Sunday, August 17. 2008
Manche Filme sieht man nicht, weil der Trailer zu blöd ist, weil er falsche Tatsachen vorgaukelt. Sei dies, dass er...
... zu viel vom Film verrät, dass man man denkt, man wüsste schon alles (Beispiel: "I Robot"),
... falsche Sachen vom Film vermuten lässt, die einem nicht gefallen (Beispiel: "Enchanted"), oder
... einfach nur uninteressant und langweilig wirkt.
Und dafür habe ich nun auch ein Beispiel: "Meet the Robinsons."
Beim Trailer dachte ich mir: Uninteressanter Disney-Animations-Film. Auch in der Videothek meinte dann eine Kollegin mal zu mir, dass der Film stinklangweilig ist. Diese Kollegin sieht sehr gerne Animations-Filme und sie hat einen sehr eigenwilligen und merkwürdigen Geschmack, dem ich bisher nie so recht zustimmen konnte. Daher dachte ich mir, ich gebe dem Film mal einen Versuch, denn wenn die den langweilig findet, vielleicht gefällt er mir. Und voilá ... er gefiel.
Beim ersten Mal habe ich ihn "nur" nebenbei neben dem Farmen laufen lassen, aber habe nach kurzer Zeit mehr auf den Fernsehe als auf den Monitor geschaut und das ist dann für mich ein Zeichen dafür, einem Film mehr Aufmerksamkeit zu gönnen und auch meine Frau schaute immer wieder hin, ist dann aber ins Bett, weil sie am nächsten Tag arbeiten musste. Da ich das Gefühl hatte, dass sie den auch gerne weiter geschaut hätte, habe ich mit dem Film aufgehört und mir einen anderen (Horror-) Film eingelegt, den ich sowieso auf meine "muss ich alleine oder mit Marc sehen"-Liste gepackt hatte; und keine Bange, Marc, es war vermutlich nichts Weltbewegendes, denn ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, was das überhaupt für ein Film war.
"Meet the Robinsons" macht Laune. Wem leicht-lockere Animations-Filme gefallen, dem wird auch dieser SF-Animations-Film gefallen, der mit einem richtig nett melodramatischen Bösewicht aufwartet. Der Humor ist extrem schnell und hat eine Menge Ideen. Gerade dadurch, dass der Humor so schnell ist und auch noch einige abgefahrene Ideen hat, saß ich zumindest stellenweise recht staunend vor dem Fernseher und dachte mir manchmal, dass ich nicht mitkomme. Die Story ist nun nicht überkomplex und ich will auch nicht zu viel verraten, aber es ist im Prinzip eine Zeitreise-Geschichte für Kinder mit einer extrem gruseligen Stelle beim Showdown - für Kinder zumindest. Ich wäre jedenfalls vor Angst unter meinen Kinositz gekrochen als Kind.
Macht Laune, ist locker und leicht, kann man gut seinen Kindern zeigen. Einer der eher "überraschend gar nicht mal so schlechten" Disneys. Wieso schafft es Disney eigentlich in letzter Zeit immer, von wirklich guten Filmen mit wirklich schlechten Trailern abzulenken? Das war zuerst bei "Enchanted" so und nun bei "Meet the Robinsons." Ich rieche einen evil masterplan. Mag sein, dass er auf Deutsch einmal wieder ein wenig langsamer ist wie auf Englisch, aber ich habe ihn nur im Original gesehen und kann daher auch nur darüber etwas sagen. Vor der deutschen Synchro hätte ich auch bei diesem Film Angst.
Ach ja: Erinnert ihr euch noch daran, dass ich letztens eine Menge Filme aufzählte, über die "das Leben" (tm) mir wohl irgendwelche Winke mit großen Lattenzäunen gibt? Nicht? Das war hier und hier. Jetzt gab es einen neuen Zaunpfahl mit diesem Film hier. Ja, ja, ich bin ja schon dabei, in die Gänge zu kommen - wirklich! Wie jetzt genau? Coming this summer! Naja, vielleicht nicht ganz, ein wenig Zeit braucht es ja schon. Aber wir dürfen Großes von ihnen erwarten, Mr. Potter.
Sunday, June 29. 2008
Meine Film-Tipps gehen weiter (ja, ich habe derzeit auch noch Anderes zu tun, als Filme zu schauen, aber über Filme bloggt es sich immer so schön und ich glaube, das liest man eben auch eher mal): Enchanted, der nicht mehr ganz so neue, aber neu auf DVD rausgekommene Disney-Film ist überraschend gut!
Der Trailer hatte mich im Kino einmal wieder ziemlich abgeschreckt, denn diese eine Szene, in der der Prinz anfängt zu singen und dann von Fahrrad-Fahrern umgefahren wird, da dachte ich mir: Alter Witz. Der wird nach "Findet Nemo" und "Shrek" nicht mehr wirklich besser und sogar immer langweiliger und bemühter. Es wirkte dadurch auf mich so, als ob es ein Disney-Film wird, in dem Disney versucht, sich selbst alle paar Minuten recht billig selbst zu parodieren. Aber man muss sagen, dass dies eigentlich die einzige Szene in dieser Richtung war und somit der Trailer (einmal wieder) falsche Erwartungen erzeugt hat - zumindest in mir. Er ist einfach nur verspielt in der Hinsicht und mehr nicht. Diese platten "hö, hö! ich mach' mich über mich selbst lustig"-Szenen gibt es eigentlich nicht, wobei er sich schon nicht ernst nimmt, aber nicht so erzwungen, wie ich es befürchtet hatte.
Der Film ist einfach schön und ich will es einmal mit dem Leo sagen, der damit einfach recht hatte: "Wer die alten Disneys mochte, dem wird dieser Film auch gefallen, denn er ist wie ein alter Disney - nur neu. Er fühlt sich so bekannt und dennoch erfrischend an." Das trifft es gut. Der Film ist ein recht post-modernes Märchen. Nicht im Sinne von "abgedreht post-modern", sondern sich der Genre-Konventionen und seiner selbst bewusst und das macht in dem Film einfach unglaublichen Spaß. Wer also einen leichten Film mag, von ein wenig Kitsch nicht gleich an die Decke geht und sich beeindrucken lassen kann, dem sei für einen angenehmen Wochenend-Film "Enchanted" absolut ans Herz gelegt.
Ach ja, und nein, die Hauptdarstellerin ist nicht Amy Acker, sondern Amy Adams; sieht zwar fast genauso aus, hat die gleiche Nase, die gleiche Mimik, eine ähnliche Stimme, ist sie aber trotzdem nicht. Ich habe es eben nachgeschaut, weil ich zum Schluss dann doch dachte, sie wäre es - schade eigentlich. Amy Acker felst. Aber da ihr fast-sogar-Namens-Zwilling auch so ähnlich ist, felst die auch zu einem gewissen Teil.
Und langsam glaube ich, dass mir "das Leben" (tm) einen Wink mit dem Zaunpfahl geben will: Drei Filme (eigentlich zwei Filme und eine Serie), die ähnliche Saiten in mir anschlagen. Was " Iron Man", " The Melancholy of Haruhi Suzumiya" und "Enchanted" gemeinsam haben? Verrate ich nicht. Das müsst ihr schon selbst herausfinden.
Tuesday, March 18. 2008
Na gut, damit bin ich zufrieden, denn der gehört zu einem meiner Lieblings-Disneys:
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Which Disney Character is your Alter Ego? created with QuizFarm.com |
| You scored as The Beast Your alter ego is The Beast! But that is only a name... you are kind hearted and sweet, people just misunderstand you.
Peter Pan |
| 81% | The Beast |
| 81% | Sleeping Beauty |
| 75% | Cinderella |
| 69% | Goofy |
| 63% | Donald Duck |
| 56% | Pinocchio |
| 31% | Ariel |
| 31% | Snow White |
| 25% | Cruella De Ville |
| 13% |
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Friday, January 4. 2008
Marc hat mich auf eine sehr coole Sache hingewiesen: Ein kleiner Film, der sich wirklich lohnt und auch eine Persiflage eines sehr coolen Liedes ist, über das ich schon einmal gebloggt habe.
Da es mir heute wieder ein wenig schlechter ging gesundheitlich und ich einen dicken Kopf und schwere Augen habe, belasse ich es bei diesem Hinweis auf Marcs Blog und erwähne in dem Zusammenhang noch einen anderen Webcomic namens " The Noob", den ich ganz cool fand, aber schon lange nicht mehr mitgelesen habe. Könnte ich mittlerweile auch mal wieder machen.
Saturday, November 17. 2007
Bemüht kurz und nur zum veranschaulichen von meinem alten Kreuz: Es geht hier um das Arielle-Lied "Ein Mensch zu sein" in der alten Version; nicht die schreckliche neue, die wir ganz obskuren Rechts-Sachen zu verdanken haben. Dort gibt es die Zeile:
Dort lebt man anders als hier
Zunächst einmal sieht die Zeile harmlos aus. Zunächst einmal ist die offensichtliche Bedeutung, dass man am Land anders lebt. So weit, so unspekatulär. Doch durch den Gesang zerspringt der Text und explodiert wieder in einen pluralistischen Text; einen kleinen, aber nichtsdestotrotz pluralistischen Text. Wieso? Es gibt in der Mitte der Zeile einen kleinen Bruch im Gesang, eine kleine Pause: "Dort lebt man | Anders als hier" wobei sogar eine Steigerung bis zum "man" gesungen wird, so dass man fast hinter dem "man" aufhören könnte, doch fast wie ein Zeilen-Sprung schließt sich dann nach kurzem Luftholen "anders als hier" an. Dadurch wird der Text fragmentiert und die offensichtliche Bedeutung, dass man "anders lebt" wird in Frage gestellt. Vermutlich nicht durch die Autoren-Intention, denn da kann man sicherlich wunderbar argumentieren, dass das "anders leben" eben die Bedeutung der Zeile ist und sich auch wunderschön in den Rest des Liedes eingliedert.
Doch wenn man sich diesen Bruch in der Zeile anschaut, dann heißt es: "Dort lebt man!" Und das Ausrufe-Zeichen erdreiste ich mir hier auf Grund der Pause zu machen, denn dank Steigerung klingt es nach einem Ausrufe-Zeichen. In dieser Bedeutungs-Variante heißt es also nicht mehr, dass man da nur "anders" lebt, nein! Man lebt! Im Kontrast zum Meer, wo man nicht lebt, sondern nur dahin vegetiert. Auch so kann man diese Zeile nämlich interpretieren, auch ganz im Sinne des kompletten Kontextes, dass Arielle langweilig ist, dass es unter dem Meer tröge ist. Es ist für sie kein Leben mehr. Daher will sie raus an den Strand.
Beide Interpretationen sind plausibel, beide sind möglich. Man könnte nun anfangen, der ersten Bedeutung, dass man "anders lebt", mehr Bedeutung zuzuschreiben, indem man sich nun Audio-Kommentar, Interviews und weiß-ich-noch sich ansieht, um somit dieser Interpretation einen Vorrang vor der anderen Interpretation zu geben, dass man "überhaupt erst dort lebt". Doch das begrenzt den Text, erdrückt ihn, ja, erstickt ihn sogar. Der Text will allerdings atmen. Der Text will nicht nur im Meer bleiben, wie Arielle, er will hinaus an den Strand. Er will die Möglichkeit haben, sowohl am Strand/Land, als auch im Wasser sich zu bewegen. Und das bedeutet ganz eindeutig: beide Interpretationen zuzulassen für sich.
Zwar ist es dann mit Beinen im Wasser nicht mehr ganz so schnell und einfach, wie mit der Meerjungfrauen-Flosse im Wasser und dadurch kommt man im Wasser nicht mehr ganz so schön voran, aber dafür hat man eine neue Welt gewonnen. Und man muss sich noch nicht einmal auf eine Welt beschränken, denn die Freiheit, die man an Land gewinnt, ist größer, als wenn man im Wasser bliebe. Denn mit Meerjungfrauen-Flosse an Land bewegt es sich schlechter, als umgekehrt mit Beinen im Wasser, was eher möglich ist. Somit wird der Text beweglicher, wird wertvoller, allein durch diese zweite Bedeutung, denn beide sind möglich und an diesem Punkt kann man beginnen, sich darüber zu unterhalten. Lebt man nun nur anders? Oder lebt man überhaupt? Beides sind mögliche Standpunkte. Und somit wird der tote Texte zum lebenden Liquid.
Solche Sprünge/Brüche sind nun nichts ungewöhnliches; direkt würden mir da beispielsweise die wunderbare Emily Dickinson einfallen oder eben auch der unvergleich spielende e.e. cummings. Aber Pop-Kultur eignet sich zur Illustration doch irgendwie am besten - und außerdem ist es einfach witziger und spannender, der üblichen Einstellung von "hohe Kultur gegen niedere Kultur" dadurch eins auszuwischen, indem man beides einfach gleich stellt. Und gerade an diesem Arielle-Beispiel zeigt es sich sehr deutlich, wie wertvoll so eine Betrachtung doch sein kann, auch wenn ich befürchte, dass ich zwischendurch ein wenig diffuser wurde, aber das lässt sich leider nicht immer vermeiden, solange es nicht noch länger werden sollte.
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]