Saturday, October 11. 2008
Genre sind Schubladen, aber wenn man denkt, dass diese Schubladen einfach zu handhaben sind, der hat sich noch nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Diese Schubladen klemmen nämlich häufig, sind manchmal zu groß und manchmal zu klein, haben manchmal keinen Boden und manchmal sind einfach die falschen Sachen drin, obwohl sie verdammt gut reinpassen. Kurzum: Über Genre-Einteilungen kann man immer gut diskutieren.
Wo stellt man beispielsweise "I am Legend" hin? Ich würde vom Gefühl her "Horror" sagen. Für mich ist "I am Legend" ganz eindeutig Horror. Andere Leute würden aufschreien und fragen: "Wer hat den denn da reingepackt?" und würden ihn eher zu den Science-Fiction stellen - am besten zu den anderen Wil Smith-Sachen da. Nur passt "I am Legend" meiner Ansicht nach nicht neben "I Robot" trotz der Titelverwandschaft. Auch würde er für mich nur schwer neben "Planet der Affen" passen oder neben "Das schwarze Loch", neben "Minority Report" und "Gattaca" und neben die ganzen Star Treks. Aber das ist eben Genre: Nicht eindeutig.
In der IMDB steht da sogar ganz korrekt nicht nur ein Genre, sondern mehrere: Drama, Horror, Science-Fiction, Thriller - exakt. Aber wo dann nun hinstellen? Für mich persönlich ist der Film einfach näher an einem "28 Days Later" als an "I Robot" und da stehe ich dazu. Oder würde jemand "28 Days Later" auch zu den Science-Fiction stellen? Vermutlich nicht und wenn doch, dann müsste man sogar eigentlich fast alle Zombie-Filme da hinstellen. Endzeit-Setting macht doch noch nicht alleine einen Science-Fiction aus und die Arbeit an einem Virus auch nicht. Witzigerweise würde ich "Der Omega-Mann" schon eher auf die Science-Fiction-Ecke stellen, allerdings könnte das auch daran liegen, dass ich den damals beim "großen Science-Fiction-Film-Abend" im Fernsehen gesehen habe neben den ganzen Planeten der Affen, Westworld und diesen alten Dingern. Dennoch, auch wenn es die gleiche Vorlage ist: "I am Legend" gehört für mich zu den Horror-Filmen. Sicherlich nicht neben "Saw" und diesen Krempel, sicherlich auch nicht zu den Eastern-Horror (ist das überhaupt ein eigenes Genre? wird zumindest so behandelt), sicherlich auch nicht neben "Scream", aber doch schon irgendwie eher in der Richtung, als bei den anderen.
Das mit dem Genre ist eben nicht ganz so einfach bei Filmen, die in mehreren Genres gleichzeitig spielen. Da würde mir beispielsweise direkt "Alien" einfallen - für mich eindeutig ein Science-Fiction. Aber wo ist da dann der Unterschied dazu, dass ich "I am Legend" eher aufs Horror-Kreuz stellen würde und "Alien" eher zu den Science-Fiction? Bei "Alien" ist das science-fiction-setting einfach bedeutender, bestechender und vordergründiger. Bei "I am Legend" tritt dieses Setting eher in den Hintergrund und wird nicht ganz so wichtig als "Science-Fiction-Setting an sich". Ähnliches bei "Event Horizon" - wohin damit? Zu den Horror-Filmen, weil es einer der verstörensten Filme ist, die ich kenne? Oder zu den Science-Fiction, da das SF-Setting doch äußerst dominant ist? "Shawn of the Dead" - zu den romantischen Komödien? Direkt neben "Hot Fuzz"? Oder dann doch auf das Horror-Kreuz? Neben "Dawn of the Dead" und die anderen Zombie-Filme? Oder dann doch neben "Fido"? Oder steht "Fido" da nicht sowieso schon?
Ich hoffe, nun ist jedem klar geworden, wie schwammig "Genre" ist. Natürlich gibt es Fehlgriffe bei der Einordnung. Wenn ich "Tatsächlich Liebe..." zu den Abenteuer-Filmen stelle, ist das wirklich merkwürdig und wenn ich die "Goonies" zu den Science-Fiction stelle, raufe ich mir auch die Haare auf dem Kopf. Aber ob ich nun "Besser Geht's Nicht" zu den romantischen Komödien stelle, zu den Paar-Komödien oder zu den schwarzen Komödien, ob ich nun "Das letzte Einhorn" zu den Zeichentrickfilmen, den Animes, den Kinderfilmen oder den Fantasyfilmen stelle, das ist und bleibt Geschmackssache, denn "Genre" ist und wird niemals eindeutig definiert, ist immer Überlappungssache und nie, nie, niemalsnie offensichtlich. Bitte, bitte, merkt euch das.
Und wo ich schon bei dem "bitte, bitte"-Appell bin, ein kleiner Link in vergangene Tage. Bitte also mehr das eigene Köpfchen einschalten, wenn man mit Film, Literatur oder Kultur im Allgemeinen zu tun hat. Das hat so viel mit Hierarchien und Autoritäten zu tun und so wenig mit wirklich eindeutigen Gesetzmäßigkeiten, dass ich das als Post-Strukturalist/ Dekonstruktivist nicht häufig genug sagen kann. Wir bekommen in der Schule nur seltenst den wirklich freien Umgang mit dieser Materie beigebracht, denn das geht unter bei der x-ten Frage nach der Autorenintention im Deutsch-Unterricht mit der bekannten (blödsinnigen) Frage: "Was will der Autor uns damit sagen?" Klare Antwort: Mir egal - ich finde das, was der Text sagt viel spannender.
Sunday, October 5. 2008
Noch ein Klassiker, der mir gerade wieder in die Hände gefallen ist und ganz gut auch zu dem Artikel über August Derleth passt, den ich gerade für die Cthuoide Welten schreibe:
The Horror! The Horror! (Heart of Darkness)
Der Horror, der Horror. Was ist der Horror am Mythos? Wohl kaum, dass er überraschend ist, ansonsten wäre es kaum faszinierend, einen weiteren Lovecraft-Schmöker auszupacken, sich einen weiteren Lumley im McFast-Book-Shop zu holen oder einen weiteren C.A. Smith aus dem mottenverseuchten Speicher auszugraben, den man noch nicht gelesen hat. Schließlich wissen wir bereits ganz genau, wenn wir das Label „Lovecraft“ auf dem Cover sehen, was uns erwarten wird mit dem Umblättern der ersten Seite. Wir wissen genau, worauf wir uns einlassen, was auf uns „beyond the threshold“ erwartet. Wir wollen genau das, was uns dort erwartet – aus welchen Gründen auch immer -, denn ansonsten würden wir uns kaum diesem „Lovecraft“-Label (oder vielleicht besser allgemein dem „Cthulhu-Label“) zuwenden oder spätestens nach dem zweiten Produkt mit diesem Label aufhören, denn danach ist der Überraschungswert nicht mehr wirklich gegeben.
Er war vielleicht einmal gegeben, das erste Mal, als wir ein Shadow out of Time aufgeschlagen haben, vielleicht auch noch das zweite Mal, als „The Haunter of the Dark“ sich in unser Gehirn brannte, vielleicht auch noch ein drittes oder viertes Mal, aber wenn man ehrlich ist, ist es schon bald bei weitem nicht mehr so „überraschend“, denn man weiß in gewisser Weise, was einen erwartet – und das ist doch auch der Grund, warum man dorthin zurückkehrt. Auch ein Columbo hat immer wieder erschreckend ähnliche Strukturen, dennoch kehrt man zu ihm zurück, Gute Zeiten, Schlechte Zeiten bringt auch keine wirklich neuen Wendungen – aber man will diese auch nicht wirklich, denn wenn man einschaltet, um Columbo zu sehen, dann will man Columbo sehen, wenn man einschaltet, um Star Trek – The Next Generation zu sehen, dann will man ST:TNG sehen. Ebenso sind alle Horror-Filme auch erschreckend ähnlich, in manchen Genres unterscheiden sich noch nicht einmal wirklich die Lokationen, selbst die Charakter-Stereotypen sind sich nicht unähnlich. Und dennoch kommt man immer wieder zu ihnen zurück.
Muss der Mythos also wirklich unbedingt eine Überraschung sein? Für die Spieler kann es nicht mehr wirklich eine Überraschung sein. Ähnlich wie der Leser spätestens wohl nach dem 10. Lovecraft-Werk ungefähr weiß, wie der Hase läuft (es gibt im Prinzip auch nur eine endliche Anzahl von Möglichkeiten, zu beschreiben, wie jemand wahnsinnig wird, ab einer gewissen Zahl, wird es recht ähnlich und die Varianz liegt dann häufig nur noch darin, zu welcher Seite der sabbernde Speichel des Wahnsinns aus dem Mund des Verstandes tropft). Besonders muss man hier aufpassen, dass die Enttäuschung bei den Spielern nicht erzeugt, wenn man dann ein „ganz innovatives Nicht-Mythos-Abenteuer“ einstreut. Ist die Erwartung dann nicht Cthulhu gewesen ? Horror? Aber dann war es doch nichts Übernatürliches? Die meisten Leute würde so etwas enttäuschen.
Es kann also auch nicht der „richtige“ (tm) Weg sein, nun tolle Nicht-Mythos-Abenteuer zu spielen, Vampire, Werwölfe, Zombies – gibt es dafür nicht andere Settings? Systeme, die für manches davon besser geeignet sind? Wenn das System „Cthulhu“ heißt, wäre das nicht eine Mogelpackung dann? Geht es hier dann nicht eher darum, sich mit dem Label „Cthulhu/Lovecraft“ selbst zu schmücken? Eigene Beweihräucherung, weil eben jenes Label etwas „Elitäres“ hat? Man will zum „inneren Kreis der tollen Cthulhu-Spieler gehören“. Dass man dann nicht Cthulhu spielt, wird gerne übersehen, das macht die Identität kaputt. Wenn es nur um „irgendeinen“ Grusel geht, warum dann nicht das phänomenale Unknown Armies? Oder auch „nur“ Beyond the Supernatural? Little Fears, Kult, DSA? Warum das eine System und das andere System nicht? Label-Fixierung?
Wenn die Spieler also sowieso nicht mehr überrascht werden können, dann muss man also auf die Charakterebene gehen – ähnlich wie der Leser einer Lovecraft-Geschichten nun nicht mehr wirklich überrascht werden kann, die Protagonisten der jeweiligen Handlung aber wechseln. Denn eben jene Charaktere sind es, die immer wieder den Mythos neu erleben, in ihn neu eintauchen und somit als Vehikel für den Leser dienen können, ebenso wie der Rollenspielcharakter für den Spieler. Doch mit Kampagnen im altbekannten old-fashion-style wird das kaum möglich sein. Dann wohl doch eher analog dazu, wie eben auch dem Leser der Cthulhu-Mythos immer wieder und wieder „neu“ althergebracht dargeboten wird. Was in der Literatur immer wieder eine neue Geschichte ist, kann ebenso im Rollenspiel gemacht werden, nur darf man sich dann nicht zu sehr an Charakteren festmachen – die Lösung: One-Shots oder Kurzkampagnen. Nicht die Charaktere sind es, die dann die Sitzungen verbinden, sondern der Mythos.
Und hiermit wäre man dann wesentlich näher und ehrlicher, wenn man sagt „ich spiele Cthulhu“. Denn dann spielt man „Cthulhu“, weil man „Cthulhu“ spielen will und nicht, weil man eben jenes Label zum eigenen Rollenspielidentitätsaufbau missbrauchen will. Denn mit neuen Charakteren, mit dem Aufschlagen einer neuen Kurzgeschichte, ist auch jedes Mal der Mythos anders – und dennoch dann auch wiederum nicht. Nur wer sich endlich von alt eingesessenen Rollenspielschemata und -konventionen lösen kann, endlich versteht, „warum“ er Cthulhu spielt und „was“ überhaupt cthuloid ist, nur jener wird vom allseligmachenden und erleuchtenden Schein umgeben und das Licht der Erkenntnis auch zu jenen bringen, die in der Dunkelheit ihrer eigenen Scheuklappen wandeln – what a Brave New World.
Thursday, September 25. 2008
Da bin ich beim Aufräumen meiner Platte drüber gestolpert und dachte mir, ich setze in mein Blog einmal einen meiner "Klassiker" über Mythos-Bücher in "Call of Cthulhu" rein. Hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber nach dem Durchlesen kam ich zu dem Schluss, dass er nicht weniger wahr geworden ist:
Most of our modern portrait painters are doomed to oblivion. They never paint what they see. They paint what the public sees, and the public never sees anything. (Oscar Wilde)
Die Diskussion um Mythostexte ist keine wirklich neue, aber auch bei weitem keine wirklich alte Diskussion. Viel ist schon den glänzenden Bach hinuntergeflossen an Bits und Bytes, an Gedanken und Wörtern, an Sätzen und Tasten, an Emotionen und Argumenten. Alles in allem kann man wohl sagen, dass man über Geschmack nicht redet und letzten Endes läuft es wohl darauf hinaus. Viel können die Verfechter der einen Seite sagen, viel können die Verfechter der anderen Seite sagen. Dem Einen mögen die einen Argumente mehr liegen, klarer sein, dem Anderen die anderen Argumente. Insgesamt kann man sicherlich geteilter Meinung sein, sowohl in wie weit das Rollenspiel literarisch oder nicht literarisch ist, in wie weit das Konzept „Mythos-Buch-Text“ überholt ist und eigentlich nicht das ist, was man heute noch darunter versteht.
Man kann geteilter Ansicht sein, ob:
... es nicht kontrapoduktiv ist, wenn Spieler die Mythos-Buchtexte sehen, die ihre Charaktere sehen.
... Mythos-Buch-Texte essenziell wichtig für das kantische Cthulhu (also das Cthulhu „an sich“ im platonischsten Sinne) sind.
... nicht gerade die bisherigen Mythos-Texte zur Demystifizierung des Mythos beitragen, anstatt ihn zu unterstützen.
... beispielsweise bei einem 1000-AD-Setting Mythos-Bücher beispielsweise keine Mythos-Bücher mehr sein sollten, sondern ob es nicht settinggerechter wäre, hier einen „Mythos-Propheten“ äquivalent zu setzen oder ob das Konzept „Mythos-Buch“ eine andere Manifestation in einem 1000AD-Setting finden müsste (beispielsweise in Form von „Religion“).
... man bei dies allem wirklich geteilter Meinung sein kann.
Letzten Endes ist dies wohl eine Geschmacksfrage. Natürlich. Daher sollte man auch nicht darüber diskutieren. Daher endet der Ansatz der Diskussion durch diesen Text bereits in einem erstickten Keim, kaum in die Erde gesteckt, schon verdorrt. Bleibt nur noch ein paar abschließende Gedanken einzufangen, die im luftleeren Raum gallopierten.
Heitere Mythos-Buch-Gedanken:
- Wenn man grob schätzt und großzügig (wirklich sehr großzügig) ist, kommt vielleicht in einer von fünf Mythos-Geschichten ein Mythos-Buch-Text explizit vor und dann auch meist nur vier Zeilen. Wenn man grob und großzügig schätzt, kommen in jedem 1,2ten Cthulhu-Szenario 3 Mythos-Texte vor, diese dann meist nicht unter mehreren DIN-A4-Seiten.
- Das Entschlüsseln der Cthulhu-Mythos-Buch-Texte erinnert in vielen Runden weniger an die unheimliche Entdeckung der vierten Art, als vielmehr an eine heitere Deutsch-LK-Stunde.
- Viele Spielerrunden auf Cons rollen mit den Augen, wenn sie mehr als eine DIN-A4-Seite an Mythos-Buchtexten zum L&L (Lesen und Lösen) bekommen und lassen sie nach diesem Augenrollen lieblos auf dem Tisch liegen.
- Manchen Cthulhu-Szenarien werden Mythos-Texte aufgepfropft, nicht weil sie durch das Szenario bedingt sind, sondern weil die Kundschaft es will.
-Mythos-Buch-Texte sind selten, eigentlich fast nie Plot, sondern nur Plotlösungshilfen, obwohl ihre Struktur sie eigentlich zu ersterem befähigt.
- Das, was viele Spieler unter Mythos-Texten verstehen, ließe sich mit Textstellen aus okkulten Büchern äquivalent abhandeln.
- Okkulte Bücher sind Abhandlungen über (unter Anderem) den Mythos.
- Mythos-Bücher sind Mythos.
Ja, über Geschmack redet man nicht, über Geschmack diskutiert man auch nicht. Geschmack hat man – oder auch nicht.
Saturday, September 13. 2008
Naturwissenschaftler sind die Frauen unter den Wissenschaftlern. Mit wem man Filme schaut, ist so wichtig, und dennoch vergessen viele Leute, wie wichtig das ist. Es kann so unglaublich nerven, wenn man einen Film schaut, der wirklich handwerklich gut und tadellos gemacht ist, aber - sagen wir einmal - es nicht so genau mit der Realität nimmt; oder sogenannter Realität, um meiner post-strukturalistischen Ader einmal wieder genüge zu tun.
Ich unterhalte mich gerne, auch während dem Film. Ich lästere auch einmal gerne, auch über den Film. Und dennoch gibt es Momente, in denen es so unglaublich entnervend ist, wenn der Film an sich gut ist und man dann mit korinthischen Kommentaren überflutet wird. Michael Mittermeier hat das einmal sehr schön gesagt, wie das bei Frauen passieren kann, doch das gibt es auch nicht nur bei Frauen - einmal wieder stechen hier besonders negativ die Naturwissenschaftler hervor.
Wenn ich einen Film sehe, der Spaß macht und auch nur Spaß machen will, dann brauche ich nicht zu wissen, warum dieses oder jenes jetzt unrealistisch ist, warum dieses oder jenes in der "Wirklichkeit" (entschuldigt die Anführungszeichen) halt einfach anders ist. Muss ich nicht wissen. Ist spannend zu wissen, aber auch hier kommt es auf die Art und Weise drauf an. Während dem Film sowieso nicht. Nach dem Film kann das mal ein netter Einwurf sein, aber das dann auch noch in die Bewertung zum Film einfließen zu lassen, übersteigt meinen persönlichen, geisteswissenschaftlichen Horizont - aber da bin ich eben auch nur ein schwatzender Geisteswissenschaftler.
Oder um es in den Spuren von Michael Mittermeier zu sagen: "Hier geht es doch nicht um Realismus. Der Film heißt Findet Nemo und nicht Das wunderbare Leben der Clown-Fische - Wahrheit und Fiktion." An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal von meinem Kumpel aus der Schulzeit erzählen, der mittlerweile Physiker ist und ernsthaft behauptete: "Literatur brauche ich nicht. Das ist doch alles Fiktion und ich muss meine Zeit nicht mit etwas vergeuden, was sich jemand ausgedacht hat. Ist doch sowieso nur alles ausgedacht." Ach! Nein, tut mir leid, habe ich kein Verständnis dafür. Hatte ich damals nicht und mittlerweile noch viel weniger und könnte ich mich stundenlang drüber aufregen. Den Rest des 10-seitigen Blog-Beitrages erspare ich euch einmal. Wichtig für euch ist nur die Vorstellung, wie ein kleiner, grüner Holk vor dem Computer sitzt und wild in die Tasten hämmert. Don't make me angry! You won't like, when I'm angry!
Tuesday, August 26. 2008
Ich war eben in der "Mumie 3" und muss sagen, dass ich mit meiner Vermutung recht gehabt habe. Er ist jetzt nicht schlecht, aber auch nicht gut; er ist einfach belanglos. So ironisch es klingt für einen Film, der sich um Untote dreht, aber dem Film fehlt einfach die Seele. Während ich großer Fan der ersten beiden Teile bin, war das hier einfach nix. Es war keine Katastrophe wie der Film-am-Rande-des-Wahnsinns, aber es war eben auch nichts Gutes. Spoilercut
Continue reading "Fluch der Mumie"
Thursday, August 21. 2008
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The Movie Of Your Life Is A Black Comedy
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In your life, things are so twisted that you just have to laugh.
You may end up insane, but you'll have fun on the way to the asylum.
Your best movie matches: Being John Malkovich, The Royal Tenenbaums, American Psycho
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Friday, July 25. 2008
"Kung Fu Panda" - toller Film. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Ganz klassischer Kung-Fu-Film und wer das Genre mag, wird sich zu Hause und wohl fühlen. Dennoch ist es nicht "nur ein weiterer Kung-Fu-Film", wie zu erwarten ist. Der Film hält sich mit all zu häufigen und zu albernen Gags zurück und setzt das wohl dosiert ein. Einzig das Training und die Nebencharaktere kommen ein leider ein wenig kurz, doch das tut dem Film keinen Abbruch.
Als Kind wäre das mein Film gewesen und hätte mich total begeistert - das wäre genau mein Ding gewesen. Ist es auch heute noch, auch wenn ich aus meiner Kung-Fu-Phase raus bin. Also nicht nur etwas für Kinder, auch wenn viele das sicherlich denken, weil es ein Animations-Film ist. Aber das stimmt ja schon lange nicht mehr, dass Zeichentrickfilme und Animationsfilme immer oder nur etwas für Kinder sind. Macht Spaß und ist kurzweilig und den Gang ins Kino echt wert.
Saturday, July 19. 2008
 Ich habe einen neuen Anime-Geheimtipp, der aber schon seit längerem zu vermuten war. Gestern haben Marc und ich aber im letzten Rutsch die komplette 1. Staffel "The Melancholy of Haruhi Suzumiya" geschaut und ich kann nur sagen: Super! Magical-Girl? Nein! Sci-Fi-Serie? Nein! Postmodern? Ja! Die Serie ist - wie auch schon erwähnt - gelebter Post-Strukturalismus, gelebte Dekonstruktion. Das spricht mich als bekennenden Post-Strukturalisten natürlich besonders an und begeistert mich um so mehr, dass es das nun auch in einfach zugänglicher Pop-Kultur gibt.
Der Post-Strukturalismus findet sich eigentlich in allem wieder, sowohl in Inhalt, wie auch in der Form, denn die Serie ist falsch gesendet worden und die Folgen demnach durcheinander, wodurch man das Ende der 1. Staffel ungefähr in der Mitte sieht und die Mitte am Ende (wobei das das eigentliche Ende sogar ist). Außerdem ist die Serie eigentlich eine "Unknown Armies"-Serie. Klingt komisch, ist aber so und ich denke, jeder, der von "Unknown Armies" begeistert ist, wird auch diese Serie lieben, denn sie erinnert mich in so einigen Aspekten an dieses wirklich grandiose Rollenspiel.
Continue reading "What if God was one of us"
Wednesday, July 9. 2008
Was gibt es eigentlich nun zu meiner Hochzeit zu erzählen? Schon so einiges und das sollte ich auch so langsam endlich einmal machen, sonst mache ich es nie, wie ich leider an meinem DRSRM-Bericht gemerkt habe; je weiter das Ereignis fort rückt, desto unmotivierter werde ich, dazu etwas zu tippen. Ich muss anscheinend wirklich immer zeitnah bloggen, sonst bringt das alles nichts. Schon merkwürdig, ist aber so. Ich beschränke mich da einfach einmal auf einen Schnell-Durchlauf mit ein paar ausführlicheren Anekdoten oder vermutlich eher Anekdötchen.
Continue reading "Come my love I'll tell you a tale"
Friday, July 4. 2008
Meinen Quasi-Junggesellen-Abend habe ich nun auch hinter mir. Wieso "quasi"? Weil es nun auch nicht der klassischste war und genauso spontan, wie nun eigentlich alles rund um unsere Hochzeit. "Quasi", weil es ähnlich wie die Hochzeit auch eher im kleinen Kreis war, aber auch in gutem Kreis, denn mit dem Marc schaue ich eben einfach gerne Filme und das haben wir heute auch gemacht. Und mit dem Tobi habe ich eben auch noch recht lange telefoniert. Ein recht ungewöhnlicher Junggesellen-Abend, aber eigentlich auch typisch für mich und ganz bezeichnend. Die ersten 5 Folgen von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya", "Whisper of the Heart" und noch zwei Kalkofe-Folgen; zugegeben, jetzt auch nicht unbedingt das Männer-Programm, aber dennoch schön. Wir hatten auch natürlich noch ein paar Männer-Sachen da, aber haben uns dann doch für diese anderen Sachen entschieden.
Continue reading "I'll only do the things that I can feel, as I feel them"
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]