Monday, February 8. 2010
Manchmal frage ich, ob ich wirklich der einzige bin, der sich bei folgendem Szenario denkt: "Selbst dran schuld und quod erat demonstrandum."
Es kommt eine Beschwerde über einen gehackten Aion-Account ins Forum. Diese fangen häufig an mit den Worten: "Ich schreibe gerade vom Account meines Freundes..." oder ähnliches. Klar, müssen sie, denn ansonsten könnten sie nicht im Forum schreiben, wenn ihr Account ja gehackt wurde. Im folgenden Text kommt jedoch dann häufig noch ein Satz der Richtung: "Ich habe nichts Schlimmes gemacht."
Dann schaue ich mir den ersten Satz an und diesen und den ersten und diesen und wundere mich über die Dummheit der Menschen. Wer mit so wenig Selbst-Reflektion Account-Daten weitergibt und auch nichts Schlimmes darin sieht, sie weiterzugeben, der hat nun einmal ein "Gemüt" (so will ich es einmal nennen), das eher dazu neigt, seinen Account unsicher zu behandeln.
Aber diese Leute haben ja nie etwas Schlimmes gemacht... Kopf -> Tisch.
Sunday, February 7. 2010
Kann mir eigentlich jemand mal verraten, warum Rollenspieler gerne mal stumme Charaktere spielen? Anspruchsvoll? Nö, das sind sie nicht wirklich. Man muss mehr über Emotes spielen und dazu muss man Emotes schreiben können. Wirklich anspruchsvoll ist das aber nicht. Doch das riesige Problem eines stummen Charakters ist, dass er nur über Zeichensprache in Emotes funktioniert. Das bedeutet, er hat automatisch ein Spot-Light, das sämtliche Unterhaltungen entweder auf ihn zentrieren oder zumindest verlangsamen und das ist dem Rollenspiel sehr abträglich. Das mag in einem Zwiegespräch noch gut funktionieren, aber drei Charakteren ist das aber reichlich unangenehm für eine dynamische Rollenspiel-Unterhaltung.
Hinzu kommt, dass tiefgehende Gespräche mit einem stummen Charakter schwer bis gar nicht möglich sind. Zumindest will mir kein wirklicher Weg einfallen, wie ich mich über beispielsweise den Sinn des Lebens unterhalte oder moralische Problemstellungen? Ja, das geht vermutlich auch mit Zeichensprache, aber ganz ehrlich: Ich finde sowas ätzend. Mag sein, dass es Leute gibt, denen das Spaß macht, aber ich will schon tiefergehende Unterhaltungen auch mal bespielen.
Witzigerweise haben blinde Charaktere nicht das gleiche Problem, denn die limitieren ihre Rollenspiel-Interaktion nicht auf Emotes. Das Problem ist hier nämlich lediglich ein Meta-Problem: Rollenspiel funktioniert normalerweise über direkte Sprache und über Emotes. Stumme Charaktere können nur Emotes nutzen und sind dadurch limitiert. Ein blinder Charakter kann beides benutzen und ist nur in der Spielwelt nicht so frei. Dadurch funktioniert er besser und das ist der Grund, warum stumme Charaktere im Online-Rollenspiel höchst problematisch sind.
Ich habe es schon häufig genug erlebt: Es gibt eine Unterhaltung zwischen drei Charakteren, die wirklich lebhaft ist und ein vierter Charakter kommt vorbei. Es kommt heraus, dass er stumm ist und nun unterhält man sich über Zeichensprache. Der Rest des Gesprächs ist dann nicht mehr der Inhalt von vorher (der meist abrupt unterbrochen wird, denn man will den neuen Charakter ja integrieren), sondern die Verständigungsschwierigkeiten. Das ändert sich für gewöhnlich auch nicht im Verlaufe des Gesprächs - und auch im nächsten Aufeinandertreffen mit diesem Charakter nicht und im nächsten nicht und im nächsten nicht. Es gibt keine wirkliche Entwicklung. Natürlich kann man das sicherlich auch ganz toll bespielen, aber seien wir mal ehrlich: die wenigsten Spieler können das. Dann kommt gibt es krude Zeichen und häufig auch noch sowas ähnliches wie "Gedankenlese-Emotes", damit man die Botschaft besser transportieren kann. Mir machen diese Gespräche jedenfalls meistens sehr wenig Spaß. Nicht weil ich kein anspruchsvolles Rp mag, denn das hat nichts mit anspruchsvoll zu tun. Diese Gespräche sind selten so richtig lebendig und häufig einfach träge.
Stumme Charaktere haben im Rollenspiel eigentlich nichts bis wenig verloren und ich wage zu behaupten, dass nur die wenigsten Spieler solche Charaktere spielen können, ohne Rollenspiel dadurch zu zerstören. Denn meist drängen sie sich mit solchen Charakteren auch noch in den Mittelpunkt. Daher überlegt euch bitte dreimal, ob ihr stumme Charaktere bastelt. Sie sind sehr problematisch für Gesprächs-Dynamiken im Online-Rollenspiel. Möglichkeiten, um einen stummen Charakter einigermaßen spielbar zu machen: 1. Der Charakter kann schreiben und schreibt daher auch, 2. der Charakter ist nicht prinzipiell stumm, sondern nur schweigsam oder kann nur unter Schmerzen sprechen. Das ist selbst dann noch nicht ideal, aber immer noch besser als ein rein stummer Charakter, bei dem zumindest bei mir immer so ein wenig Widerwillen entsteht, sich mit dem zu beschäftigen. Denn Online-Rollenspiel besteht nun einmal auch aus Unterhaltung und nimmt einen großen Teil ein. Klar, Handlungen sind auch wichtig, aber beides gehört eben dazu und wenn ich eine Ebene konsequent aussperre, indem ich sie durch das Charakterkonzept auslösche, dann ist das rollenspielhinderlich.
Natürlich kann jeder spielen, was er will. Doch ich habe es schon häufig genug gesehen, dass stumme Charaktere gespielt wurden und sich dann gewundert wurde, dass Viele damit nichts anfangen konnten. Es liegt da nicht an einem ominösen, höheren Anspruch, den solche Charaktere haben, sondern dass einfach weniger Rollenspiel mit ihnen möglich ist und die Dynamik schwerfälliger dadurch.
Saturday, February 6. 2010
In diesem Bild hat sich eine Elyos-Jägerin versteckt. Finde sie!
Habe ich schon einmal erwähnt, wie großartig der Aion-Jäger ist? Stealth! Ha!
Friday, February 5. 2010
Es gibt die 2. "Alf"-Staffel - und nun ist sie auch bei mir zu Hause. Ich habe letztens schon einmal vom Erscheinen der 1. Staffel erzählt. Keine Ahnung, warum Alf mich immer so anspricht. Wirklich nur Kindheitserinnerungen? Von vielen ist "Alf" als Kinderserie verschrien, dabei ist das einfach saubere Familienunterhaltung mit mehreren Ebenen. Die Kinder haben ihren Spaß an den kuriosen Situationen und den Witzen und als "Erwachsener" kann man an diesen Sachen auch Spaß haben oder die fein gesellschaftskritischen Untertöne mitbekommen.
Alf unterhält mich einfach immer gut. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es so viele Parallelen zwischen mir und Alf gibt: Ein kleiner, hilfsbereiter Chaot, der manchmal ganz schön blöde Dinge macht, aber es eigentlich nur gut meint, einen sehr gewöhnungsbedürftigen Humor hat und Katzen und Essen liebt. Ja, ich glaube, damit kann ich mich identifizieren. Vielleicht liegt es also daran.
Die 2. "Supernatural"-Staffel habe ich allerdings auch wieder nicht im Saturn gefunden - schon seit Wochen bin ich da auf der Suche. Der einzige Ort, wo ich bisher fündig geworden bin, ist Amazon. Eigentlich kein Problem, aber ich wundere mich da doch schon sehr. Wenigstens ist sie nun auch bei mir zu Hause, nachdem Amazon geliefert hat.
Thursday, February 4. 2010
Heute nicht viel Zeit (und ausgerechnet heute gab es natürlich so viele Kommentare, auf die ich gerne antworten würde - mal schauen, wie ich das mache), daher heute einen kleinen Lückenfüller, den ich schon seit längerem teilen wollte: Die Puppy-Cam - BigBrother nur mit kleinen Welpen und ohne Rauswählen und so. Also eigentlich nur Zuckerschock hoch zehn.
Da die Anspielung im Titel vermutlich sowieso keiner versteht und ich das Video per Zufall auf YouTube gefunden habe, hier die Auflösung: Die Dinos - eine der besten Familienserien, die ich kenne. Da ist für jeden was dabei. Die Kinder finden sie witzig, die Erwachsenen können über manche hintergründigen Witze schmunzeln und es ist immer ganz Portion Gesellschaftskritik mit drin. Eigentlich die Simpsons mit Dino-Puppen also.
Wednesday, February 3. 2010
Ich möchte an dieser Stelle auf eine kleine Diskussion auf Sleths Blog hinweisen, die sich aus der "Aion hat kaum Endcontent"-Aussage ergeben hat und mich zum Nachdenken gebracht hat. Ein wenig losgelöst von der sehr spezifischen Aion-Thematik wollte ich zu dem Thema generell noch ein wenig schreiben. Ist es wirklich so, dass es nicht mehr darum geht, das Spiel zu spielen? Geht es nur noch darum, Items zu looten, World-First-Kills zu machen und weiß-der-Teufel?
Vielleicht bin ich ein zu alter Spielertyp, aber ich bin leidenschaftlicher Brettspieler, leidenschaftlicher Rollenspieler und habe schon immer gerne Computerspiele gespielt. Mir hat das Spielen an sich Spaß gemacht - darum ging es mir immer und geht es mir heute noch. Ich stehe verwundert vor solchen Aussagen in Aion wie: "Warum soll ich eine Burg angreifen?" Warum steige ich auf einen Berg? Weil ich es kann! Weil es Spaß macht! Weil ich ein Spiel spielen will. Muss das Spiel einen heute wirklich immer wieder bei der Hand nehmen und sagen: "Hier, guck mal, das macht doch Spaß." Festungs-Belagerungen in Aion rocken echt. Sie funktionieren natürlich nicht, wenn jeder in seiner Festung hockt und einfach nur langweilig die Marken abfarmt. Aber ist man mit dieser Spieleinstellung dann nicht selbst dran schuld? Das andere macht so viel mehr Spaß! Wieso macht man nicht das, was mehr Spaß macht?
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Tuesday, February 2. 2010
Ich habe es endlich wieder bei YouTube gefunden! Das beste Final-Fantasy-Musikstück und zwar aus dem großartigen Final Fantasy 9: "You're not alone!" Das ist eine so tolle Szene, in der das Stück gespielt wird! Spoiler-Cut
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Monday, February 1. 2010
Das Aion-Paradoxon: Angeblich spielt es ja keiner und angeblich macht auch keiner PvP, aber dann sollen die Festungs-Belagerungen ja unspielbar wiederum sein mit 150 Mann. Wahrscheinlich spiele ich ein anderes Spiel, aber ich hatte Festungs-Belagerungen und mit deutlich über 150 Mann - auf beiden Seiten. Mindestens fünf Allianzen auf unserer Seite (von denen ich wusste, also vermutlich sogar noch mehr) und mindestens genauso viel auf der anderen Seite. Es hat bei mir nicht geruckelt.
Allerdings habe ich auch einen Trick angewandt. Der Trick ist leider sehr kompliziert, daher befürchte ich, dass mir viele nicht folgen können, doch ich probiere es mal. Also, Achtung, ich versuche, einen komplizierten Sachverhalt möglichst einfach zu erklären: Ich habe die Graphik-Details runtergestellt und dann habe ich mit Alt+F12 die anderen Charaktermodelle ausgeschaltet. Hm, na gut, ist doch nicht so kompliziert. Aber scheinbar mehr, als viele können.
Continue reading "Abyss-Siege"
Sunday, January 31. 2010
Das hier kennt sicherlich schon jeder, denn ich bin bei solchen Sachen immer ein kleiner Spätzünder. Aber ich habe es dieses Wochenende gehört und es geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf, daher dachte ich mir, teile ich meinen Ohrwurm mal mit euch: "The Mean Kitty Song". Was für eine schöne Liebeserklärung an das kleine Kätzchen!
Na gut, es klingt nicht unbedingt danach, aber dennoch finde ich schon, dass man merkt, wie toll er seine Katze findet trotz ihrer Macken. Allein, wie er sie ansieht. Natürlich ist das Kätzchen auch ungeheuer... videogen - aber das sind Katzen sowieso immer! Böse Zungen könnten natürlich nun behaupten, dass ich jedes Video mit Katzen großartig finde und das hier daher nichts besonderes ist. Es ist aber nun einmal so, dass es nur großartige Videos mit Katzen gibt. Eigentlich ist alles mit Katzen großartig. Ich merke außerdem, wie inflationär ich in letzter Zeit das Wort "großartig" benutze. Da muss ich mir mal was Neues einfallen lassen.
Saturday, January 30. 2010
Da letztens eine kleine Amazon-Bestellung bei mir eintrudelte und ich nun den "Avatar"-Soundtrack höre, kamen mir so ein paar Gedanken: Wieso können viele diesen Film nicht genießen? Klar, er kann einem nicht gefallen - das ist natürlich erlaubt und das will ich niemandem ausreden. Aber der Film ist so bildgewaltig und die Musik von James Horner dazu ist so großartig. Dann hängt es also an der Story? Ganz davon ab, dass Film eben ein Medium ist, dass zusammen funktioniert, mit Bild, mit Ton, mit Story, ist selbst das eigentlich eine komische Argumentation.
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