Tuesday, September 30. 2008
Von apetito gibt es in der Serie Pasta e Basta die "Cappelletti Tomate Mozarella", die auch wirklich gut und lecker aussehen, daher habe ich die mal geholt. Das ist ganz angenehm, einfach auch mal sowas nur in die Pfanne werfen zu können und fertig ist es. Schmeckt auch gut. Aber eine Frechheit ist der Preis und das, was drinnen ist schon.
Ich hole bei solchen Sachen normalerweise zwei Packungen, denn ich weiß, dass eine für uns 2 nie langt. Aber ich war dann doch erschüttert, als ich gesehen habe, wie wenig dann sogar in zwei Packungen dabei raus kam. Schmeckt wirklich gut, aber bei dem Preis nur ein Essen, wenn man mal wieder im Lotto gewonnen hat.
Außerdem funktioniert die Technik bei den Mozarella-Stückchen nicht. Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöd, um Fertiggerichte richtig zu kochen. Bei mir haben die sich nämlich nicht in der Soße und auf dem Essen verteilt, sondern sind zusammen geklumpt und haben sich immer wieder über meinen Kochlöffel gefreut und wollten den nicht mehr hergeben.
Wednesday, September 24. 2008
Am 10. September ist mein Vater zwischen 19 und 20 Uhr gestorben. Heute wurde er beigesetzt. Er hatte lange Zeit Krebs - mehrere Jahre. Anfangs hieß es, dass er das nächste Weihnachten wohl nicht überleben würde - doch er tat es. Die Behandlung sprang gut an und die Chemo-Therapien hatte er gut vertragen. So gut, dass der Krebs sogar zurück ging. Bis dann letztes Jahr wohl ein Stillstand erreicht wurde und die Ärzte zu einer härteren Chemo griffen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ein ungutes Gefühl und dachte mir, dass sie das doch besser lassen sollen. Aber es wurde gemacht und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass es seitdem massiv schlimmer wurde. Während er bis letztes Jahr noch ungeheuer fit war, wurde er dieses Jahr immer lethargischer, was sich von Woche zu Woche verschlimmerte und dann in den letzten paar Tagen ungeheuer schnell ging.
Mehr durch Zufall war ich am selben Abend noch einmal da. Ich hörte Geräusche aus dem Wohnzimmer und dachte, mein Vater schnarcht nur einmal wieder laut, denn er schnarchte schon immer wie ein Weltmeister. Aber es war wohl Schleim, den er nicht mehr abhusten konnte, da er in so einer Art Koma lag. Mehr durch Zufall war auch mein Bruder nochmal da. Irgendwie konnte ich es anfangs noch nicht so recht glauben, bis dann der Arzt ihn sich ansah und zu meiner Mutter sagte: "Das ist in dieser Phase des Sterbens so..." In dieser Phase des Sterbens ... das war ein merkwürdiger Teilsatz, der mich ziemlich schockierte, denn für mich war es eigentlich noch nicht so weit; bis ich diesen Satz hörte. Ich blieb noch eine Weile. Mein Bruder und ich gingen dann zusammen und als ich zu Hause ankam, hatte meine Mutter bereits angerufen: Mein Vater wäre keine 10 Minuten später gestorben, nachdem wir wieder unterwegs waren.
Viel weiß ich jetzt auch eigentlich gar nicht zu meinem Vater zu schreiben, auch wenn ich eigentlich einiges jetzt schreiben wollte. Mein Vater war ein Sportler durch und durch. Das hat man wohl auch daran gemerkt, wie gut er anfangs den Krebs und die Chemo aushielt. Doch je mehr es wohl an ihn ging, desto schwieriger wurde es, denn mein Vater hatte sonst kaum Interessen. Gerade gegen Ende war es wohl einfach nur noch ein hinwegschlafen, denn die Energie war nicht mehr da. Was konnte da auch die Energie bringen bei einem Mann, der Sport für sein Leben gern gemacht hatte, aber dazu nicht mehr fähig war?
Er war begeisterter Fußballer und erzählte immer wieder gerne vom Fußball. Ich habe es sogar noch im Kopf, wie er Szenen vom Fußball beschrieb, immer mit dem charakteristischen "und dann kam er bupp-bupp-bupp hindurch" und mit dem "bupp-bupp-bupp" war entweder ein besonders gekonnter Lauf oder ein besonders guter Doppelpass gemeint. Immer, wenn wir hier in der Umgebung in einem Vorort kamen, wusste er genau, wo der Sportplatz war, denn er hatte schon lange Fußball gespielt. Früher bei 1840 Mainz, wo er dann mit der Altherren-Mannschaft aus Protest weg ging und zu Kastel 1948 wechselte, wo auch ich dann schließlich Fußball spielte. Mein Vater war jahrelang Trainer unserer Jugendmannschaft, begleitete mich somit meine ganze Fußballzeit bis zur B-Jugend. Mein Vater schaute auch gerne Fußball, aber eigentlich war er immer eher ein Macher als ein Zuschauer. Selbst als Trainer stand er immer am Spielfeldrand und rief dann "Attacke!", um uns anzufeuern.
Ebenso war er begeisterter Tischtennisspieler, der bei seiner späteren Arbeitsstelle der Oberfinanzdirektion Koblenz in der Arbeitsmannschaft spielte - auch zusammen mit mir. Ich kannte ihn nur, dass er "irgendetwas" bei der OFD Koblenz machte, auch wenn er ursprünglich gelernter Zeichner (Architektur) beim Grebner war, wo er auch meine Mutter Mutter kennenlernte. Dort haben wir lange Zeit zusammen gespielt, auch im Doppel. Seine besondere Eigenart war sein Anti-Top-Belag auf seinem Schläger, auf dem er immer wieder stolz war und gerne die Gegner ein wenig linkte, weil der Drall aus dem Ball herausgenommen wurde. Ich kann mich noch gut an meiner Kinderzeit erinnern, wo ich immer zum Tischtennis mitgenommen wurde in der Kurmainz-Kaserne hier in Mainz. Da war ich noch zu klein zum Mitspielen und spielte immer nur auf den Wiesen draußen, erkundete die Umgebung, jagte Hasen und lief in der Halle so meine Runden. Es war eigentlich ziemlich langweilig, aber dennoch mochte ich es immer, denn anschließend sind wir dann immer zusammen in der Kaserne etwas Essen gegangen, wobei für mich eigentlich immer eine Portion Pommes raussprang und manchmal sogar - wenn ich Glück hatte - durfte ich an einem dieser alten Spielautomaten spielen, wo ich auch eines meiner absoluten Lieblings-Spiele von früher - "Bomb Jack" - spielen durfte.
Mein Vater war ein unglaublicher Sturkopf. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, konnte man ihn nicht davon abbringen. Und wenn er jemanden nicht leiden konnte, dann konnte man ihn auch davon nicht abbringen. Da habe ich wohl auch so einiges von ihm. Ebenso war er passionierter Nichtraucher; allerdings eher von der militanten Sorte. Er verteilte sogar Zettel im Treppenhaus unserer Mietswohnung mit Totenköpfen und einem Antiraucher-Spruch oder dem Bild von einer Teerlunge. Aber das gehörte irgendwie zu ihm, auch wenn das eben einer der eher unsympathischen Züge von ihm war.
Im Gegensatz dazu konnte man aber eigentlich alles von ihm haben. Er war immer sofort da, wenn man ihn brauchte. Wenn ich einmal irgendwo den Bus verpasst hatte, von einer P&P-Session abgeholt werden musste oder von einem LARP-Con, dann war er immer da, ungeachtet der Uhrzeit. Selten sah man ihn wirklich sauer oder mies gelaunt. Es war meist mehr eine stoisch gute Laune, die man ihm auch während seiner Krankheit anmerkte und leider wohl auch der Grund war, warum er erst so spät zum Arzt gegangen ist und der Krebs daher erst so spät - zu spät - erkannt wurde. Wenn irgendetwas schief lief, wenn man ungerecht behandelt wurde, dann war er sich nicht zu schade, bei jemandem vorbei zu gehen und ihm die Meinung zu sagen - leider ... wie man auch manchmal sagen musste. Denn man konnte ihn - dank seines Dickkopfes - nicht davon abhalten, selbst wenn es einem peinlich war.
Es war so üblich von ihm, einfach irgendeinen blöden Kommentar einzuwerfen - und egal, wie unwitzig es eigentlich war, es war doch irgendwie witzig, auch wenn ich keine Ahnung, wie es ihm gelang. Er hatte einfach immer einen extrem schwarzen und trockenen Humor. Weihnachten war dann auch meist so, dass er entsprechende blöde Sprüche beim Essen brachte oder einen Witz zum x-ten Mal erzählte; aber das gehörte irgendwie dazu und ich glaube, es geschah bei ihm auch mit einer gewissen Selbst-Reflektivität, also, in dem Bewusstsein, dass er diesen Witz schon zum x-ten Mal erzählte und dass er eigentlich nicht witzig ist. Er lachte auch nie selbst über seine Witze. Eigentlich lachte er sowieso sehr selten, aber das fiel eigentlich nie auf, denn er wirkte nicht so, als ob er ein unlustiger Mensch wäre - im Gegenteil ... eben eher stoisch-lustig, trocken halt. In Wiesbaden erzählte er immer wieder an der gleichen Stelle eine Geschichte über Zuckerrüben. Eine Geschichte, die ich leider schon gar nicht mehr weiß, sondern nur noch, dass sie um Zuckerrüben ging und wir jedes Mal aufstöhnten. Ich kann auch nicht mehr sagen, wo es genau war. Es war irgendwo beim Kochwasser-Brunnen in Wiesbaden auf der Straße, die in der Nähe der Tanzschule meiner Eltern war.
Es war immer so ungeheuer schwer, für ihn etwas zu Weihnachten zu finden. Denn außer Sport hatte er eigentlich keine Interessen. Er las nicht, außer der BILD und der Rheinzeitung und auch zum Film-Schauen konnte man ihn nicht wirklich bringen. Jedes Weihnachten zerbrach ich mir den Kopf darüber, was ich ihm schenken könnte, denn ich wollte ihm immer etwas "Richtiges" schenken. Meine Mutter empfahl mir dann immer ein paar Socken oder Aftershave, aber das wollte ich nicht. Ich wollte ihm etwas schenken, worüber er sich wirklich freute und was nicht einfach nur ein Nutzgegenstand war. Doch meine Mutter meinte, dass er sich darüber freuen würde - vermutlich tat er das auch wirklich. Dennoch wollte ich da einfach - mehr. Ich versuchte es immer mal wieder, manchmal gab ich aber auch auf und schenkte ihm dann wirklich Socken oder Aftershave, wenn mir einfach nichts einfiel. Ein Parodie-Buch über Helmut Kohl - seinen persönlichen Hass-Politiker - funktionierte nicht. Eine DVD-Sammlung von Freddy Quinn - einen seiner Lieblinge - funktionierte nicht. Lediglich wohl einmal mit der DVD zum "Wunder von Bern" - damit konnte ich wohl punkten. Aber eigentlich war das auch nicht verwunderlich, denn das hatte auch wieder mit Fußball zu tun.
Mein Vater war ein Dickkopf, wie er im Buche steht, ein Streithansel, wenn er sich im Recht wähnte oder wenn es darum ging, jemanden zu beschützen und ein Dumme-Sprüche-Klopfer. Das sind wohl so einige Sachen, die ich von ihm habe. Was ich nicht von ihm habe, ist seine Ruhe. Bis heute weiß ich nicht, ob er auch so viele Selbstzweifel hatte, denn darüber redetete er nie. Er ließ sowieso fast nie jemanden in sich reinblicken und dennoch spürte man häufig, wie es ihm geht, was er will. Ich verstehe nicht, wieso es mir nun die letzten Tage so nahe gegangen ist, denn eigentlich war mein Vater seit Anfang dieses Jahres schon "anders" - nicht mehr so, wie ich ihn kannte. Das war zwar mein Vater, aber mein Vater war anders und es tat mir immer weh, ihn so hilflos zu sehen und so lethargisch - denn das war er nicht. Eigentlich hatte ich mich schon vor unserem Türkei-Urlaub innerlich von ihm verabschiedet, denn ich hatte befürchtet, dass es da schon so weit sein könnte. Und dennoch geht es mir jetzt schon nahe - näher als ich dachte.
Wednesday, September 10. 2008
Es war doch kein DOOOOM-Ruf; zumindest keiner, dessen Echo nur verhallt. Ungefähr zwischen 19.20 und 19.30 Uhr ist mein Vater heute Abend eingeschlafen - es war wohl ohne Schmerzen. Was die letzten Wochen zwar nicht toll aussah, aber irgendwie noch ging, verschlechterte sich die letzten zwei Tage wohl sehr massiv.
Ich habe es heute Abend sehr überraschend mitbekommen, als ich einfach nur die Wäsche vorbeibringen wollte. Mein Bruder war ebenso da. Schon ein merkwürdiger Zufall, dass wir doch alle etwa eine Stunde vorher da waren. Es sah schon nicht gut aus, als wir da waren, aber ich hätte dann zumindest damit gerechnet, dass es wohl noch ein paar Tage dauert. Als ich dann allerdings zu Hause ankam, hatte meine Mutter bereits angerufen. Keine 10 Minuten, nachdem mein Bruder und ich auf dem Weg jeweils nach Hause waren, ist mein Vater wohl gestorben; fast als ob er damit noch einmal uns alle gesehen hatte (auch wenn er schlief).
Die Anspannung der letzten Wochen, im Prinzip der letzten Monate ist somit ein wenig befreiter geworden. Denn auch, wenn man es nicht wahr haben will: Es belastet einen doch ungemein, selbst wenn es 30 Minuten jenseits der anderen Rhein-Seite ist. Es muss auch keiner hierzu etwas schreiben. Ich persönlich finde sowieso, dass diese ganzen "herzliches Beileid"-Kondolenz-Bekundungen etwas höchst Befremdliches sind, denn jeder macht sie und dadurch, dass man sie schon fast machen muss und dadurch, dass sie Pflicht und Etikette sind, werden sie entwertet. Dadurch kann man nicht wirklich sehen, ob es jemandem wirklich leid tut oder ob jemand wirklich mit empfindet - das merkt man einfach, ob es so ist oder nicht. Aber ein "herzliches Beileid" ist eine Phrase, nicht mehr und nicht weniger. Manchmal aber die einzige Phrase, die einem da leider einfällt, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Sunday, September 7. 2008
Am Freitag kam mein neuer Rechner. Während wir am Freitag noch mit separatem Monitor Windows aufgespielt haben und die rudimentärsten Programme drauf gemacht haben, war heute und morgen allgemeines Konfigurieren. CoH und WoW sind nun drauf, auch wenn ich mit meinen neuen WoW-Einstellungen noch ein wenig unglücklich bin. Aber aus dem Grund gibt es heute nur diesen kleinen Beitrag und dann vielleicht ein paar mehr Sachen zu dem spannenden Spaß, der es sein kann, WoW komplett neu aufzusetzen.
Wednesday, August 27. 2008
Ich bin total stolz auf mich! Trotz eines einigermaßen verkorksten und vertrödelten Tages-Anfangs habe ich es geschafft, heute was zu schaffen. Andere mögen das zwar vielleicht belächeln, denn viel ist es nicht. Endlich habe ich mal wieder ein paar mehr als nur eine Mail aus meiner Mailbox wieder bearbeitet. Vielleicht kann ich dann auch wieder aufschließen und meine "Gute Vorsatz"-Liste doch noch vernünftig zum Jahresende hin abschließen.
Viel stolzer aber bin ich darauf, dass ich es endlich einmal wieder geschafft habe, zu joggen. Während meiner Magister-Arbeit letztes Jahr war ich 2-3 mal die Woche joggen. Im letzten Monat der Magister-Arbeit habe ich das aber leider schleifen lassen - aus verständlichen Gründen - und zu meinen mündlichen Prüfungen hin habe ich damit aufgehört. Ich bin zwar heute "nur" die kleine Runde hinten raus in die Felder hinter Ginsheim gelaufen, aber das waren auch schon einmal 20-30 Minuten; normalerweise bin ich immer so 40-50 Minuten gelaufen. Davon war zwar auch viel gehen dabei, um meinen Körper wieder daran zu gewöhnen, aber das ist immerhin besser als gar nichts. Lieber ein wenig weniger Bewegung, aber dafür überhaupt etwas als gar nichts.
Das war wohl auch der Fehler, den ich die ganze Zeit gemacht habe. Gerade durch meine frühere Jogging-Phase, in der ich 2-3 mal die Woche 40-50 Minuten gelaufen bin, hatte ich da ein hohes Ziel, das so überaus anstrengend immer auf mich wirkte nach über einem halben Jahr Pause. Daher fange ich jetzt lieber wieder langsam und gemütlich an - einmal die Woche ist mein Plan und die Laufzeit je nach Lust und Laune. Boah, bin ich stolz auf mich! Und jetzt gehts unter die Dusche...
Thursday, August 14. 2008
Von meinem Bruder und seiner Freundin haben wir zu unserer Hochzeit einer elektrische Brotschneide-Maschine geschenkt (übrigens stolpere ich immer darüber, ob es "elektrisch" oder "elektronisch" ist). Das war auch dringend nötig, denn ich habe mir das Brot immer beim Bäcker vor Ort schneiden lassen. Wir haben zwar ein mechanische Brotschneide-Maschine, die auch irgendwie alle toll finden, aber ich komme mit dem Ding nicht zurecht. Das mag daran liegen, dass ich von meinen Eltern einfach eine elektronische Brotschneide-Maschine. Aber diese mechanische Brotschneide-Maschine rutscht mir zu sehr rum; die hat zwar auch so Klappen, die man ausfahren kann, damit das sie am Tischrand hängen bleibt, aber das klappt auch nicht so recht bei mir.
Ich habe mich also gefreut, dass wir endlich eine elektrische Brotschneide-Maschine haben, doch das Ding ist gruselig konstruiert. Erst einmal ist hinter Messer zu wenig Raum. Das bedeutet, wenn die Scheibe ein wenig dicker ist, kommt das Brot nicht durch. Auch kommt sie nicht durch, wenn das Brot ein wenig härter ist, denn das Brot muss ich bereits während dem Schneiden biegen, um da überhaupt durch zu kommen. Die Maschine meiner Eltern war einfach eine glatte Scheibe, an der man das Brot vorbei zog und hinten fiel es runter. Und da wären wir schon beim nächsten Problem: Es gibt kein Auffangfach - weder für das Brot noch für die Krümel. Kann sein, dass ich irgendwas übersehe bei dieser Maschine, aber auch die Anleitung half hier nicht weiter. Das bedeutet, dass bei jedem Brotschneiden unter der Brotschneide-Maschine ein Wirrwarr aus Krümeln und Kernen ist (wir essen in erster Linie Kern-Brot...Sonnenblum-Kerne am liebsten).
Wieso konstruiert man so ein Ding, das so viel Krümel und Dreck macht? Wurde das Ding nicht getestet? Oder nur mit Roggenbrot? Da gibt es natürlich weniger Krümel als bei einem Kern-Brot. Naja, die Maschine ist schon praktisch und wird ausgiebig von uns benutzt. Jetzt hält auch das Brot länger, da vorgeschnittenes Brot viel schneller hart wird und Yannick und ich doch recht lange an so einem Brot essen. Eigentlich also gut. Nur das mit dem Dreck, den Krümeln und den Kernen stört ziemlich.
Nachtrag: Ich wollte aus Gründen der Lesbarkeit eigentlich das eklig lange Wort "Brotschneide-Maschine" in ein Akronym zerhauen, aber habe es dann doch gelassen. Warum? Ich hatte Angst davor, was für Leute dann über Google auf dieses Blog kommen würden, wenn ich tatsächlich das Akronym genommen hätte, das rauskam. Dann doch lieber das eklig lange Wort, dafür aber mit Bindestrich. Schmeckt auch nicht jedem, aber ist dennoch dann lesbarer.
Saturday, August 9. 2008
Ich bin ein Katzen-Narr; um so tragischer, dass ich gegen Katzenhaare allergisch bin. Dennoch bringt es mich nicht davon ab, jede Katze zu streicheln, die nicht all zu scheu ist. Schon allein der Anblick einer Katze schafft es, dass ich ruhig und selig werde, selbst wenn ich richtig sauer bin. Das ist das Schöne an der Gegend hier, dass manchmal bei uns im Wendehammer eine Katze liegt, wenn man mit dem Auto in die Straße einparkt.
Nur mühsam heben sie dann den Kopf - gerade bei diesem Wetter - und ein forschender und kritischer Blick wird einem entgegen geworfen, verfolgt das Auto bis man schließlich geparkt hat. Erst dann wird der Kopf wieder herunter genommen und das Sonnenbad wird weiter in Ruhe genossen. Schon allein das gibt mir eine innere Ruhe, die unglaublich ist. Wirklich schade, dass wir keine Katzen halten können, denn das würde mir schon rein psychologisch so unheimlich gut tun, aber ... auch meine Frau ist allergisch gegen Katzenhaare, sogar noch schlimmer als ich, wie ich manchmal den Eindruck habe.
Katzen sind einfach toll. Ich bin eher ein Katzenmensch als ein Hundemensch, vor Hunden habe ich sogar eine leichte Hundophobie - je kleiner die Hunde, desto größer die Angst. Schäferhunde sind toll, ohne Frage, aber so generell sind Hunde bei mir immer ein wenig kritisch. Es geht eben nichts über eine Katze für mich und das obwohl Katzen schließlich unberechenbarer sind und unzähmbarer. Aber das macht Katzen eben irgendwie aus.
Vielleicht gelingt es uns irgendwann doch einmal, Katzen zu haben - das wäre schön. Auch wenn unsere ersten Tests beim Allergologen nichts ergeben haben und die Hautärztin meinte, dass sie es uns beiden nicht empfiehlt, eine Desensibilisierung für Katzen zu machen, außer wir könnten Kontakt mit Katzen nicht vermeiden. Zu groß sei unsere Allergie-Spanne, als dass sie das guten Gewissens machen könnte, denn durch so eine Desensibilisierung können sich die Allergien sehr ungeschickt verschieben. Sehr tragisch das alles. Dabei bin ich zu 101% sicher, dass eine Katze zu einem sehr viel ausgeglicheneren Holk führen würde. Wer weiß aber, was die Zukunft bringt. Solange werde ich mich einfach an fremden Katzen erfreuen und an meinen Wallpapers, die zum Glück keine allergische Reaktion auslösen.
Friday, August 8. 2008
Heute nicht ist nicht mein Tag; zumindest ist es einer dieser typischen Tage, an denen man sich denkt, dass man in der Truman Show ist. Zunächst mal wieder tolle Meldungen von meinem Endcontent-Raid, wo man den Leuten so richtig gerne mal da hintreten würde, wo die Sonne nie scheint und sich fragt, wie manche Leute so unloyal und so sprunghaft sein können - aber ich vergaß: im Internet kann man das ja machen, denn das sind ja alles keine realen Menschen hinter den anderen Anschlüssen.
Dann ein Spieler, der mit seinem Heildruiden-Twink mit nach Kara will (auf dem Server meiner Frau organisieren wir regelmäßig einen kleinen Kara-Raid in einer mehr oder weniger Stammgruppe), wobei der Twink weder Kopf-Verzauberung hat, noch Schulterverzauberung, von Aldor/Scryer-Ruf noch nie was gehört hat, auch sonst kaum was verzaubert hat, ein Trinket mit Verteidigung hat (als Heildruide), zwei Talent-Punkte nicht ausgegeben und er findet, dass er gut mit kann.
Dann jede Menge idiotische Klugscheißer, die Realität mit Halbwahrheiten bestimmen und dennoch so eine unglaublich große Fanbase haben, dass sie allen Mist sagen können, es ihnen jeder abkauft und wenn man sagt, dass es nicht stimmt und das mit Argumenten unterlegt, dann hat man eine Armee gegen sich. Heuchelei und Schleimerei, dass es einfach nur so trieft, aber eigenes Nachdenken? Keine Chance.
Dann bin ich eben einkaufen gewesen. Heute morgen war es kalt, da hatte ich die Fenster zu. Dann wurde es richtig warm, also machte ich sie auf und bin einkaufen gegangen. Als ich aus dem Rewe gekommen bin, war ein kleiner Weltuntergang draußen, bei dem man auf eine Arche Noah hoffen sollte, also schleppte ich mich durch den Regen zurück - irgendwann konnte ich nicht mehr nasser werden, daher ging ich gemütlichen Schrittes, denn es war sowieso egal. Zu Hause hatte es natürlich schon längst herein geregnet und ich war durch und durch nass.
Dann warte ich schon seit Wochen auf die Lieferung meines August Derleth-Readers, den ich für einen Artikel für die Cthuloide Welten brauche. Diesen Reader habe ich bei Amazon-Shops bestellt, aber dämlicherweise nicht auf die Bewertungen geschaut habe. Dann hätte ich gesehen, dass die Ware häufig nicht ankommt. Ich habe die Spezis dann mal angeschrieben und schön vorformulierte Antworten bekommen von wegen Lieferengpass etc. und habe denen jetzt bis heute Zeit gegeben. Wenn das nicht nächste Woche unterwegs ist, werde ich da meine A-Z-Garantie mal aufbrauchen bei Amazon und denen eine deftig schlechte Bewertung geben.
Wenigstens kam heute meine Yui Horie-CD, die ich auch bestellt habe; wie immer beim gleichen Shop bei Amazon-Shops. Die schicken aus Japan und sind richtig billig, Neuware und alles intakt und sogar zügig. Wieso können das die anderen nicht auch? Naja, wenigstens ein Lichtblick heute. Jetzt fehlt mir nur noch die hier, ihre aller erste CD und dann habe ich endlich alle. Und heute Abend gibt es dann irgendwas mit Hackfleisch - keine Ahnung, was. Ich habe mal sowohl für Chili wie auch für Hackfleisch-Auflauf geholt. Ein zweiter Lichtblick. Mal schauen, wo ich noch einen dritten, vierten, fünften und noch mehr her bekomme. So einfach lässt man sich schließlich nicht unterkriegen.
Tuesday, August 5. 2008
Nur Bekloppte auf den Straßen unterwegs! Ja, ja, ich weiß, ich auch und das denken die Anderen sicherlich auch von mir. Dennoch, das muss nicht sein: Krankenwagen steht auf meiner Straßenseite, so dass man kurz auf die Gegenfahrbahn wechseln muss. Also wartet man, bis ein Loch im Verkehr ist. Aber kommt eins? Nein! Warum? Weil die Leute auf der Gegenfahrbahn natürlich erst einmal gaffen müssen, was der Krankenwagen da macht und dazu muss man schließlich langsam fahren. Logisch. Dass sich da ein Rattenschwanz an Autos auf der Fahrbahn des Krankenwagens bildet ist egal. Aber dass auch wirklich jedes gottverdammte Auto so langsam werden muss, dass die Löcher, die man sich erhofft hatte, doch nicht reichen. Klar, langsamer fahren ist nicht verkehrt, wenn da ein Krankenwagen steht, falls jemand davor oder dahinter mit einer Trage entlang muss. Aber das war kein "Vorsichts-Bremsen", sondern ein "Gaffen-Bremsen", was man deutlich an den Gesichtsausdrücken der Fahrer gesehen hat.
Auch sehr schön: In unserer Straße hier ist nicht viel Platz. Auf der linken Seite sind Parkplätze, wodurch faktisch nur eine Spur da ist, die dann in einen Wendehammer mündet. Um auf unseren Parkplatz zu kommen, muss ich in den Wendehammer reinfahren. Cleverweise stellen Nachbarn von uns ihre Möbelwägen oder Fließenwägen immer genau so hin, dass man exakt nicht in den Wendehammer kommt bis sie mal zurückfahren oder vorfahren. Das wäre eigentlich kein Ding, denn so häufig kommt hier kein Auto vorbei. Das Ding ist aber, dass man immer so merkwürdig angeschaut wird, so nach dem Motto: "Was erdreistet der sich, ausgerechnet jetzt in diese Straße hier zu fahren?" Und ist auch nicht so, als ob man sich nicht beeilen könnte mit dem Ausladen; zumindest wenn man der Gemächlichkeit dieser Leute zuschaut. Man hat ja Zeit. Ja, ich auch. Trotzdem nervt es mich gewaltig an.
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Comments
Fri, 10.10.2008 16:04
http://rgb2r.de/index.php?id=5
Mon, 06.10.2008 15:38
Ja, SoL wird definitiv ein interessantes Talent, was ich mitskillen werde, wenn es denn so bleibt wie es derzeit [...]
Sat, 04.10.2008 14:25
Link-Dieb, Video-Räuber! Die Ode an das Mi wollte ich doch auch bei Gelegenheit bringen… Naja, dann muss ich halt was [...]
Mon, 29.09.2008 10:43
Stimmt, die habe ich noch. Nächster Videoabend. Ich habe ja auch noch deinen DVD-Player.
Mon, 29.09.2008 10:40
Weil ich es übersehen habe. Danke für den Hinweis.
Mon, 29.09.2008 09:21
Wenn Du schon eine Pingelmeldung bringst (die ich vollstens unterstütze, da ich selbst pedantisch z.B. meine CDs [ja, [...]
Sun, 28.09.2008 11:48
Da fällt mir ein: du hast noch mein Enduring Vision… oh, die Klingel, ich muss weg…
Sat, 27.09.2008 15:44
Pssst: das heisst “tl;dr”. Ohne das Semikolon wirst du von Chanologen und hardcore-Forentrollen sonst gedisst. Ja, auch [...]
Sat, 27.09.2008 03:00
Ach ja, bevor da jemand nun den vorhersehbaren Witz macht, mache ich ihn lieber mal selbst: tldr Ha, ha.
Tue, 23.09.2008 23:26
Oh weh, wie peinlich! Natürlich geändert. Danke.