Tuesday, September 9. 2008
Derzeit sprießen wieder ein paar neue Blogs aus dem Boden in meinem direkten, eher persönlicheren Umfeld. Beispielsweise nun auch ein neues Blog von Thomas Michalski, den ich zwar - streng genommen - nicht persönlich kenne, da der Gute ganz ursprünglich aus der Eifel kommt und sowieso ganz woanders lebt, aber seit meinem Eintritt ins Cthulhu-Team einer meiner liebsten Korrespondenten geworden ist, sowohl auf Cons (mittlerweile leider viel zu selten) als auch online. Es gibt wenige Menschen, mit denen man sich sehr inspirierend unterhalten kann über so ziemlich alles, sogar wenn man andere Standpunkte hat - Thomas gehört dazu. Das ist einfach eine Diskussionskultur, die ich gerade online mittlerweile absolut vermisse und den Respekt und die Toleranz gegenüber anderen Diskussionspartnern und deren Meinungen.
Da Thomas meiner Ansicht nach einer der kreativsten, motiviertesten und sympathischsten Menschen der deutschen Rollenspiel-Online-Szene ist (nein, nicht MMO, ich meine schon "Rollenspiel"), kann ich jedem seinen neuen Blog nur empfehlen, in dem es um seine Veröffentlichungen gehen wird. Thomas befindet sich damit dann schon mit einem dritten Projekt in meiner virtuellen Nachbarschaft - das Eifelarea-Blog über LowBudget-Filme und die beiden DORP-Seiten, das Blog und die HP. Und wahrscheinlich ist ihm diese Lobhudelei schon recht peinlich, aber Ehre wem Ehre gebührt; denn leider bekommen diese Ehre gerade in der deutschen Rollenspielszene viel zu häufig nur die Rabauken, Flamer und Profilneurotiker. Da will ich Querdenker auch hier einmal wieder quer denken.
Und abseits von diesem Thema bin ich einmal wieder beim Schreiben dieses Artikels darüber gestolpert: Der oder das Blog? Cruzifixnochmal! Ich glaube, ich mache beides durcheinander. Ist zwar total post-gender-cool, aber dennoch sprachlich eher sub-optimal.
Friday, July 4. 2008
Meinen Quasi-Junggesellen-Abend habe ich nun auch hinter mir. Wieso "quasi"? Weil es nun auch nicht der klassischste war und genauso spontan, wie nun eigentlich alles rund um unsere Hochzeit. "Quasi", weil es ähnlich wie die Hochzeit auch eher im kleinen Kreis war, aber auch in gutem Kreis, denn mit dem Marc schaue ich eben einfach gerne Filme und das haben wir heute auch gemacht. Und mit dem Tobi habe ich eben auch noch recht lange telefoniert. Ein recht ungewöhnlicher Junggesellen-Abend, aber eigentlich auch typisch für mich und ganz bezeichnend. Die ersten 5 Folgen von "The Melancholy of Haruhi Suzumiya", "Whisper of the Heart" und noch zwei Kalkofe-Folgen; zugegeben, jetzt auch nicht unbedingt das Männer-Programm, aber dennoch schön. Wir hatten auch natürlich noch ein paar Männer-Sachen da, aber haben uns dann doch für diese anderen Sachen entschieden.
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Friday, May 16. 2008
Ich habe eben endlich einmal einen Film gesehen, der mir schon seit einiger Zeit aufgefallen war: The Damned Thing aus der "Masters of Horror"-Serie nach einer Kurzgeschichte von Ambrose Bierce mit dem gleichen Titel. Ich dachte, das wäre ein ganzer Film, aber es ist eben nur eine Folge von ca. 50 Minuten. Hat aber Laune gemacht; leider waren die Sprecher in der deutschen Synchro schrecklich, aber dazu morgen mehr.
Sehr interessant war einmal wieder, dass an sich sehr viel offen gelassen wurde. Sowas gefällt mir ja immer, wie viele sicherlich wissen. Das hat mir einfach gut gefallen, auch die Schluss-Note auf der dann die Folge endet. Neugierig habe ich mir dann auch gleich einmal meine Ambroce-Bierce-Sammlung geschnappt, die ich als Anglist natürlich habe und direkt gelesen. Das sind knappe 9 Seiten und sind schnell gelesen; auch im Internet, was auch mein persönlicher Lese-Tipp für langweilige 15 Minuten wäre.
Die Kurzgeschichte hat nur entfernt etwas mit der "Masters of Horror"-Episode zu tun, was aber auch nicht tragisch ist, denn die macht auch Laune. Man kann sich die "Masters of Horror"-Episode natürlich (einmal wieder) versauen, indem man anfängt zu mosern, dass das ja gar nicht nah an der Kurzgeschichte wäre. Aber letzten Endes ist das wurscht, oder? Inspiriert ist sie ganz offensichtlich davon und solange beides Laune macht, ist doch alles perfekt. Ich hatte nämlich dadurch angenehme "Film-Länge" durch die kurze Episode und dann noch gerade die Kurzgeschichte nachgeschoben und habe 2 zum Preis von 1 bekommen. Was will man mehr?
Dabei kam mir einmal wieder der Gedanke an die übliche cthuloide Problematik der Darstellung, der Erklärung und allgemein der Auflösungen. Irgendwie hatte ich auch dunkel in Erinnerung, dass da doch sicherlich was in den einschlägigen Cthulhu-Monstrous-Compendien was stehen müsste - tut es aber nicht. Zumindest habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Vielleicht habe ich es auch einfach nur überschlagen. Aber ich bin mir sicher, dass bei einem solchen Eintrag dann exakt nicht nur die Werte stehen, sondern auch ob Einzigartiges Wesen, Großer Alter, Älterer Gott oder Schlag-Mich-Tot, samt Habitat und dem Schicht-Plan der letzten Woche. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie doof sowas doch eigentlich ist.
Kraft, Spannung und Atmosphäre kommen sowohl bei der Episode wie auch bei der Kurzgeschichte eben genau dadurch, dass es nicht aufgelöst wird; bei der Kurzgeschichte wird sogar noch weniger aufgelöst. Es werden zwar Sachen eingeworfen, aber all diese sind so indirekt, so subjektiv, dass sie nicht stimmen müssen. Das sind im Übrigen ähnliche Techniken, wie wir sie natürlich von Lovecraft kennen und da sieht man auch deutlich den Einfluss von Bierce auf Lovecraft. Das ist das Tolle an diesen Sachen, das ist, was mir daran so unglaublich gefällt. Und das alles wird durch so einen Monster-Eintrag kaputt gemacht.
Dabei will ich natürlich nicht alles zunichte reden, ich habe schließlich auch am Malleus Monstrorum maßgeblich mitgearbeitet, von dem jetzt auch bald die 2. Edition rauskommen wird. Und die indirekte Bebilderung von dort ist sicherlich auch aus einem ganz alten Thread von mir entstanden, den ich um 2000 im ganz alten Cthulhu-Forum gestartet habe und da etwas zu diesem Mythos-Dilemma in Verbindung mit der "Iser'schen Leerstelle" geschrieben habe. Das ist ja auch alles in Ordnung so und für das Rollenspiel braucht man es wohl auch in irgendeiner Weise.
Dennoch ... es geht einfach Kraft verloren. Es geht einfach an lovecraftesker Cthuloidität verloren. Ja, ich weiß, es gibt zig Leute, die schon ständig sagen, dass man weder Lovecraft noch die ursprüngliche cthuloide Stimmung in ein Rollenspiel bringen kann. Ich halte das nach wie vor für falsch. Es wird derzeit nicht oder kaum gemacht, aber es geht. Es muss nicht jedem Spaß machen, aber es geht. Davon bin ich immer noch felsenfest überzeugt und ich denke, den Beweis kann ich in meinen Cthulhu-Runden antreten, die ich bisher geleitet habe. Auch mein "Schatten über Arkham" geht in diese Richtung und auch im "Malleus Monstrorum" habe ich in dieser Richtung versucht, Fußspuren zu hinterlassen, ebenso wie in allen anderen Pegasus-Publikationen, an denen ich beteiligt war. Denn ich bleibe weiterhin davon überzeugt, dass das einfach wichtig ist. Dass das "Cthulhu" ist und das ist, was Cthulhu von anderen Rollenspielsystemen und -hintergründen abheben sollte - nicht muss, aber sollte. Das ist Cthulhu - alles Andere ist nur Horror.
Tuesday, April 29. 2008
Habe ich gestern gelesen: Es soll eine DVD-D geben, die "DVD-Disposable". Das ist das, nach was es klingt - eine Einmal-Wegwerf-DVD. Soll recyclebar sein und dadurch auch total umweltfreundlich. Durch Zentrifugal-Kräfte werden irgendwelche Chemikalien frei gesetzt, die dann die DVD zerstören. Das klingt nach einer absolut unmöglichen Mission oder danach, dass man mal Kobra rufen sollte, ist aber nur halb so funky, denn die DVD explodiert nicht, sondern wird nur nicht mehr lesbar.
Anläufe für die DVD-D gab es wohl schon häufiger und irgendwie bin ich froh, dass die sich auch bei den letzten Anläufen nicht durchgesetzt hat. Der Preis soll wohl unter dem von normalen DVDs liegen und nur knapp über der Verleih-DVD, wodurch sie ein direktes Konkurrenz-Produkt für die Videotheken wird; außer sie bieten auch welche an und versuchen, daran zu verdienen. Die DVD-D soll sich an das Publikum richten, das nur einmal einen Film sehen will und dem die Kosten für eine normale DVD zu hoch sind.
Das klingt teilweise sogar alles ganz sinnvoll, aber dennoch sperrt sich jede Faser meines Körpers gegen dieses Konzept und ich will es als sinnfrei, postmodern und blödsinnig beschimpfen. Das ist wohl einfach der alt eingesessene, konservative Philologe in mir, der auf große Bibliotheken steht und auch gerne früher ein Video-Regal hatte und auch gerne DVD-Regale hat. Aus einem großen Bücher-, Video- oder DVD-Regal kann man am meisten über Personen lernen. Aber das würde dann nicht mehr möglich bei der DVD-D, denn die würde ja in den Recycle-Beutel. Irgendwie traurig eigentlich. Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass sich das durchsetzt; aber ich habe mich schon bei ganz anderen Sachen geirrt.
Tuesday, February 5. 2008
" Plenken , mein Freund , siehst du das denn nicht ? "
Es ist mir überaus schwer gefallen, diese zwei Zeilen aus dem Gedächtnis zu zitieren; nicht des Zitierens wegen, sondern weil ich es ständig ohne Plenken schreiben wollte. Was ist " Plenken"? Ganz einfach: Leerzeichen vor einem Satzzeichen. Wieso ist das falsch? Zunächst einmal steht es im Duden, dass es falsch ist. Aber nicht nur wegen solchem Autoritäts-Krimskrams sollte man es lassen, es ist auch schlicht und ergreifend dämlich. Denn gerade bei Computern zerhaut es einem viel zu häufig die Formatierung, da das Satzzeichen manchmal erst in der nächsten Zeile angezeigt wird. Das Satzzeichen sollte aber direkt hinter dem letzten Wort davor stehen, damit der Leser diese Lese-Hilfe auch direkt dort hat, wo er sie braucht. Satzzeichen sind nämlich Lese-Hilfen.
Gerade im Internet stolpert man häufig drüber, dabei sollte doch gerade da den Leuten bewusst sein, dass ein Computer ohne nachzudenken dann einen Zeilenumbruch zwischen Wort und Satzzeichen macht; das würde nicht passieren, wenn man kein Leerzeichen dazwischen macht. Aber soweit wird wohl nicht gedacht. Ich frage mich allerdings vor allem, warum man sowas macht. Aus der Schule kennt man das jedenfalls nicht und auch der gesunde Menschenverstand und das gesunde Menschengefühl sagt einem doch eigentlich: "Kein Leerzeichen" - man kennt es doch schließlich auch aus Büchern und der Zeitung.
Oder wird so wenig noch gelesen? Selbst wenn man nur ein Buch pro Jahr liest, dann sollte einem klar werden, dass kein Leerzeichen zwischen Satzzeichen und das Wort davor gemacht wird. Und es wird trotzdem geplenkt und das Schlimmste? Offenkundig mit Absicht. Denn diejenigen, die plenken haben häufig ansonsten gar keine schlechte Rechtschreibung oder Zeichensetzung - nur das Plenken eben, ja, das ist gruselig. Ich möchte einmal wieder betonen, dass es mir nicht darum geht, dass jetzt jeder einwandfrei und fehlerfrei schreiben müsste. Aber Plenken, Leute? Nein, das muss doch echt nicht sein, oder? Nicht in der Großstadt. Wir sind doch keine e.e. cummings.
Wieso erkrankt man nun an dieser Plenkobulie? Kann mir das einer einmal verraten? Denn ich habe irgendwie Angst, mich anzustecken. Bisher scheint es noch kein Heilmittel dagegen zu geben, denn immer, wenn man diese Leute darauf anspricht, reagieren diese zickig, werden selbstgerecht und zeigen ungefähr soviel Einsicht, wie Roland Koch nach der letzten Landtags-Wahl. Bitte also, Freunde, kein Leerzeichen vor das Wort vor dem Satzzeichen, nya?
Wednesday, December 5. 2007
Ganz groß aus dem RTL-Nachtjournal eben: "Er [der Lehrer] erklärt den Stoff der hohen Physik so einleuchtend, dass selbst die Mädels an seinen Lippen hängen und ihn verstehen." (oder so ähnlich - aus dem Gedächtnis frei zitiert) Ohne Worte ... oder fast, denn da kann ich irgendwie nicht still sein. Unglaublich, mit welcher Selbstverständlichkeit solche Sachen noch behauptet werden. Wenn Frauen keine gleichen Gehälter bekommen, dann wird aufgeschrien; aber wenn solche Sachen behauptet werden, dann wird lediglich abgenickt. Dabei sind gerade diese Gedanken doch der Grund für solche Phänomene wie ungleiche Gehälter oder ähnlich ungleiche Behandlung. Gerade diese Behauptungen, diese Gedanken sind das Problem - nicht Gehälter oder Einstellungen. Das sind nur die Symptome. Klar, die sind auch schlimm, aber nunmal nur die Symptome. Das erinnert mich so sehr an eine Kalkofes Mattscheibe oder das hier.
"Dass selbst die Mädels..." - wenn ich mir dann anschaue, dass ein Unwerk wie Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können zeitgleich in die Kinos kommt und solche Sachen behauptet werden, dann denke ich mir, dass Emanzipation immer wieder herbeibeschworen, aber noch lange nicht kapiert wird. Jeder wird sagen: "Ja, Emanzipation ist toll." Aber was das nun wirklich bedeutet, das verstehen die wenigsten. Das klingt immerhin toll: "Ich finde Emanzipation gut." Das reiht sich dann in die große Reihe der unglaubwürdigen und falschen Phrasen ein, wie beispielsweise: "Das Äußere zählt nicht, es kommt auf den Charakter an."
Ach, und übrigens: Schon einmal aufgefallen? "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken können"? Na? "Nicht" im Gegensatz zu dem "schlecht". Männer können also generell nicht zuhören, aber Frauen können nicht "nicht einparken", sondern nur "schlecht einparken". Im Englischen ist es übrigens: "Why Men Don't Listen & Women Can't Read Maps" - auch schon schlimm, aber wenigstens nicht ganz so gruselig, wie das Deutsche. Das macht es aber nicht wirklich besser. Bohnen, Will! Bohnen!
Saturday, December 1. 2007
Dass Dragonlance verfilmt wird, habe ich schon vor einiger Zeit gehört; ist also nicht mehr wirklich neu. Was ich aber nun entdeckt habe ist: Michelle Trachtenberg spricht Tika! Ich gebe zu, dass ich Dawn eigentlich schon mochte, außer wenn sie ihre hysterischen Kreischer hatte. Und dann gab es da noch Die Eisprinzessin mit Michelle Trachtenberg, der mir auch ganz gut gefallen hat. Und Michelle Trachtenberg als Tika? Gute Besetzung! Ich denke, das ist die passende Stimme für Tika und ich hätte mir Michelle Trachtenberg auch gut als Schauspielerin in einer Real-Verfilmung vorstellen können.
Dann bin ich ja mal gespannt, wie Dragonlance verfilmt wird, immerhin war das eines meiner prägensten Werke in meiner Jugend, fast eines der ersten Fantasy-Bücher, mit denen ich in Berührung gekommen bin. Ich habe zwar ein wenig Angst, so wie wohl manche ein wenig Angst vor Dem Goldenen Kompass haben und auch manche wegen Sternwanderer Angst hatten, aber ich bin ehrlich bemüht, dem Film eine Chance zu geben. Von einer Dragonlance-Verfilmung träume ich schon seitdem ich 13 bin. Mit 14 oder 15 wollten der Sven Kritz und ich mal in unserem jugendlichen Leichtsinn sowas selbst machen mit irgendwelchen obskuren Trickfilm-Programmen auf dem C64 oder Amiga - ich weiß es nicht mehr genau.
Laut der imdb ist die Premiere im Januar 2008 - also doch ein wenig unerwartet früh. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass das noch ein wenig länger dauert. Na, da freue ich mich dann auf die ersten Trailer demnächst. Bei den restlichen Stimm-Besetzungen sind auch ein paar bekannte Namen dabei, aber nicht all zu viele. Nur Lucy Lawless als Goldmoon ... ich weiß nicht. Nicht falsch verstehen: Ich liebe Xena, aber Goldmoon war für mich immer eine eher warmherzige und weiche Stimme. Ich frage mich, ob Lucy Lawless das hinbekommt.
Andererseits will ich auch fair sein und nicht zu sehr meine Erwartungen hochsetzen, denn diese Erwartungen kann sowieso niemand erfüllen. Dafür sind die Bilder und Stimmen schon seit über 15 Jahren zu sehr in mein Hirn eingebrannt. Um den Film wirklich genießen zu können, muss ich also probieren, dem Film eine Chance zu geben und mich von meiner Jugend-Lektüre zu lösen. Wird nicht einfach, aber ich versuche es - versprochen. Ich werde aber wohl sowieso zuerst die deutsche Synchronisation im Kino sehen, von daher betrifft mich das alles sowieso nur in der DVD-Welle, denn extra dafür nach Frankfurt ins Turm-Kino zu gehen für die englische Synchronisation? Ich weiß nicht. Mal schauen.
Friday, November 30. 2007
Mittlerweile habe ich auch den Buffy-Comic The Long Way Home fertig gelesen; der erste Buffy-Omnibus der 8. Staffel und somit die ersten 5 Issues. Momentan bin ich noch ein wenig zwiespältig, was ich auch dann gleich erklären will. Im Großen und Ganzen bin ich aber zufrieden und es hat Spaß gemacht. Für 10 Euro ist es auf jeden Fall den Preis wert. Im Folgenden werde ich einmal wieder keine Rücksicht auf Spoiler nehmen - ihr seid also gewarnt.
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Sunday, November 11. 2007
Hier kommt ein (fast) parasitärer Blog-Eintrag: Mehr durch Zufall bin ich beim "Lernen-vor-mir-Herschieben" im Cthulhu-Forum auf eine Empfehlung für: Das fliegende Schiff - und andere Erfindungen, die fast funktionierten. In dem Posting steht eigentlich schon alles dazu und es klingt überraschend faszinierend für mich. Gerade, wenn man dann irgendwann mal Steampunk spielen sollte oder Feng Shui in der entsprechenden Zeitlinie (1890?) spielen sollte, eignet sich das perfekt. Und selbst wenn nicht, klingt es nach sehr unterhaltsamer Klo-Lektüre.
Klo-Lektüre? Ja, das ist weitaus positiver gemeint, als es sich anhört. Das habe ich zum ersten Mal beim guten Felix entdeckt, dass man sowas machen kann, habe es als gut befunden und dieses Konzept seitdem übernommen. Klo-Lektüre, damit sind Sachen gemeint, die man "mal kurz" auf dem Klo zur Hand nehmen kann und einen oder zwei Absätze lesen kann, ohne dass man wirklich den Zusammenhang verliert, obwohl man ihn bräuchte. Nietzsche eignet sich durch die Struktur seiner Bücher meiner Ansicht nach entsprechend gut, daher liegt auf meinem Klo "Morgenröte". Aber nicht nur Nietzsche liegt da, sondern auch diverse Comics (Asterix, Wedding Peach, Spuk-Geschichten, Gespenster), das stets aktuelle ADAC-Heft, eine Kurzgeschichten-Sammlung, meine favorisierten Wolf- Schneider-Sprach-Bücher, eine einfache Einführung in die Literatur-Theorie, verschiedene Animanias und solche Sachen. Da muss ich mal demnächst wieder aussortieren bzw. ordnen, aber prinzipiell finde ich das Konzept äußerst gut, auch wenn das angeblich ein sehr maskulines Konzept ist, das Frauen vollkommen abgehen soll - angeblich. Denn diese sitzen nicht so lange auf dem Klo, wie Männer - angeblich. Dann sonne ich mich einfach einmal darin, auch mal "maskulin" sein zu dürfen, wenn man mir doch sonst eher "gender: feminine" nachsagt.
Aber zurück zum Thema: Das Buch klingt gut und habe ich mir auch gleich gebraucht besorgt und bin gespannt, was da ankommt. Das könnte sich sehr gut bei eben erwähnter Sammlung machen. Im gleichen Zug habe ich mir jetzt auch endlich einmal die "Buffy: The Long Way Home (Season 8)"-Sammlung bestellt. Season 8? Ja, der eingefleischte Whedonist weiß immerhin, dass es zwar wohl nie eine 8. Buffy-Staffel im Fernsehen, aber dafür in Comic-Form gibt. Die Serie läuft schon seit längerer Zeit, aber nun ist auch endlich die erste Sammlung erschienen, so dass auch Leute wie ich in den Genuss der Season 8 kommen können, da man bei unserem ortsansässigen Comic-Laden (verständlicherweise) das nur unter gewissen Bedingungen bestellen könnte.
Ich freue mich schon also wie ein Schnitzel auf Donnerstag, wenn ich dann in Season 8 und das Erfindungs-Buch reinschmökern kann. Obwohl, reinschmökern werde ich sicherlich vorher schon, so wie ich mich kenne. Aber ab Donnerstag bin ich dann ja (hoffentlich) frei.
Thursday, November 8. 2007
Eigentlich wollte ich schon auf dem Weg in die Uni sein, was sich aber ein wenig verzögert hat, da ich noch ein paar Beobachtungen vom ZDF-Frühstücks-Fernsehen mitteilen wollte:
1. Da war ein Synchron-Sprecher auf irgendwas und ich glaube, das war kein Kaffee; das war wirklich bizarr. Ein Bericht über das neue iPod-Handy und ein Interview mit jemandem von Apple. Und während der Apple-Mensch irgendwie zwar engagiert, aber nicht wirklich enthusiastisch wirkte, überschlug sich der Synchron-Sprecher in der Stimme immer wieder, legte eine Begeisterung in die Stimme, die man irgendwie im Original vergeblich suchte. Zugegeben, das ist immer ein wenig schwer herauszuhören, da die Übersetzung leider viel zu dominant über dem Original liegt, aber nach dem, was ich hörte und wie das Gesicht des Apple-Menschen aussah: Nein, das war keine "Übersetzung". Eine "Übersetzung" sollte doch probieren, das Original einigermaßen "treu" zu übersetzen, oder wie es damals in meinem Latein-LK immer hieß: "So nahe wie möglich, so weit wie nötig übersetzen." Und genau in diesem Gegensatz lag auch der Fehler des Übersetzers. Für die enthusiastischen Schwankungen in der Stimme gab es keine Veranlassung - es war nicht nötig.
Keine Ahnung, ob das gängige Synchron-Übersetzungs-Praxis ist, denn mit Synchron-Übersetzungen kenne ich mich nicht aus. Doch normalerweise sollte man doch nicht nur den Inhalt, sondern auch das Umfeld des Originals einigermaßen treu übersetzen, denn auch das ist letzten Endes so etwas wie "Inhalt". Stimme und Mimik gehören schließlich auch zur Botschaft und wenn das nicht treu übersetzt wird, dann verändert sich die Botschaft. Im Original hatten wir hier beispielsweise einen engagierten, aber sehr ruhigen Apple-Mitarbeiter und durch die Synchron-Übersetzung hatten wir einen "Nelly van Apple"-Verkäufer. Ich möchte damit noch nicht einmal sagen, dass man "korrekt" übersetzen muss, denn die korrekte Übersetzung ist nicht nur schwer, sondern gibt es vermutlich nicht. Aber um "Übersetzungs-Treue" sollte man sich schon zumindest bemühen. Und ja, ich kann mir vorstellen, dass Synchron-Übersetzen hackeschwer ist, weswegen ich das nicht machen wollte. Das entschuldigt dennoch nicht, so etwas zu machen. Denn der Synchron-Übersetzer hatte offensichtlich die grundlegenden Fähigkeiten dazu, hat aber mit Hilfe dieser Fähigkeiten es sehr fragwürdig umgesetzt. Aber vielleicht würde ich es doch machen wollen - allein, damit ich meine Kritik daran umsetzen kann.
2. Buch/Film-Besprechungen im Fernsehen: Obwohl ich sie dort meist hasse, schaue ich sie mir dennoch häufig an bei solchen Frühstücks-Sendungen. Das ist eigentlich immer das gleiche Phrasen-Dreschen. Und heute habe ich es einmal wieder gehört, was mir so zutiefst gegen den Strich geht und wo ich dann plötzlich zum Holk werde: "Der Film wurde dem Buch nicht gerecht." Worum ging es? Um den neuen Film mit Keira Knightley Abbitte. Jetzt kein Film, der mich wirklich interessiert, aber das tut nur wenig zur Sache. Zwar räumte der Bewerter ein, dass ihm der Film "trotz dieser Kritik gut gefallen" hätte. Aber worin bestand diese Kritik? Das klang dann beim Fazit so, als ob es so viele fundamentale Kritiken gab und nur die Kostüme und die schauspielerische Leistung und die Kamera das rausgerissen hätte, aber die Kritik bestand lediglich darin, dass der Film dem Buch nicht gerecht wird, er würde die innere Welt nicht so rüberbringen, wie das Buch. Ja, da kann man nun einräumen, dass er es einigermaßen relativiert hätte und den Film doch gut gefunden hätte, aber so klang es für mich nicht. Ich kann leider das wörtliche nicht mehr wiedergeben, so dass es vielleicht hier dennoch anders klingt, aber so wirkte die Unterhaltung tatsächlich. Es war das typische "Bücher sind generell besser als Filme" und das ist schlicht und ergreifend nicht wahr.
Es gibt wenige "Wahrheiten" (Anführungszeichen wichtig!) in dieser Welt für mich, aber dies gehört zu einer: "Bücher und Filme sind unterschiedliche Medien und haben unabhängig voneinander betrachtet zu werden." Punkt! Ein altes Reiz-Thema für mich, denn ich kann es wirklich nicht mehr hören. Es ist wirklich traurig, dass Bücher ein dermaßen hohes Ansehen bei uns haben und Filme ein so schlechtes; und das sage ich als Philologe, der Bücher wirklich liebt - aber Filme eben auch! Das sind beides ungeheuer interessante Sachen und das Eine über das Andere zu stellen tut mir einfach in der Seele weh. Bücher und Filme unterschiedlich als Medien zu werten ist einfach falsch. Sie sind nicht besser oder schlecht, sie sind nur - anders. Aber darüber habe ich mich ja schon einmal drüber ausgelassen und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.
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Comments
Fri, 10.10.2008 16:04
http://rgb2r.de/index.php?id=5
Mon, 06.10.2008 15:38
Ja, SoL wird definitiv ein interessantes Talent, was ich mitskillen werde, wenn es denn so bleibt wie es derzeit [...]
Sat, 04.10.2008 14:25
Link-Dieb, Video-Räuber! Die Ode an das Mi wollte ich doch auch bei Gelegenheit bringen… Naja, dann muss ich halt was [...]
Mon, 29.09.2008 10:43
Stimmt, die habe ich noch. Nächster Videoabend. Ich habe ja auch noch deinen DVD-Player.
Mon, 29.09.2008 10:40
Weil ich es übersehen habe. Danke für den Hinweis.
Mon, 29.09.2008 09:21
Wenn Du schon eine Pingelmeldung bringst (die ich vollstens unterstütze, da ich selbst pedantisch z.B. meine CDs [ja, [...]
Sun, 28.09.2008 11:48
Da fällt mir ein: du hast noch mein Enduring Vision… oh, die Klingel, ich muss weg…
Sat, 27.09.2008 15:44
Pssst: das heisst “tl;dr”. Ohne das Semikolon wirst du von Chanologen und hardcore-Forentrollen sonst gedisst. Ja, auch [...]
Sat, 27.09.2008 03:00
Ach ja, bevor da jemand nun den vorhersehbaren Witz macht, mache ich ihn lieber mal selbst: tldr Ha, ha.
Tue, 23.09.2008 23:26
Oh weh, wie peinlich! Natürlich geändert. Danke.