Entries tagged as Lovecraft
Thursday, October 30. 2008
"Hellboy 2" ist ein durch und durch ordentlicher Film, der mir viel Spaß gemacht hat. Er ist nicht zu vergleichen mit "Dark Knight", schon eher mit "Iron Man", aber auch das ist kein fairer Vergleich, denn wie auch seine Protagonisten ist auch der Film selbst - anders. Ich kenne die Hellboy-Comics nicht, aber mir hat schon der erste Teil Spaß gemacht und der zweite Teil machte sogar noch einen Ticken mehr Spaß. Sehr schön erzählt.
Es ist nicht so, dass man großartig überrascht über das Ende ist, man ahnt es schon irgendwie, wie sich die Sachen entwickeln können, aber es muss nicht jeder ein Shyamalan sein und bei Del Torro wirkt es auch nicht so, als ob er das wirklich wolle, denn auch der phänomenale " Pan's Labyrinth" hat sogar das Ende direkt vorweg genommen. Es geht nicht um überraschende Wendungen, es geht darum, eine Geschichte angenehm und mitreißend zu erzählen und das kann der Film.
Der Film wäre sicherlich eine großartige Inspirations-Quelle für das alte "Changeling: The Dreaming" und spätestens seit dem Film hätte ich es auch kapiert. Die Elfendarstellung gefällt mir außerordentlich gut und der Hauptdarsteller wäre auch eine ideale Besetzung für einen Illidan gewesen. Die Masken und Figuren sind wieder eine großartige Auslese des kreativen Geistes, den bisher alle Del-Torro-Filme atmen und einen nur staunen lassen. Doug Jones ist auch einmal wieder großartig und spielt sogar mehrere Rollen (an seiner Gestik sollt ihr ihn erkennen). Die emotionalen Momente haben mich sehr bewegt, sowohl die um Abe Sapien als auch die Momente mit den verkannten Weltrettern.
Einziger Kritikpunkt (einmal wieder): Die Synchronisation. Insgesamt wirkt sie ordentlich, doch bei Abe Sapien war sie meiner Ansicht nach einmal wieder gruselig. Schon beim 1. Teil hatte ich bei Abe die C3P0-Assoziation, denn die abgehackten Handbewegungen und die Stimme erinnerten zu sehr an den goldenen Blechkasten aus "Star Wars". Während Abe im Englischen eher emotionslos, über den Dingen stehend und allwissend wirkt durch seine Stimme, wurde im 1. Teil der Charakter allein durch die Synchronstimme vollkommen verändert - er wirkte nervös und ängstlich. Meiner Ansicht nach ist das Problem auch wieder bei Teil 2, weswegen ich mich auf die DVD freue und mir dann nur noch die englische Version anhören werde; einen deutschen Abe Sapien will ich mir wirklich nur antun, wenn ich es muss. Meine Frau meinte, dass die Stimme diesmal nicht ganz so schlimm wäre, wie in Teil 1, aber ich muss gestehen - ich fand sie noch genauso schlimm.
Ich wiederhole mich einmal wieder: Wenn ich jemandem zutraue, das vollkommen überschätzte "At the Mountains of Madness" zu verfilmen, dann einem visuellen und visionären Genie wie Del Torro - nur ihm! Ich mag "At the Mountains of Madness" nicht. Ich liebe Lovecraft und natürlich hat "At the Mountains of Madness" ganz große Momente und einfach geniale Passagen. Dennoch ist dies meiner Ansicht nach die überschätzteste Geschichte Lovecrafts. Aber ein Del Torro könnte einen wirklich genialen Film daraus machen, der den Film zu einem meiner Lieblingsfilme machen könnte, obwohl ich ein sehr zwiespältiges Verhältnis zur Vorlage habe.
Spoilercut
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Thursday, September 25. 2008
Da bin ich beim Aufräumen meiner Platte drüber gestolpert und dachte mir, ich setze in mein Blog einmal einen meiner "Klassiker" über Mythos-Bücher in "Call of Cthulhu" rein. Hat schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, aber nach dem Durchlesen kam ich zu dem Schluss, dass er nicht weniger wahr geworden ist:
Most of our modern portrait painters are doomed to oblivion. They never paint what they see. They paint what the public sees, and the public never sees anything. (Oscar Wilde)
Die Diskussion um Mythostexte ist keine wirklich neue, aber auch bei weitem keine wirklich alte Diskussion. Viel ist schon den glänzenden Bach hinuntergeflossen an Bits und Bytes, an Gedanken und Wörtern, an Sätzen und Tasten, an Emotionen und Argumenten. Alles in allem kann man wohl sagen, dass man über Geschmack nicht redet und letzten Endes läuft es wohl darauf hinaus. Viel können die Verfechter der einen Seite sagen, viel können die Verfechter der anderen Seite sagen. Dem Einen mögen die einen Argumente mehr liegen, klarer sein, dem Anderen die anderen Argumente. Insgesamt kann man sicherlich geteilter Meinung sein, sowohl in wie weit das Rollenspiel literarisch oder nicht literarisch ist, in wie weit das Konzept „Mythos-Buch-Text“ überholt ist und eigentlich nicht das ist, was man heute noch darunter versteht.
Man kann geteilter Ansicht sein, ob:
... es nicht kontrapoduktiv ist, wenn Spieler die Mythos-Buchtexte sehen, die ihre Charaktere sehen.
... Mythos-Buch-Texte essenziell wichtig für das kantische Cthulhu (also das Cthulhu „an sich“ im platonischsten Sinne) sind.
... nicht gerade die bisherigen Mythos-Texte zur Demystifizierung des Mythos beitragen, anstatt ihn zu unterstützen.
... beispielsweise bei einem 1000-AD-Setting Mythos-Bücher beispielsweise keine Mythos-Bücher mehr sein sollten, sondern ob es nicht settinggerechter wäre, hier einen „Mythos-Propheten“ äquivalent zu setzen oder ob das Konzept „Mythos-Buch“ eine andere Manifestation in einem 1000AD-Setting finden müsste (beispielsweise in Form von „Religion“).
... man bei dies allem wirklich geteilter Meinung sein kann.
Letzten Endes ist dies wohl eine Geschmacksfrage. Natürlich. Daher sollte man auch nicht darüber diskutieren. Daher endet der Ansatz der Diskussion durch diesen Text bereits in einem erstickten Keim, kaum in die Erde gesteckt, schon verdorrt. Bleibt nur noch ein paar abschließende Gedanken einzufangen, die im luftleeren Raum gallopierten.
Heitere Mythos-Buch-Gedanken:
- Wenn man grob schätzt und großzügig (wirklich sehr großzügig) ist, kommt vielleicht in einer von fünf Mythos-Geschichten ein Mythos-Buch-Text explizit vor und dann auch meist nur vier Zeilen. Wenn man grob und großzügig schätzt, kommen in jedem 1,2ten Cthulhu-Szenario 3 Mythos-Texte vor, diese dann meist nicht unter mehreren DIN-A4-Seiten.
- Das Entschlüsseln der Cthulhu-Mythos-Buch-Texte erinnert in vielen Runden weniger an die unheimliche Entdeckung der vierten Art, als vielmehr an eine heitere Deutsch-LK-Stunde.
- Viele Spielerrunden auf Cons rollen mit den Augen, wenn sie mehr als eine DIN-A4-Seite an Mythos-Buchtexten zum L&L (Lesen und Lösen) bekommen und lassen sie nach diesem Augenrollen lieblos auf dem Tisch liegen.
- Manchen Cthulhu-Szenarien werden Mythos-Texte aufgepfropft, nicht weil sie durch das Szenario bedingt sind, sondern weil die Kundschaft es will.
-Mythos-Buch-Texte sind selten, eigentlich fast nie Plot, sondern nur Plotlösungshilfen, obwohl ihre Struktur sie eigentlich zu ersterem befähigt.
- Das, was viele Spieler unter Mythos-Texten verstehen, ließe sich mit Textstellen aus okkulten Büchern äquivalent abhandeln.
- Okkulte Bücher sind Abhandlungen über (unter Anderem) den Mythos.
- Mythos-Bücher sind Mythos.
Ja, über Geschmack redet man nicht, über Geschmack diskutiert man auch nicht. Geschmack hat man – oder auch nicht.
Friday, May 30. 2008
Dann sage ich schon einmal, auch wenn ich heute noch da bin: Ciao (eigentlich wollte ich das Video hier verlinken, aber dann gäbe es sicherlich wieder Gemecker, weil blödes Remake und so), bis in 2 Wochen, gleiche Stelle, gleiche Welle.
Heute Abend geht es daran, die letzten Sachen für unseren Türkei-Urlaub einzukaufen. Die Koffer sind gepackt, auch wenn ich ständig das Gefühl habe, dass ich noch irgendetwas reinpacken muss. Aber viel kann das nicht mehr sein, denn ich habe jetzt auch schon das andere Gefühl, das dem widerspricht: Ich denke, ich habe zu viel eingepackt. Irgendwie paradox und vermutlich einfach nur die Aufregung. 5 Uhr morgen früh geht dann unser Flug und für so gegen 3 Uhr wollen wir uns schon ein Taxi vorbestellen, das uns zum Flughafen bringt. Ich bin einmal gespannt, wie es da unten so wird und freue mich nach so langer Zeit endlich mal wieder auf einen richtigen Urlaub und habe daher auch ein wenig Sorge, ob das überhaupt alles klappt und ich wirklich morgen um diese Zeit bereits dort unten bin.
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Friday, May 16. 2008
Ich habe eben endlich einmal einen Film gesehen, der mir schon seit einiger Zeit aufgefallen war: The Damned Thing aus der "Masters of Horror"-Serie nach einer Kurzgeschichte von Ambrose Bierce mit dem gleichen Titel. Ich dachte, das wäre ein ganzer Film, aber es ist eben nur eine Folge von ca. 50 Minuten. Hat aber Laune gemacht; leider waren die Sprecher in der deutschen Synchro schrecklich, aber dazu morgen mehr.
Sehr interessant war einmal wieder, dass an sich sehr viel offen gelassen wurde. Sowas gefällt mir ja immer, wie viele sicherlich wissen. Das hat mir einfach gut gefallen, auch die Schluss-Note auf der dann die Folge endet. Neugierig habe ich mir dann auch gleich einmal meine Ambroce-Bierce-Sammlung geschnappt, die ich als Anglist natürlich habe und direkt gelesen. Das sind knappe 9 Seiten und sind schnell gelesen; auch im Internet, was auch mein persönlicher Lese-Tipp für langweilige 15 Minuten wäre.
Die Kurzgeschichte hat nur entfernt etwas mit der "Masters of Horror"-Episode zu tun, was aber auch nicht tragisch ist, denn die macht auch Laune. Man kann sich die "Masters of Horror"-Episode natürlich (einmal wieder) versauen, indem man anfängt zu mosern, dass das ja gar nicht nah an der Kurzgeschichte wäre. Aber letzten Endes ist das wurscht, oder? Inspiriert ist sie ganz offensichtlich davon und solange beides Laune macht, ist doch alles perfekt. Ich hatte nämlich dadurch angenehme "Film-Länge" durch die kurze Episode und dann noch gerade die Kurzgeschichte nachgeschoben und habe 2 zum Preis von 1 bekommen. Was will man mehr?
Dabei kam mir einmal wieder der Gedanke an die übliche cthuloide Problematik der Darstellung, der Erklärung und allgemein der Auflösungen. Irgendwie hatte ich auch dunkel in Erinnerung, dass da doch sicherlich was in den einschlägigen Cthulhu-Monstrous-Compendien was stehen müsste - tut es aber nicht. Zumindest habe ich auf die schnelle nichts gefunden. Vielleicht habe ich es auch einfach nur überschlagen. Aber ich bin mir sicher, dass bei einem solchen Eintrag dann exakt nicht nur die Werte stehen, sondern auch ob Einzigartiges Wesen, Großer Alter, Älterer Gott oder Schlag-Mich-Tot, samt Habitat und dem Schicht-Plan der letzten Woche. Und wieder einmal wird mir bewusst, wie doof sowas doch eigentlich ist.
Kraft, Spannung und Atmosphäre kommen sowohl bei der Episode wie auch bei der Kurzgeschichte eben genau dadurch, dass es nicht aufgelöst wird; bei der Kurzgeschichte wird sogar noch weniger aufgelöst. Es werden zwar Sachen eingeworfen, aber all diese sind so indirekt, so subjektiv, dass sie nicht stimmen müssen. Das sind im Übrigen ähnliche Techniken, wie wir sie natürlich von Lovecraft kennen und da sieht man auch deutlich den Einfluss von Bierce auf Lovecraft. Das ist das Tolle an diesen Sachen, das ist, was mir daran so unglaublich gefällt. Und das alles wird durch so einen Monster-Eintrag kaputt gemacht.
Dabei will ich natürlich nicht alles zunichte reden, ich habe schließlich auch am Malleus Monstrorum maßgeblich mitgearbeitet, von dem jetzt auch bald die 2. Edition rauskommen wird. Und die indirekte Bebilderung von dort ist sicherlich auch aus einem ganz alten Thread von mir entstanden, den ich um 2000 im ganz alten Cthulhu-Forum gestartet habe und da etwas zu diesem Mythos-Dilemma in Verbindung mit der "Iser'schen Leerstelle" geschrieben habe. Das ist ja auch alles in Ordnung so und für das Rollenspiel braucht man es wohl auch in irgendeiner Weise.
Dennoch ... es geht einfach Kraft verloren. Es geht einfach an lovecraftesker Cthuloidität verloren. Ja, ich weiß, es gibt zig Leute, die schon ständig sagen, dass man weder Lovecraft noch die ursprüngliche cthuloide Stimmung in ein Rollenspiel bringen kann. Ich halte das nach wie vor für falsch. Es wird derzeit nicht oder kaum gemacht, aber es geht. Es muss nicht jedem Spaß machen, aber es geht. Davon bin ich immer noch felsenfest überzeugt und ich denke, den Beweis kann ich in meinen Cthulhu-Runden antreten, die ich bisher geleitet habe. Auch mein "Schatten über Arkham" geht in diese Richtung und auch im "Malleus Monstrorum" habe ich in dieser Richtung versucht, Fußspuren zu hinterlassen, ebenso wie in allen anderen Pegasus-Publikationen, an denen ich beteiligt war. Denn ich bleibe weiterhin davon überzeugt, dass das einfach wichtig ist. Dass das "Cthulhu" ist und das ist, was Cthulhu von anderen Rollenspielsystemen und -hintergründen abheben sollte - nicht muss, aber sollte. Das ist Cthulhu - alles Andere ist nur Horror.
Sunday, April 27. 2008
Heute möchte ich wieder einmal auf Marcs Blog verweisen und daher lasse ich seine Verlinkung auch bei ihm, denn er hat es schließlich gefunden. Ich möchte da eigentlich nur dazu sagen, dass ich mich da echt wie ein Schnitzel drauf freue. Für die Zwischenzeit möchte ich allen Leuen noch einmal wärmstens "Pan's Labyrinth" empfehlen und wer den schon gesehen hat, auch noch "Devil's Backbone" - das wären ein paar Del Toro-Filme zum Überbrücken.
Was ich aus dem Cthulhu-Forum gehört habe ist, dass Del Toro wohl seine Pläne für "At the Mountains of Madness" leider eingestellt hat, dafür aber anscheinend an einem Zweiteiler vom "Hobbit" sich dran setzt. Zweiteiler? Ist doch nur ein Buch! Ja, generell schon, aber anscheinend soll der zweite Teil die Zeit zwischen dem "Hobbit" und den "Gefährten" abdecken.
Viele jammern, dass Del Toro doch lieber ATMoM hätte machen sollen anstatt sich jetzt auf Peter-Jackson-Gebiet zu begeben. Mir ist es wurscht, ich freue mich über Beides, denn die Filme, die Del Toro bisher gemacht hat, sind einfach phänomenal. Und da "At the Mountains of Madnes" meiner Ansicht nach sowieso eine vollkommen überschätzte Vorlage ist (aus der er unbestrittenermaßen richtig viel rausholen könnte und wenn ein Regisseur, dann sollte es er verfilmen), dennoch glaube ich, dass mir der "Hobbit" sogar fast lieber ist. Ich mag ATMoM einfach nicht, wie manchem vielleicht bekannt sein dürfte - meiner Ansicht nach die überschätzteste Lovecraft-Geschichte.
Sunday, March 9. 2008
Einmal wieder ein alberner Test und mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden, denn wenn ich in die USA gehen würde, wäre das einer der Orte, bei denen ich auf jeden Fall vorbei schauen würde:
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You Are Boston
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Both modern and old school, you never forget your roots.
Well educated and a little snobby, you demand the best.
And quite frankly, you think you are the best.
Famous people from the Boston area: Conan O'Brien, Ben Affleck, New Kids on the Block
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Wednesday, January 23. 2008
Wie ich heute im Cthulhu-Forum gelesen habe, gibt es wohl einen neuen Film von der HPL-Historical-Society: The Whisperer in Darkness. Das klingt schon einmal recht gut, auch wenn ich den "The Call of Cthulhu"-Kurzfilm noch nicht gesehen, aber hier noch rumliegen habe. Irgendwie wollte ich den nie "so mal nebenbei" schauen und daher liegt er hier immer noch rum. Sollte ich vielleicht doch irgendwann einmal nachholen.
Egal wie "The Whisperer in Darkness" wird, den brauche ich unbedingt. Denn während ich "The Call of Cthulhu" als Vorlage "nur" okay finde, gehört "The Whisperer in Darkness" eindeutig zu meinen Lieblingen von Lovecraft. Wie ich auch im Forum schrieb, ein Meisterwerk was das Handwerkliche betrifft. Aber ich scheine sowieso eher die "abseitigen" Lovecraft-Sachen zu mögen, die sonst kaum Leute mögen und die Lovecraft-Sachen, die viele Leute mögen, mag ich nicht so. Beispielsweise finde ich " At the Mountains of Madness" recht grässlich und auch handwerklich insgesamt nicht so prickelnd, auch wenn es natürlich einige Highlights auch darin gibt, und "Dream-Quest for Unknown Kadath" finde ich vollkommen überschätzt vom Fandom, der das allerdings liebt - aus mir unerfindlichen Gründen. Ähnliches gilt für "The Case Charles Dexter Ward", das eine super Verfilmung bekommen hat, durch das ich mich aber bisher immer durchquälen musste, wenn ich es lesen wollte und es auch schon wieder verdrängt habe. Aber vielleicht gebe ich ihm nach so vielen Jahren doch mal wieder eine Chance ... irgendwann.
Um gerade die Runde noch zu Ende zu drehen: "Der Schatten über Innsmouth" finde ich sehr unterschätzt und es gibt viele Sachen darin, die so ungeheuer spannend sind; solange man die langweilige Verfolgunugsjagd ausblenden kann. Aber ansonsten ist das eine super Sache und meiner Ansicht nach eine der besten Lovecraft-Geschichten zum Einsteigen. Und "The Shadow out of Time" ist natürlich immer noch einer meiner Favoriten, was aber vermutlich daran liegt, dass es mein erster Lovecraft war. Soviel zu den längeren Sachen.
Bei den Kurzgeschichten finde ich "The Call of Cthulhu" wirklich recht überschätzt, was aber auch sicherlich an dem Hype um den Titel durch das Rollenspiel von Chaosium liegt. "The Call of Cthulhu" ist nicht schlecht, aber - ganz ehrlich - gegen meine zwei Lieblings-Geschichten stinkt es einfach ab, nämlich gegen "The Color out of Space" und "Hunter of the Dark" - kurz, prägnant, provokativ. Und damit ich nicht zu sehr vom Thema abgekommen bin, zu guter letzt noch der Trailer, der bei mir nicht laden will, muss ich später probieren: " The Whisperer in Darkness - Trailer". Sagt mir mal, wie er ist.
Monday, November 12. 2007
Ich hatte leider recht mit meiner Meinung über das Cthulhu-Quiz. Wobei es sogar noch ein wenig schlimmer war, als ich damals dachte. Denn in der Auflösung war die Antwort zu Frage 14 falsch und diese Frage war auch schon damals beim nurcthulhu.de-Quiz falsch aufgelöst. Da hätte man durchaus draus lernen können. "The Madness out of Time" wurde schließlich "The Case Charles Dexter Ward" und nicht "The Shadow out of Time", auch wenn letzteres sich natürlich von der Ähnlichkeit her anbietet. Genauso, wie natürlich auch damals schon die Danube eigentlich die Donau war (Frage 15) und natürlich bei besonders großem Haarspalten auf dem Grabstein Lovecrafts mehr steht als nur "I am Providence".
Meine Kritik über die "Interpretations-Fragen" (Fragen 5, 6, 7, 8, 9) habe ich ja vor ein paar Wochen schon geschrieben und war auch der Haupt-Grund, warum ich nicht mitgemacht habe. Und die Antworten bestärken mich darin, dass es auch gut so war. Solche Interpretations-Fragen sollte man einfach nicht in ein solches Quiz einbauen. In solche Quizzes baut man Wissens-Fragen und keine Interpretations-Fragen ein. Denn Wissens-Fragen sind abfragbarer, Interpretationen nicht; zumindest kann man bei ersterem eher "richtig/falsch" erkennen und bei letzterem gibt es das eigentlich nicht. Natürlich gibt es auch haarsträubende Interpretationen, die dann schon in die Richtung "falsch" gehen, aber Interpretationen eignen sich einfach nicht als Quiz-Fragen; höchstens als Essay-Fragen, aber ... ich wiederhole mich. Das habe ich damals ja schon genauer ausgeführt.
Insgesamt also genau so, wie ich es (leider) erwartet hatte. Was dem Cthulhu.de-Blog keinen Abbruch tut. Es ist wirklich ein gutes Blog, das ich jedem nur empfehlen kann. Nur das Quiz, das war eben wirklich nix. Bitte demnächst keine Interpretations-Fragen mehr. Das tut dem Philologen in der Seele weh, wenn dann auch noch bei der Auflösung steht: "(Vielleicht ist er auch der wiedergeborene Jervas Hyde – so klar war das für mich nicht)". Denn natürlich ist das nicht klar! Damit spielt die Geschichte, was nun genau die Sache ist. Das ist einer der ganz großen Reize der Geschichte. Und genau aus diesem Grund sollte man solche Fragen nicht stellen. Schade ist nur, dass die Frage dennoch gestellt wurde, obwohl es ja selbst dem Ersteller anscheinend nicht ganz so klar war. Bitte sowas nicht mehr.
Saturday, November 3. 2007
Im Zuge unserer "Halloween-Tage" haben wir einen interessanten Film gesehen: MirrorMask. Regie Dave McKean und geschrieben von Dave McKean und Neil Gaiman. Nach Sternwanderer war das mein zweites Werk von Neil Gaiman und ich bin immer mehr fasziniert von seinen Sachen; ja, das ist jemand, der bisher an mir vorüber gegangen ist. Aber ganz entsprechend der Neunten Pforte durch die ich geschritten bin, habe ich mittlerweile so einiges auf meiner Lese-Liste, was ich nach meiner allerletzten Prüfung am 15.11.07 dann lesen will.
Zum Film selbst will ich eigentlich nicht all zu viel sagen, außer: Es ist ein sehr surrealer Film, bei dem ich anfangs skeptisch war, weil mir die Zirkus-Atmosphäre einfach nicht gefallen will. Aber als es dann in die Traumwelt ging, war ich doch äußerst fasziniert. So müsste im Prinzip ein lovecrafteskes Traumland aussehen, womit dann MirrorMask einer der Filme wäre, die für mich meine Vision für die lovecraftesken Traumlande darstellen; zusammen mit dem meiner Ansicht nach vollkommen unterschätzten und phänomenalen The Cell.
Also: MirrorMask anschauen, sofern man mit bizarren und surrealen Filmen was anfangen kann. Es lohnt sich wirklich. Tolle Bilder, tolle Ideen, tolle Atmosphäre. Eine wirkliche Überraschung für mich, da ich anfangs doch sehr skeptisch war und mir schon überlegte in den ersten 15 Minuten, wie ich den Rest des Filmes überstehen kann, ohne mich zu langweilen. Aber ich konnte nicht falscher liegen, denn es war nicht langweilig - ganz im Gegenteil.
Saturday, October 20. 2007
Nicht jede Kritik ist gleichgut und schon gar nicht gleich gut; was nicht heißen soll, dass Kritik etwas Schlechtes ist, denn das ist es ganz und gar nicht - sogar im Gegenteil. Aber das Problem an der Kritik ist heutzutage, dass sie viel zu einfach und viel zu schnell und von leider zu vielen praktiziert werden kann, die sich der Verantwortung und der Pflicht nicht bewusst sind, die Kritik eigentlich einem aufbürdet. Kritisieren kann heutzutage jeder. Das ist ein Vorteil unserer pluralistischen Gesellschaft. Und das ist auch gut so! Zunächst ... also, so in meinem idealistischen Köpfchen und in der Theorie sowieso. Aber wenn wir uns einmal die Realität und die Kritik in der Praxis anschauen, dann vergeht selbst einem eingefleischten Idealisten und Pluralitäts-Forderer wie mir eben die gleiche. Das heißt nicht, dass ich jetzt gleich zum Feind überlaufe - nein. Das heißt aber, dass ich es wage, an der Kritik Kritik zu üben, ganz im Nietzschen Sinne der Morgenröte.
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Comments
Fri, 21.11.2008 14:58
Mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt klappt es dieses Jahr leider nicht. Wir sind erst zwischen den Jahren (also nach [...]
Mon, 17.11.2008 18:58
Danke für den Hinweis. Korrigiert.
Mon, 17.11.2008 18:52
Was ein deutsche Vizejugendmann ist kann ich mir vorstellen, aber was ist ein Schtsmeister? (SCNR)
Fri, 14.11.2008 12:49
Ja, können wir gerne schauen mit dem Esslinger Weihnachtsmarkt. Wir sind wohl wieder zwischen den Jahren unten in [...]
Fri, 14.11.2008 10:50
Ich muß mal schauen, momentan haben wir noch keine großen Pläne gemacht. Evtl die Turniertage und das avarische [...]
Fri, 14.11.2008 09:53
Dimo! Ich musste häufiger in letzter Zeit mal an dich und die anderen Nebellegendler denken. Dieses Jahr ist es leider [...]