Entries tagged as cthulhu
Thursday, October 30. 2008
"Hellboy 2" ist ein durch und durch ordentlicher Film, der mir viel Spaß gemacht hat. Er ist nicht zu vergleichen mit "Dark Knight", schon eher mit "Iron Man", aber auch das ist kein fairer Vergleich, denn wie auch seine Protagonisten ist auch der Film selbst - anders. Ich kenne die Hellboy-Comics nicht, aber mir hat schon der erste Teil Spaß gemacht und der zweite Teil machte sogar noch einen Ticken mehr Spaß. Sehr schön erzählt.
Es ist nicht so, dass man großartig überrascht über das Ende ist, man ahnt es schon irgendwie, wie sich die Sachen entwickeln können, aber es muss nicht jeder ein Shyamalan sein und bei Del Torro wirkt es auch nicht so, als ob er das wirklich wolle, denn auch der phänomenale " Pan's Labyrinth" hat sogar das Ende direkt vorweg genommen. Es geht nicht um überraschende Wendungen, es geht darum, eine Geschichte angenehm und mitreißend zu erzählen und das kann der Film.
Der Film wäre sicherlich eine großartige Inspirations-Quelle für das alte "Changeling: The Dreaming" und spätestens seit dem Film hätte ich es auch kapiert. Die Elfendarstellung gefällt mir außerordentlich gut und der Hauptdarsteller wäre auch eine ideale Besetzung für einen Illidan gewesen. Die Masken und Figuren sind wieder eine großartige Auslese des kreativen Geistes, den bisher alle Del-Torro-Filme atmen und einen nur staunen lassen. Doug Jones ist auch einmal wieder großartig und spielt sogar mehrere Rollen (an seiner Gestik sollt ihr ihn erkennen). Die emotionalen Momente haben mich sehr bewegt, sowohl die um Abe Sapien als auch die Momente mit den verkannten Weltrettern.
Einziger Kritikpunkt (einmal wieder): Die Synchronisation. Insgesamt wirkt sie ordentlich, doch bei Abe Sapien war sie meiner Ansicht nach einmal wieder gruselig. Schon beim 1. Teil hatte ich bei Abe die C3P0-Assoziation, denn die abgehackten Handbewegungen und die Stimme erinnerten zu sehr an den goldenen Blechkasten aus "Star Wars". Während Abe im Englischen eher emotionslos, über den Dingen stehend und allwissend wirkt durch seine Stimme, wurde im 1. Teil der Charakter allein durch die Synchronstimme vollkommen verändert - er wirkte nervös und ängstlich. Meiner Ansicht nach ist das Problem auch wieder bei Teil 2, weswegen ich mich auf die DVD freue und mir dann nur noch die englische Version anhören werde; einen deutschen Abe Sapien will ich mir wirklich nur antun, wenn ich es muss. Meine Frau meinte, dass die Stimme diesmal nicht ganz so schlimm wäre, wie in Teil 1, aber ich muss gestehen - ich fand sie noch genauso schlimm.
Ich wiederhole mich einmal wieder: Wenn ich jemandem zutraue, das vollkommen überschätzte "At the Mountains of Madness" zu verfilmen, dann einem visuellen und visionären Genie wie Del Torro - nur ihm! Ich mag "At the Mountains of Madness" nicht. Ich liebe Lovecraft und natürlich hat "At the Mountains of Madness" ganz große Momente und einfach geniale Passagen. Dennoch ist dies meiner Ansicht nach die überschätzteste Geschichte Lovecrafts. Aber ein Del Torro könnte einen wirklich genialen Film daraus machen, der den Film zu einem meiner Lieblingsfilme machen könnte, obwohl ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis zur Vorlage habe.
Spoilercut
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Tuesday, October 21. 2008
Donnerstag bis Sonntag ist wieder die Spielemesse und wie letztens angekündigt auch mit einer Publikation, an der ich auch mitgearbeitet habe: "USA - Großmacht unterm Sternenbanne", 280 Seiten, Hardcover, 34.95 Euro. Da bin ich mal gespannt, wie er ankommt.
Ich werde dieses Jahr wohl - wieder einmal - nicht zur Spielemesse fahren, auch wenn ich ein Angebot vom Olli über den Marc hatte, womit eines meiner üblichen Probleme gelöst wäre. Früher war ich jedes Jahr auf der Spielemesse, gerade auch um die ganzen Leute von Pegasus zu treffen. Das war immer sehr nett: Über die Spielemesse schlendern, sich Neuheiten anschauen, mit den Leuten schwätzen und abends dann gemütlich irgendwo in Essen was essen gehen. Aber von Jahr zu Jahr wurde die Spielemesse immer uninteressanter, so dass ich die letzten Male wirklich nur wegen den Leuten und wegen dem abendlichen Essengehen da hin bin.
Anfangs gab es irgendwie immer noch interessante Geheimtipps an neuen Brettspielen - ich erinnere mich noch gut an "Carcassonne". Außerdem gab es auch immer nette Events - ich erinnere mich noch gut an das Live-Robo-Rally oder den Blizzard-Verkaufs-Stand beim Erscheinen von Warcraft 3. Aber gerade solche Sachen haben immer mehr abgenommen. Vielleicht haben sie nicht wirklich abgenommen, aber ich habe sie auf jeden Fall immer weniger wahr genommen oder fand sie einfach nicht mehr so toll die Geheimtipps und die Events. Daher wird es auch dieses Jahr keine Spielemesse für mich geben, denn dafür ist mir der Sprit dann doch zu teuer, auch wenn ich beim Olli hätte mitfahren können - schade eigentlich. Aber Geld gespart.
Thursday, October 16. 2008
Ist schon eine Weile her, dass es im Cthulhu-Blog stand, aber dennoch wollte ich endlich einmal auf dieses kleine Flash-Spiel hinweisen, das ein absoluter Zeitkiller ist. Sehr nett gemacht, sehr kurzweilig und für diejenigen unter uns, die Magic mochten, sicherlich einen Blick wert. Ich selbst bin ja erst sehr spät zu Magic gekommen über meine Frau, hatte nie eigene Karten, aber ich mochte Magic und hatte nie dieses "Antipathie"-Gefühl, das viele Rollenspieler gegenüber Trading-Card-Games hatten.
Als Kind wäre ich voll in Yu-Gi-Oh und Pokemon aufgegangen - das wäre genau meine Welt und mein Ding gewesen. Daher weiß ich auch, was meine Kinder später haben dürfen. Denn ich finde das sogar einen sehr guten Einstieg in die Komplexe "Verantwortungsbewusstsein" und "Mit Geld haushalten", besonders, wenn man sich mit dem Kind dann aktiv dabei beschäftigt, mit ihm über diese Sachen redet, dass das Geld kostet und man nicht unendlich viel Booster kaufen sollte. Finde ich ein total gutes Ding. Jedenfalls hatte ich irgendwann mal die Idee, dass meine Kinder Pokemon schauen müssen - die Armen.
Monday, October 13. 2008
Heute habe ich den Abend ein wenig verplempert; aber dann auch wiederum nicht. Demnächst ist Halloween und wir hatten es bei meiner alten Pen&Paper-Runde so gemacht, dass wir an Halloween immer etwas gemacht haben. Ganz zu Anfang hat einer am 31.10. etwas geleitet - ich meistens Cthulhu - und am 01.11. hat jemand anders etwas geleitet. Im Laufe der Zeit wurde dann meist nur noch einer von beiden Tagen für Rollenspiel benutzt und der Andere für Brettspiele und Videos - irgendwie haben wir es da dann nicht mehr hinbekommen, zwei Runden an aneinanderfolgenden Tagen zu machen. Zum Schluss haben wir eigentlich nur noch Brettspiele und Videos gemacht, denn das war einfacher und schneller organisiert, außerdem konnte man so viel mehr Rücksicht auf "Unentschlossene" nehmen, die noch bis einen Tag vorher nicht wussten, ob sie Zeit hatten.
Leider hat sich meine alte Pen&Paper-Runde ziemlich zerstreut. Der Tobi ist ganz in den Nordwesten Deutschlands wegen seiner Post-Doc-Stelle und der Frank hat eine Stelle in Tübingen bekommen; Stefan hatte uns schon weit vorher nach Amiland gänzlich verlassen, womit eigentlich nur noch Marc und ich blieben und auch wenn meine Frau auch hin und wieder mitgespielt hat - zu dritt hat es dann doch nie so richtig hingehauen. Die Halloweens haben wir dann dennoch meist zu dritt verbracht, dann allerdings nur mit Videos, denn Brettspiele zu dritt gibt es zwar auch nette, aber ich finde, für einen "richtigen" Brettspiel-Abend braucht man vier Leute.
Heute morgen fiel mir dann auf, dass dieses Jahr der 31.10. ein Freitag und der 01.11. ein Samstag ist. Da könnte ich ja einmal wieder einen Versuch starten und "die Jungs" mal organisieren. Also verbrachte ich den Abend damit, besagte Herrschaften anzurufen. Leider haben beide noch bis recht spät gearbeitet, so dass sich das Telefonieren verschob, aber ich hielt mir dennoch wacker den Abend frei. Etwas fest ausgemacht haben wir nicht, auch wenn wir zumindest eine vage Aussicht darauf haben, mal wieder einen Retro-P&P-Abend zu machen - ganz klassisch, ohne Schnörkel, ohne Komplikationen. Ich habe noch keine festen Zusagen, aber zumindest Interessenbekundungen bekommen, die mich ganz positiv stimmen. Außerdem waren die längeren Telefongespräche auch mal wieder nett. Da habe ich einfach einmal wieder gemerkt, dass mir unsere alte Runde in ihrer Gesamtheit doch total fehlt. Vielleicht ist das aber auch einfach nur Wehmut und Nostalgie und wohl der unweigerliche Weg einer jeden Rollenspielrunde, die sich zur Schulzeit gegründet hat, die schwere Unizeit durchlebt und dann langsam am Auseinanderbröckeln war.
Aber so einen klassischen Halloween-P&P-Abend mal wieder zu machen mit "den Jungs" ... hach ja, das wäre schon schön. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf und bleibe weiterhin am Ball. Und wenn es dann doch nur wieder Videos werden, wäre schon allein schön, mal wieder alle beisammen zu haben, Marc, Frank und den Tobi.
Sunday, October 5. 2008
Noch ein Klassiker, der mir gerade wieder in die Hände gefallen ist und ganz gut auch zu dem Artikel über August Derleth passt, den ich gerade für die Cthuoide Welten schreibe:
The Horror! The Horror! (Heart of Darkness)
Der Horror, der Horror. Was ist der Horror am Mythos? Wohl kaum, dass er überraschend ist, ansonsten wäre es kaum faszinierend, einen weiteren Lovecraft-Schmöker auszupacken, sich einen weiteren Lumley im McFast-Book-Shop zu holen oder einen weiteren C.A. Smith aus dem mottenverseuchten Speicher auszugraben, den man noch nicht gelesen hat. Schließlich wissen wir bereits ganz genau, wenn wir das Label „Lovecraft“ auf dem Cover sehen, was uns erwarten wird mit dem Umblättern der ersten Seite. Wir wissen genau, worauf wir uns einlassen, was auf uns „beyond the threshold“ erwartet. Wir wollen genau das, was uns dort erwartet – aus welchen Gründen auch immer -, denn ansonsten würden wir uns kaum diesem „Lovecraft“-Label (oder vielleicht besser allgemein dem „Cthulhu-Label“) zuwenden oder spätestens nach dem zweiten Produkt mit diesem Label aufhören, denn danach ist der Überraschungswert nicht mehr wirklich gegeben.
Er war vielleicht einmal gegeben, das erste Mal, als wir ein Shadow out of Time aufgeschlagen haben, vielleicht auch noch das zweite Mal, als „The Haunter of the Dark“ sich in unser Gehirn brannte, vielleicht auch noch ein drittes oder viertes Mal, aber wenn man ehrlich ist, ist es schon bald bei weitem nicht mehr so „überraschend“, denn man weiß in gewisser Weise, was einen erwartet – und das ist doch auch der Grund, warum man dorthin zurückkehrt. Auch ein Columbo hat immer wieder erschreckend ähnliche Strukturen, dennoch kehrt man zu ihm zurück, Gute Zeiten, Schlechte Zeiten bringt auch keine wirklich neuen Wendungen – aber man will diese auch nicht wirklich, denn wenn man einschaltet, um Columbo zu sehen, dann will man Columbo sehen, wenn man einschaltet, um Star Trek – The Next Generation zu sehen, dann will man ST:TNG sehen. Ebenso sind alle Horror-Filme auch erschreckend ähnlich, in manchen Genres unterscheiden sich noch nicht einmal wirklich die Lokationen, selbst die Charakter-Stereotypen sind sich nicht unähnlich. Und dennoch kommt man immer wieder zu ihnen zurück.
Muss der Mythos also wirklich unbedingt eine Überraschung sein? Für die Spieler kann es nicht mehr wirklich eine Überraschung sein. Ähnlich wie der Leser spätestens wohl nach dem 10. Lovecraft-Werk ungefähr weiß, wie der Hase läuft (es gibt im Prinzip auch nur eine endliche Anzahl von Möglichkeiten, zu beschreiben, wie jemand wahnsinnig wird, ab einer gewissen Zahl, wird es recht ähnlich und die Varianz liegt dann häufig nur noch darin, zu welcher Seite der sabbernde Speichel des Wahnsinns aus dem Mund des Verstandes tropft). Besonders muss man hier aufpassen, dass die Enttäuschung bei den Spielern nicht erzeugt, wenn man dann ein „ganz innovatives Nicht-Mythos-Abenteuer“ einstreut. Ist die Erwartung dann nicht Cthulhu gewesen ? Horror? Aber dann war es doch nichts Übernatürliches? Die meisten Leute würde so etwas enttäuschen.
Es kann also auch nicht der „richtige“ (tm) Weg sein, nun tolle Nicht-Mythos-Abenteuer zu spielen, Vampire, Werwölfe, Zombies – gibt es dafür nicht andere Settings? Systeme, die für manches davon besser geeignet sind? Wenn das System „Cthulhu“ heißt, wäre das nicht eine Mogelpackung dann? Geht es hier dann nicht eher darum, sich mit dem Label „Cthulhu/Lovecraft“ selbst zu schmücken? Eigene Beweihräucherung, weil eben jenes Label etwas „Elitäres“ hat? Man will zum „inneren Kreis der tollen Cthulhu-Spieler gehören“. Dass man dann nicht Cthulhu spielt, wird gerne übersehen, das macht die Identität kaputt. Wenn es nur um „irgendeinen“ Grusel geht, warum dann nicht das phänomenale Unknown Armies? Oder auch „nur“ Beyond the Supernatural? Little Fears, Kult, DSA? Warum das eine System und das andere System nicht? Label-Fixierung?
Wenn die Spieler also sowieso nicht mehr überrascht werden können, dann muss man also auf die Charakterebene gehen – ähnlich wie der Leser einer Lovecraft-Geschichten nun nicht mehr wirklich überrascht werden kann, die Protagonisten der jeweiligen Handlung aber wechseln. Denn eben jene Charaktere sind es, die immer wieder den Mythos neu erleben, in ihn neu eintauchen und somit als Vehikel für den Leser dienen können, ebenso wie der Rollenspielcharakter für den Spieler. Doch mit Kampagnen im altbekannten old-fashion-style wird das kaum möglich sein. Dann wohl doch eher analog dazu, wie eben auch dem Leser der Cthulhu-Mythos immer wieder und wieder „neu“ althergebracht dargeboten wird. Was in der Literatur immer wieder eine neue Geschichte ist, kann ebenso im Rollenspiel gemacht werden, nur darf man sich dann nicht zu sehr an Charakteren festmachen – die Lösung: One-Shots oder Kurzkampagnen. Nicht die Charaktere sind es, die dann die Sitzungen verbinden, sondern der Mythos.
Und hiermit wäre man dann wesentlich näher und ehrlicher, wenn man sagt „ich spiele Cthulhu“. Denn dann spielt man „Cthulhu“, weil man „Cthulhu“ spielen will und nicht, weil man eben jenes Label zum eigenen Rollenspielidentitätsaufbau missbrauchen will. Denn mit neuen Charakteren, mit dem Aufschlagen einer neuen Kurzgeschichte, ist auch jedes Mal der Mythos anders – und dennoch dann auch wiederum nicht. Nur wer sich endlich von alt eingesessenen Rollenspielschemata und -konventionen lösen kann, endlich versteht, „warum“ er Cthulhu spielt und „was“ überhaupt cthuloid ist, nur jener wird vom allseligmachenden und erleuchtenden Schein umgeben und das Licht der Erkenntnis auch zu jenen bringen, die in der Dunkelheit ihrer eigenen Scheuklappen wandeln – what a Brave New World.
Sunday, September 28. 2008
Vermutlich zur Spielemesse kommt übrigens auch einmal wieder eine Veröffentlichung heraus, an der ich beteiligt bin: USA - Großmacht unterm Sternenbanner. Auf meinen Artikel über die amerikanische Geschichte bin ich schon recht stolz, auch wenn man bei sowas natürlich immer ein wenig Angst hat, irgendetwas falsch dargestellt zu haben oder ähnliches; auch wenn ich das bezweifle. Ebenso natürlich ist es auch, dass da sicherlich dann die ersten Meckerer kommen werden, die dann meinen, dass man dies oder das vergessen oder ausgeblendet hätte, doch das geht nun einmal nicht anders bei einem räumlich begrenzten, eher kurzen Beitrag über amerikanische Geschichte. Denn fast 450 Jahre Geschichte in einen Beitrag zu packen, der wenige Seiten lang ist, ist wirklich nicht einfach. Dennoch denke ich, dass ich einen guten roten Faden gefunden habe und auch einige spannende Sachen reinpacken konnte, die nicht jeder weiß. Auch wenn ich noch so ungeheuer gern mehr über die Puritaner, über Jonathan Edwards, Benjamin Franklin, die Aufklärung usw. geschrieben hätte, denn das war sowohl einer meiner Schwerpunkte im Studium als auch meiner mündlichen Prüfung in Amerikanistik. Aber, oh weh!, der Platz, der Platz.
Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass der Band eine ordentliche Anschaffung ist - nicht nur für Cthulhu-Spieler. Also, merken: Spielmesse 2008 - vermutlich, vielleicht.
Thursday, September 25. 2008
Da bin ich beim Aufräumen meiner Platte drüber gestolpert und dachte mir, ich setze in mein Blog einmal einen meiner "Klassiker" über Mythos-Bücher in "Call of Cthulhu" rein. Hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber nach dem Durchlesen kam ich zu dem Schluss, dass er nicht weniger wahr geworden ist:
Most of our modern portrait painters are doomed to oblivion. They never paint what they see. They paint what the public sees, and the public never sees anything. (Oscar Wilde)
Die Diskussion um Mythostexte ist keine wirklich neue, aber auch bei weitem keine wirklich alte Diskussion. Viel ist schon den glänzenden Bach hinuntergeflossen an Bits und Bytes, an Gedanken und Wörtern, an Sätzen und Tasten, an Emotionen und Argumenten. Alles in allem kann man wohl sagen, dass man über Geschmack nicht redet und letzten Endes läuft es wohl darauf hinaus. Viel können die Verfechter der einen Seite sagen, viel können die Verfechter der anderen Seite sagen. Dem Einen mögen die einen Argumente mehr liegen, klarer sein, dem Anderen die anderen Argumente. Insgesamt kann man sicherlich geteilter Meinung sein, sowohl in wie weit das Rollenspiel literarisch oder nicht literarisch ist, in wie weit das Konzept „Mythos-Buch-Text“ überholt ist und eigentlich nicht das ist, was man heute noch darunter versteht.
Man kann geteilter Ansicht sein, ob:
... es nicht kontrapoduktiv ist, wenn Spieler die Mythos-Buchtexte sehen, die ihre Charaktere sehen.
... Mythos-Buch-Texte essenziell wichtig für das kantische Cthulhu (also das Cthulhu „an sich“ im platonischsten Sinne) sind.
... nicht gerade die bisherigen Mythos-Texte zur Demystifizierung des Mythos beitragen, anstatt ihn zu unterstützen.
... beispielsweise bei einem 1000-AD-Setting Mythos-Bücher beispielsweise keine Mythos-Bücher mehr sein sollten, sondern ob es nicht settinggerechter wäre, hier einen „Mythos-Propheten“ äquivalent zu setzen oder ob das Konzept „Mythos-Buch“ eine andere Manifestation in einem 1000AD-Setting finden müsste (beispielsweise in Form von „Religion“).
... man bei dies allem wirklich geteilter Meinung sein kann.
Letzten Endes ist dies wohl eine Geschmacksfrage. Natürlich. Daher sollte man auch nicht darüber diskutieren. Daher endet der Ansatz der Diskussion durch diesen Text bereits in einem erstickten Keim, kaum in die Erde gesteckt, schon verdorrt. Bleibt nur noch ein paar abschließende Gedanken einzufangen, die im luftleeren Raum gallopierten.
Heitere Mythos-Buch-Gedanken:
- Wenn man grob schätzt und großzügig (wirklich sehr großzügig) ist, kommt vielleicht in einer von fünf Mythos-Geschichten ein Mythos-Buch-Text explizit vor und dann auch meist nur vier Zeilen. Wenn man grob und großzügig schätzt, kommen in jedem 1,2ten Cthulhu-Szenario 3 Mythos-Texte vor, diese dann meist nicht unter mehreren DIN-A4-Seiten.
- Das Entschlüsseln der Cthulhu-Mythos-Buch-Texte erinnert in vielen Runden weniger an die unheimliche Entdeckung der vierten Art, als vielmehr an eine heitere Deutsch-LK-Stunde.
- Viele Spielerrunden auf Cons rollen mit den Augen, wenn sie mehr als eine DIN-A4-Seite an Mythos-Buchtexten zum L&L (Lesen und Lösen) bekommen und lassen sie nach diesem Augenrollen lieblos auf dem Tisch liegen.
- Manchen Cthulhu-Szenarien werden Mythos-Texte aufgepfropft, nicht weil sie durch das Szenario bedingt sind, sondern weil die Kundschaft es will.
-Mythos-Buch-Texte sind selten, eigentlich fast nie Plot, sondern nur Plotlösungshilfen, obwohl ihre Struktur sie eigentlich zu ersterem befähigt.
- Das, was viele Spieler unter Mythos-Texten verstehen, ließe sich mit Textstellen aus okkulten Büchern äquivalent abhandeln.
- Okkulte Bücher sind Abhandlungen über (unter Anderem) den Mythos.
- Mythos-Bücher sind Mythos.
Ja, über Geschmack redet man nicht, über Geschmack diskutiert man auch nicht. Geschmack hat man – oder auch nicht.
Sunday, September 21. 2008
Viel gibt es hierzu nicht zu sagen: Eine meine Lieblingsrassen von Lovecraft aus einer meiner Lieblingsgeschichten. Da bin ich sehr zufrieden, denn Yithians sind cool.
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What Cthulhu Mythos species are you? created with QuizFarm.com |
| You scored as Great Race of Yith Congratulations, Human!
You are a member of the Great Race of Yith, an almost immortal species of creature with the ability to move minds through time using a "mind swap", allowing them to effectively see the future and avoid their own demise. The Yithians have effectively moved their entire society from one body to another dozens of times throughout their history , though when we speak of the Yithians, were are referring to the species described as a legless cone, with a pair of arm-like claws, an eye-like globe on the top of a stalk, and a trumpet-like organ on a stalk sprouting from the top of the cone. The Yithians of earth's past, who lived in Australia during the Cretaceous era, used their ability to spy of the future to foresee their own extermination at the hands of flying polyps, and so transferred their minds en-mass into the beetle-people living in earths future. The Cretaceous Yithians are noted for building the great library-city of Pnakotus, in which the famed Pnakotic Manuscripts were housed, detailing in parts the long existence of the Yithians.
Great Race of Yith |
| 85% | Shan |
| 80% | Mi-Go |
| 60% | Star-Spawn of Cthulhu |
| 55% | Elder Thing |
| 50% | Shoggoth |
| 45% | Yekubian |
| 40% | Yugg |
| 30% | Tcho-Tcho |
| 25% | Deep One |
| 10% |
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Monday, September 1. 2008
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Which Cthulhu Mythos character/God are you? created with QuizFarm.com |
| You scored as Cthulhu You are Great Cthulhu! You lay and dream at home (or the beach) most of the time but one day (when the stars are right) you will suddenly have the power to get out there and show the world what youre made of! Lets hope you dont do too much damage......
Nodens |
| 65% | Cthulhu |
| 65% | Yog-Sothoth |
| 65% | Hastur |
| 55% | Nyarlathotep |
| 40% | Shub Niggurath |
| 35% | Azathoth |
| 20% |
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Friday, May 30. 2008
Dann sage ich schon einmal, auch wenn ich heute noch da bin: Ciao (eigentlich wollte ich das Video hier verlinken, aber dann gäbe es sicherlich wieder Gemecker, weil blödes Remake und so), bis in 2 Wochen, gleiche Stelle, gleiche Welle.
Heute Abend geht es daran, die letzten Sachen für unseren Türkei-Urlaub einzukaufen. Die Koffer sind gepackt, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, dass ich noch irgendetwas reinpacken muss. Aber viel kann das nicht mehr sein, denn ich habe jetzt auch schon das andere Gefühl, das dem widerspricht: Ich denke, ich habe zu viel eingepackt. Irgendwie paradox und vermutlich einfach nur die Aufregung. 5 Uhr morgen früh geht dann unser Flug und für so gegen 3 Uhr wollen wir uns schon ein Taxi vorbestellen, das uns zum Flughafen bringt. Ich bin einmal gespannt, wie es da unten so wird und freue mich nach so langer Zeit endlich mal wieder auf einen richtigen Urlaub und habe daher auch ein wenig Sorge, ob das überhaupt alles klappt und ich wirklich morgen um diese Zeit bereits dort unten bin.
Continue reading "Leaving on a Jet Plane"
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]