielen, nicht einfach nur mitlaufen.
Saturday, August 16. 2008
Was müssen meine Augen bei den Anzeigen hier am Blog sehen? Nicht nur, dass die nervigen WoW-Gold-Verkäufer hier lasterhafte und schändliche Werbung betreiben, nein! Jetzt auch nur ganz fiese und grausame Menschen! Ich traue mich gar nicht auf den Link zu klicken! Der Titel der Anzeige: "Katzenschreck gesucht? Wählen Sie hier ihren Katzenvertreiber!" und es blickt einen eine Katze im Halteverbot an. Wie fies! Grausam! Schändlich! Es geht da um irgendeine Tierabwehr, aber ich traue mich nicht, auf den Link zu klicken. Gemeine Welt! I defy you stars! Lasst die armen Katzen in Ruhe!
Friday, August 15. 2008
Vor etwas über eineinhalb Monat habe ich einen August Derleth-Reader bei Amazon-Shops bestellt. Angeblich war die Lieferzeit 2 Wochen und bisher habe ich bei meinen Yui Horie-CDs immer gute Erfahrungen damit gemacht. Aber diesmal hätte ich vorher auf die Bewertungen schauen sollen, denn ich wartete und wartete und wartete - und bis heute ist immer noch kein Reader da.
Vor etwa 3 Wochen habe ich meine erste Mail an den Verkäufer geschickt und wartete eine Woche lang auf folgende Antwort:
Herzliche Grüße von ...,
wir bedauern die aktuelle Verzögerung sehr, normalerweise sind die Lieferungen aus den Staaten flotter.
Auf unseren Buchlieferanten in den USA haben wir leider keinen direkten Zugriff, aber er ist sehr zuverlässig.
Warenanlieferungen treffen bei uns jeden Freitag ein und werden dann sofort versendet.
Sie wie wir haben nichts zu verlieren, außer Wartezeit. Das Buch ist im Backlog und wir hoffen, dass es diesen Freitag dabei ist.
Wir danken Ihnen dennoch für Ihre Geduld.
Also dachte ich mir nichts dabei und wartete noch einmal, nachdem ich ihnen eine Antwort geschickt habe, dass es eben tatsächlich dringend ist, da ich den Artikel für einen Artikel mit Deadline brauche. Doch ich wartete und wartete und wartete - und immer noch nichts. Vor einer Woche schickte ich dann wieder eine Mail und wartete und wartete auch dort wieder auf eine Antwort. Gestern habe ich dann eine letzte Erinnerungs/Mahn-Mail über Amazon an den Verkäufer geschickt. Und was kam gestern Abend an? Noch zwei Mal exakt (!) die gleiche Mail, die ich am Anfang bekommen habe. Damit war klar: Das sind standardisierte Mails.
Die Bewertungen ergeben auch ein eindeutiges Bild: Mehrere Kunden haben ihre Ware nicht bekommen, beklagen sich auch über fehlende Rückmeldungen und beschweren sich über vorgefertigte Standard-Mails. Tja, das hätte ich vorher auch sehen können, aber irgendwie war ich durch die bisherigen guten Erfahrungen da wohl zu naiv. Jetzt habe ich den Salat, habe heute Morgen eine Beschwere bei Amazon eingelegt und berufe mich auf die Amazon A-Z-Garantie, bei der ich mein Geld zurück erstattet bekomme. Das dauert ca. 2 Wochen und ich kann insgesamt jemals nur 5 dieser Beanstandungen. Toll, dass sowas geht - ich bin gespannt. Doof, dass ich leider meine erste Beanstandung da aufbrauchen muss. Dem Verkäufer werde ich aber eine gesalzen schlechte Bewertung geben.
Friday, August 1. 2008
Abends hat man Zeit außer man raidet in MMOs; für viele ist das unverständlich, die keine MMOs spielen. Häufig kommen dann solche Sachen wie: "Das ist nur virtuell" oder "ich finde das befremdlich, dass du das dem wirklichen Leben vorziehst." Aber wenn man es einmal genauer betrachtet, ist es alles andere als unverständlich und sogar alles andere als realitätsfremd. Natürlich gibt es sicherlich auch die Leute, die abends nicht erreichbar sind, weil sie sich in MMOs verlieren, weil sie den Bezug zur Realität verloren haben, weil sie reale Freunde vernachlässigen und virtuelle Bekannte vorziehen. Dennoch kann man das nicht gleich auf alle MMOler übertragen und so sollte es auch nicht sein.
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]